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Montag, 16. Januar 2017

Technische Probleme

Abteilung: Digital ist besser

Mein Haushalt wurde von analog auf digital aufgerüstet. Außerdem gab es Missverständnisse mit meinem Provider. Heißt konkret, dass ich erst in ca. drei Wochen neue Dosen gesetzt bekomme und bis dahin zuhause keinen Zugang zum Internet habe.

In diesem Zeitraum werde ich wohl nichts posten und seltener kommentieren/freischalten.

Vielen Dank für Euer Verständnis.

Sonntag, 8. Januar 2017

Die feynsinnige Bannliste

 Du bist jedenfalls wieder auf der Bannliste. Ich lasse mich nur mit Niveau provozieren und nicht dauernd von denselben Trollen."

Abteilung: Grober Feynsinn

Ich lese gerne Flatter. Seinen Feynsinn-Blog werde ich auch weiterhin in meiner Blog-Roll behalten.
Gerade wurde ich (mal wieder - als Troll) verbannt.
Das ist okay, denn er hat das Hausrecht.
Seine Attitüde kann ich aber nicht wirklich nachvollziehen.
Wer Bock auf diesen Scheiß hat, kann das HIER verfolgen.

Für mich ist Flatter eine gut schreibende Zicke. Kann man gut lesen, aber im kommentieren sollte man dann doch sehr, sehr vorsichtig sein.

Ohne Zweifel ein heller Kopf (schlauer als ich), der dann leider aber allzuschnell Andersdenkende verbannlistest.

Eine klare Empfehlung meinerseits an die Inhalte seiner Posts.
Kommentare allerdings, bitte unterwürfig oder betreiberkonform gestalten.

Sonst geht das ganz schnell - ZACK Bannliste.

Also, nach wie vor ist Feynsinn lesenwert.
Aber überlegt euch vorher dreimal, was ihr in den Kommentaren loslasst.

Sicher, es ist sein Garten.
Aber zieht vorher bitte die Schuhe aus!

Utopia, oder die Zerstrittenheit der Linken

 Abteilung: Utopische Utopie

Ich folge manchmal den Seitenaufrufen meiner Leser und lese dementsprechend manchmal ältere Posts und deren Kommentare.

Schmunzeln ließ mich die Lektüre der Kommentare zu diesem Post:

Der ist drei Jahre her, und ich schmunzele nicht, weil die Kommentare zum schmunzeln sind. Es ist einfach nur lange her und es ist dann durchaus witzig, seinen eigenen Sermon, und den von anderen zu lesen.

Die Komentarfülle zu meinen Beiträgen war damals auch größer als heute. Besonders bei diesem Beitrag war sie extrem hoch.

Ich vermisse und gedenke in diesen Zusammenhang besonders (alphabetische Reihenfolge)
@Rosie
@Ruby
@Troptard

Nicht vermisse ich:
Der Herr Karl (alias Andre) und
Charlie

Ich will hier keine Klicks generieren, in dem ich alte Posts aufwärme. Selbst 1.000.000 Clicks würden mir 0,000.000 Cent einbringen.

Mir machte es einfach Spaß, die Kommentare noch einmal zu lesen. Auch meine.
Obwohl sie in der Besenkammer des Internets gelagert sind (und dabei nicht unbedingt reiften, wie Whiskey in einem Cognac-Fass) so betrachte ich sie doch noch als lesenwert.

Und mal angenommen, das herrschaftliche kapitalistische System würde überwunden werden, so kriegt man hier möglicherweise einen Eindruck, was danach passiert.

Denn auch die Ausarbeitung einer nichtkapitalistischen Utopie muss (und wird im gegebenen Falle) nicht friedlich ablaufen.
Um genau das zu illustrieren, wärme ich diesen alten Post auf.


Samstag, 7. Januar 2017

Wintergatan: Maschinenkunst

Abteilung: In Kugeln geronnene Noten

Eigentlich wollte ich das Video ursprünglich als unpolitisch verkaufen.

Tatsächlich sind Maschinen aber hochpolitisch, da sie ja die menschliche Arbeitskraft ersetzen und somit (je nach Stoßrichtung der eigenen Denke) entweder zu verteufeln sind, oder Verheißung versprechen.

Bei dem Thema landet man dann - wenn man die immer mehr automatisierte Produktion und deren Einfluß auf die Arbeitswelt in seine Überlegungen einbezieht - wiederum ganz schnell beim bedingungslosen Grundeinkommen versus der Bürgerversicherung und wie diese auszugestalten sind.

Undsoweiterundsofort

So hat so ziemlich alles, zumindest mittelbar, irgendwie eine politische Komponente. So auch dieses Video, bzw. die Marbel Machine.
Vielleicht greife ich das Thema an anderer Stelle noch einmal auf.

Für mich ist das jedenfalls ganz große Kunst, und als ich sie das erste Mal gesehen habe, konnte ich kaum glauben, dass Jemand so kreativ wahnsinnig sein kann, solch eine Konstruktion zu entwickeln und dann auch noch zu bauen.
Leider gibt es viel zu wenige solcher Wahnsinnigen. Ich kann das nur feiern!

