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Freitag, 5. September 2014

Gestöber im Archiv: Eine exemplarische Diskussion

Abteilung: Argumente, Argumente!

Beim Stöbern im Archiv bin ich auf einen älteren Beitrag von mir gestoßen, der eine wirklich interessante Diskussion angestoßen hat.

Und mit Wehmut las ich die Worte von Don M. Tingly.
Fairness, Sachwissen, Souveränität und Eloquenz bestimmten seine Einlassungen.
Leider habe ich lange nichts mehr von ihm gelesen...
Ich hoffe, Dir geht es gut, Don!

Dies soll als Lesetipp für Interessierte verstanden werden. Dieser Tipp zielt nicht auf den Beitrag, sondern ausdrücklich auf die nachfolgende Diskussion.
Exemplarisch für die Gruben, die zwischen >links< und >rechts< verlaufen...

Donnerstag, 4. September 2014

Gedanken über die Legitimation von Frustration

Abteilung: Katzenbabys!

(Nachfolgendes wurde unter dem Einfluss des Dialoges zwischen @Rosi und @Troptard geschrieben:)

"Ich bin mit der Gesamtsituaton unzufrieden!" - ein Lacher im Film 'Der Schuh des Manitu'. Doch welcher Oppositionelle würde diesem Zitat nicht (mit Einschränkungen) zustimmen?
Diese 'Gesamtsituation' frustiert nämlich jeden kritisch hinterfragenden Menschen. Sicherlich würde es mir im Mittelalter nicht besser gehen. Warum also diese ewige Nörgelei? Wieso stelle ich hier nicht mal ab und zu ein Tierbaby-Bild rein? Ein Foto von einem schönen Sonnenuntergang? Warum nicht auch mal was Schönes zeigen?
Als 'kritisch hinterfragender Mensch', als den ich mich gerne sehen möchte, ist es schon schwer eine positive Grundhaltung zu bewahren. Ich fühle mich nicht gut aufgehoben, im Machtgefüge, welches die Geschicke der Menschheit leitet. Sicherlich kann ich mich auch an einem Waldspaziergang erfreuen, mich mit Leuten umgeben, die ich mag und die mich inspirieren.
Ich bin nicht unglücklich, ich bin frustriert. Und ja, der Frust lähmt. Früher habe ich öfter gepostet. Heute weiß ich nicht mehr, wo anfangen und wo aufhören? Was ist noch erwähnenswert, in einer Weltordnung, die wahnsinnig erscheint - aber durchaus 'vernunftgeleitet' ist (im eigenen Wertesystem), um Macht zu konzentrieren und Ausbeutung zu fördern?
Ich spüre eine Frustration (nicht nur in mir, sondern auch um mich herum) die daraus resultiert, dass kein grundlegender >Wandel< in Sicht ist. Da ziellos, herrscht nicht im geringsten Aufbruchstimmung.
Sicher, es gibt Lichtblicke, die Löcher in die Verzweiflung stanzen.
Grundsätzlich bleibt aber die (zu widerlegende) Erkenntnis übrig, dass die Interessen weniger Privilegierter über den Interessen der gesamten Menschheit stehen. Und dies ziemlich unangefochten (wenn man den Widerstand mit dem Grad der Ausbeutung in Relation setzt).

Ich nehme mir das Recht frustriert zu sein.
Es ist keine kreative Haltung, nicht nach vorne gerichtet - sinnlos.
Das Frustriert-Sein entspricht nicht dem Zeitgeist, lässt sich nicht verwerten.
Aber hey, es wird schon genug von mir verwertet, da bleibt mir dann wenigstens meine Frustration! :-)

Und die muss ja dann nicht zwingend in Ohnmacht und Lethargie führen...



Ach, scheiß drauf! Will ja hier keine schlechte Stimmung verbreiten!
Ausnahmsweise, und nie wieder!!!:



Dienstag, 29. Juli 2014

Das einzig Richtige: Sanktionen gegen Putin!

Abteilung: Die vierte Gewalt als Propaganda-Organ

Gerade sah ich einen Bericht des heute-journals zu den Sanktionen gegen Russland. (Erster Beitrag)
Reinstes Propaganda-Fernsehen: Die medialen Lenkraketen, werden gegen Russland in Stellung gebracht. In der Moderation wird Putin mit einem 'schwer erziehbaren Kind' verglichen, bei dem man nicht weiß, ob man strafen oder gut zureden soll. (04:25) Es wird nicht einer einzigen kritischen Meinungen zu den Sanktionen Raum gegeben. Dass die Sanktionen ganz toll und zielführend sind, dafür gab es aber genug stellvertretende Meinungsäußerungen. Eine sicherlich repräsentative Unternehmerin, die selbst Umsatzeinbußen lächelnd in Kauf nimmt, wenn es denn dem Frieden nütze. Geschäfte nicht um jeden Preis! (6:50)
Geht es noch ein wenig polemischer?
Sehr schön auch diese journalistische Stilblüte: "Viele Deutsche aber, so Umfragen, sind für die Handelsbeschränkung." (6:20)
'Viele Deutsche'? 'Umfragen'? Aha!?
Ich würde auch mal gerne ne Umfrage machen:
Möchten Sie diesen Schund weiterhin durch Zwangs-Beiträge mitfinanzieren? Ja? Nein?

Und der SPIEGEL meint noch sich beim Aufschrei der  Reaktionen auf die Cover-Gestaltung falsch verstanden zu wissen. Nee, klar, Fotos von Ünglücksopfern zu missbrauchen und diese um eine Parole zu drapieren, die an Diskursunfähigkeit nicht mehr zu unterbieten ist. "Stoppt. Putin. Jetzt!"
Jawoll!!!
Und dann meint, sich nicht entschuldigen zu müssen, sonder gegenzuhalten (inkl.."Begründung für die Titelzeile")

Hierbei werden folgende Zeilen angeführt (Textauszug aus des dazugehörigen Print-Artikels):
"Hier, in der ostukrainischen Einöde, hat sich Putins wahres Gesicht gezeigt. Der russische Präsident steht enttarnt da, nicht mehr als Staatsmann, sondern als Paria der Weltgemeinschaft. Die Toten von Flug MH17 sind auch seine Toten, er ist für den Abschuss mitverantwortlich, und es ist nun der Moment gekommen, ihn zum Einlenken zu zwingen - und zwar mit harten wirtschaftlichen Sanktionen."
Danke, Spiegel. Wir haben begriffen und sind ausgerüstet für den nächsten Stammtisch.

Es kann einem wirklich Angst und Bange werden:
Fakt ist: Der Abschuss der Passagiermaschine ist nicht restlos aufgeklärt. 'Indizienketten' (SPIEGEL) werden angeführt.Das war's.

Sind wir schon so weit, dass Sanktionen gegen Staaten verhängt werden, bevor ein offizieller Untersuchungsbericht vorliegt? 
Wie viel Propaganda brauchen wir um 'den Feind' zu erkennen? Wie viel davon sind wir bereit zu ertragen?

Sehr passend dazu: Ein mittlerweile in der Mediathek gelöschtes Video


Sonntag, 27. Juli 2014

Die Schlinge zieht sich zu...

Abteilung: Auftragsarbeit für Troptard: "... etwas mit Humor"

Es war ja nur eine Frage der Zeit! Die Überwachung wird immer enger. Kritisch mahnende Zeitgeister, investigative Blogger: All jene sind im Fokus der Überwachung. Darunter natürlich auch ich!
Es wunderte mich also nicht wirklich, dass ich aus dem Bürofenster schauend, einer Überwachungsapparatur ins rotierende Auge blickte.

Dem Qualitätsbloggertum verschrieben, nutze ich natürlich kompetent und routiniert die seit neuestem zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten:


video

Nachfolgend ein Video-Tagebucheintrag, der vielleicht mein letztes Lebenszeichen sein könnte.
Tauche jetzt unter.
Kontaktaufnahme nur über toten Briefkasten oder Chiffre-Meldungen in der Morgenpost.

Meine nächste Nachricht (falls ich nicht vorher gefasst werde) kommt dann aus irgendeinem Internetcafe aus einem Staat ohne Auslieferungsabkommen.

Ihr müsst mir nicht danken, für meine Aufopferungsbereitschaft. Der Duderich nimmt das gerne in Kauf um Euch hinter den 'Vorhang' zu führen.

Hier also mein bisher letzter (und einziger) Video-Tagebucheintrag.
Es wird mein Vermächtnis sein, falls sie mich kriegen.
Schaut dies also mit dem nötigen Respekt!


video

P.S.: Ich bitte die schlechte Tonqualität zu entschuldigen: 
In Wirklichkeit habe ich eine viel coolere Stimme.



Freitag, 25. Juli 2014

Das 'Schutzinteresse der Bevölkerung'

Abteilung: Eine Politik, die nüchtern nicht zu ertragen ist

Es ging durch sämtliche Medien: Das Verwaltungsgericht Köln hat den Selbstanbau von Cannabis für chronische Patienten unter folgenden Auflagen erlaubt:
  • alle anderen Therapien müssen zuvor erfolglos verlaufen sein
  • die Wohnsituation soll den Zugang Dritter zu den Cannabis-Pflanzen verhindern
  • Sicherheitsauflagen müssen erfüllt sein (Einbruchsicherung)
Diese Bedingungen erfüllten drei von fünf Patienten, die geklagt haben. 
Interessant ist hier die Tatsache, dass dieses verbotene und verteufelte Kraut tatsächlich für manche wohl die einzige wirksame Therapie für unterschiedliche Krankheitsbilder darstellt.
Die Leber muss aber tatsächlich zuvor durch >legale< Pharmaka malträtiert werden, bevor Vernunft vernünftig wird, und zu 'Recht' gerinnt. Meiner Interpretation dieses Urteils nach, müsste ein Patient weiterhin Pharmaprodukte konsumieren, die teurer wären und mehr Nebenwirkungen und Gegenanzeigen aufweisen, wenn diese ihm AUCH helfen würden. Weitergedacht ist man als Patient also gezwungen chemische Nachahmungen natürlicher Wirkstoffe einzunehmen, wenn diese AUCH helfen.
Eine Logik, die sich mir nicht erschließen mag.

Helfen kann hier unser Gesundheitsministerium:
Das Interesse des Patienten "an einer Versorgung und Behandlung mit selbst angebautem Cannabis in seiner Privatwohnung" müsse zurückstehen gegenüber "dem Schutzinteresse der Bevölkerung." Quelle: SPIEGEL

Wer aber definiert dieses 'Schutzinteresse'? Die Bevölkerung selbst, oder Jene, die sich anmaßen unsere (Schutz-)Interessen zu definieren? Jene, die ungeachtet der Mortalitätsrate, Alkohol und Zigaretten erlauben und dabei kräftig mitverdienen? Jene, die es tolerieren, dass ihre Bevölkerung verdachtsfrei und massenhaft ausgespäht wird?
In wie fern gilt hier das "Schutzinteresse der Bevölkerung"?
Was wird hier getan, um dieses 'Schutzinteresse' zu gewährleisten?

Dieses Schutzinteresse anzuführen ist meiner Meinung nach mehr als heuchlerisch! 'Schutz' da, wo legislativ gegängelt und erzogen wird, aber nicht da, wo Freiheitsrechte (wie das informationelle Selbstbestimmungsrecht) ad absurdum geführt werden.

Der Staat maßt sich an, mir die Entscheidung, ob ich mich besaufen oder bekiffen will, abzunehmen. Ungeachtet der Tatsache, das Alkohol weitaus suchtgefährdender und schädlicher ist als Cannabis. Und das wird dann (ich wiederhole mich) mit dem 'Schutzbedürfnis der Bevölkerung' begründet!

  • Das alles in dem Wissen, dass Prohibition immer kontraproduktiv in der Bekämpfung von Drogen war.
  • Das alles in dem Wissen, das Prohibition den Nährboden für kriminelle Strukturen bildet.
  • Das alles in dem Wissen, dass die Legalisierung den Konsum von Drogen nie signifikant hat ansteigen lassen.

Das Argument, von Cannabis als Einstiegsdroge ist ebenfalls absurd: Gerade durch die Kriminalisierung von C. werden Konsumenten an jene herangeführt, die evtl. noch andere, gefährlichere Drogen im Angebot haben. Ein kontrollierter Zugang mit Altersbeschränkung in Drogerien oder zertifizierten Abgabestellen würde dies verhindern. Ebenso wie die (sehr gesundheitsschädliche) Zugabe von Blei, um das Gewicht und somit den Verkaufspreis zu erhöhen.

Ich bin nicht für die Legalisierung aller Drogen. Mich ärgert aber diese antiquierte Drogenpolitik, die ungeachtet von Erfahrungen, Studien und gesundem Menschenverstand, erkenntnisresistent weiche Drogen und harte Drogen in einen Topf wirft, schön umrührt und diesen Brei als Drogenpolitik verkauft.

Was mich aber am meisten ärgert, dass mir das auch noch so verkauft werden soll, dass dies in meinem Interesse geschieht!?

Funktioniert so parlamentarische Demokratie?

Und wo bleibt die 'Vierte Gewalt'?

Wo findet ein offener Austausch von Argumenten diesbezüglich statt?
Bei der sich unsere Drogenbeauftragte mal gegen fundierte Argumente wehren müsste?
Findet dieser nicht statt, weil dies zu wenig oder zu viel von gesellschaftlicher Relevanz ist?
Wofür bezahle ich eigentlich GEZ-Gebühren?


Es gibt also nichts zu feiern, an diesem Urteil.
Dass dieses überhaupt solch eine Sensation war, spricht seine eigene Sprache...

Abschließend noch etwas zum Schmunzeln

Donnerstag, 3. Juli 2014

Lesebefehl für den Bundespräsidenten

Abteilung: Das Kreuz mit dem Bundesverdienst

Ich wünschte wirklich, dass 'Monsieur le Président' diesen Brief (bis zum Ende) gelesen hat.

Erkenntnisresistente Vermeidungsstrategien könnten ihn davon abgehalten haben...

Chapeu, Frau (Dr. phil.) Florence Hervé!

Angela Merkel und Sebastian Hahn

Abteilung: Tor!

Was hat Angela Merkel mit Sebastian Hahn(?) gemeinsam?

Hier die Auflösung

Warning: Don't type 'tales'!!!