Samstag, 31. Dezember 2016

Guten Rutsch mit Rainald Grebe

Abteilung: Amüsemang

Ich liebe und vermisse das im besten Sinne schlechtgelaunte und hochpulsige Programm von Georg Schramm. Auch liebe ich Hagen Rether's Art sein Programm sitzend und sinnierend zu absolvieren. Beide könnten nicht unterschiedlicher performen. Und für beide habe ich auch keine passende Kategorie. Kaberitist? Satiriker? Komiker? Alles und nichts davon.
Andere finde ich einfach Nuhr zum Kotzen. Kennste, Kennste?
Was ich auch nicht mag, sind Auftritte von sogenannten Kleinkünstlern am Klavier. Musikalisch haut mich das selten vom Sofa, und witzig und intelligent ist das meist auch nicht wirklich.
Es ist sicher Geschmackssache, aber Rainald Grebe ist da für mich die Ausnahme. Intelligente, oft ins Absurde abtriftende Texte - und singen kann er auch. Kann man mögen, muss man aber nicht.

Das Video habe ich vor Jahren schon einmal gepostet, aber zur Feier des Tages, sozusagen, habe ich es noch einmal hervorgekramt.

Viel Spaß damit und guten Rutsch!


Freitag, 23. Dezember 2016

Süßer die Kassen nicht klingeln

Abteilung: Das Feiern der Geburt eines Revoluzzers in kapitalistischen Zeiten

Ich selbst bin Atheist. Bin insofern ein Außenstehender, der für den 'Geist der Weihnacht' möglicherweise dadurch immunisiert ist.
Die vorweihnachtliche Weihnachtszeit nehme ich insofern war, als dass ich ästhetisch fragwürdige (und nebenbei stromfressende) Beleuchtungsorgien konstatiere. Außerdem werden die Schlangen vor den Kassen länger und länger.

Nicht Karneval ist für mich die 'fünfte Jahreszeit', sondern Weihnachten.
Die 'fünfte Jahreszeit' des Einzelhandels.

Wenn man im Sinne des Verfassers (der Bibel) die Geburt Jesus feiern wollte, dann wäre Bescheidenheit, Demut und die Abkehr allen materiellen Reichtums angesagt.
Stattdessen ist es ein Rausch des Konsums.
Man schenkt um nicht zu enttäuschen. Man schenkt, in der Erwartung selbst beschenkt zu werden.
Wessen Kind ab 4+x wäre nicht maßlos enttäuscht, etwas selbstgemachtes geschenkt zu bekommen?
Von der Pubertät ganz zu schweigen! Da muss es dann schon ein I-Phone sein, inklusive Flatrate, die den eigen Nachwuchs dann zu einem bildschirmstierenden Zombie macht.

Was feiern wir denn hier?
Die Geburt eines Revoluzzers, der Bescheidenheit und Armut predigte, oder den Konsum/den Kapitalismus?
Ich, wohlgemerkt als Atheist, frage mich, welche religiösen Werte den zur Weihnachtszeit gefeiert werden - und vor allem wie?

Ich selbt, als unreligiöser Tropf, freue mich immer, wenn Weihnachten vorbei ist.

Ich freue mich darüber, dass nach Weihnachten die Fußgängerzonen wieder einigermaßen passierbar sind. Dass die Autoschlangen abnehmen. Und die Schlangen vor den Kassen.
Dass der christliche Taumel, die Geburt Jesus zu feiern, sich nicht mehr im Konsumrausch Bahn bricht.

Dass sich alles dann wieder normalisiert, und lediglich der gewöhnliche Wahnsinn übrig bleibt.

Denn der ist schließlich auch schon genug.

Dienstag, 6. Dezember 2016

Warum ich kein 'wahrer' Linker bin

Abteilung: Bin wohl doch kein Gutmensch

Ich trage Leder. 
Lederjacken (eher selten), Gürtel aus Leder (immer) und Schuhe aus Leder (auch immer, meistens aber mit Gummisohlen).

Ich habe 'Das Kapital' nicht gelesen. 

Hab so grob mitbekommen, warum es darin geht. Eigentumsverhältnisse der Produktionsmittel und so. Herrschafts-/Klassenverhältnisse.
Ich glaube ihn verstanden zu haben, ohne ihn jemals gelesen zu haben. Schlimm das, ich weiß.

Ich esse Fleisch.
Ich trage nicht nur die Haut von toten Tieren, nein, ich esse auch ihr Fleisch. Ich weiß dann auch oft nicht, woher das Fleisch stammt. Massentierproduktion? Scheiße, ja. Wahrscheinlich. Ich mache mich da ganz klar schuldig! Geht gar nicht, sagt mein Gewissen. Aber zu fragen, ob das Fleisch der Wurst auf einer Grillfete auch wirklich von einem Tier stammt, das lachend in die Kreissäge gesprungen ist (nach einem glücklichen Leben auf der Weide), ist mir dann auch zu albern.
Auf Fleisch verzichten vermag ich bislang nicht. Wider besseren Wissens. Aber eine vegane Wurst werde ich nie essen. Dann doch lieber Salat bis zu meinem Lebensende.

Ich spiele Shooter.
Momentan Battlefield 1. Das Szenario ist der 1. Weltkrieg. Macht mir Spaß, wenn mein Team gewinnt. Verabrede mich mit Kumpels, und stürme gegnerische Fronten. Trotzdem bin ich Pazifist. Huch, jetzt habt ihr mich bei einem Widerspruch erwischt!

Ich folge nicht den 'aufrechten Linken'.
Baut so viele Hürden auf, wie immer ihr wollt. Ich will nicht mal versuchen, darüber zu springen. Ich laufe einfach durch sie. Eure Hürden bedeuten mir nichts - sind lediglich Hinweis auf Eure erbärmliche Intolleranz. Ihr seid schnell mit dem Vorwurf des Spalters, aber selbst seid ihr des Teufels Advokaten. Ich bin zu links, als dass ihr mich mit Eurem Gehabe von meiner Haltung abschrecken würdet. Aber ganz, ganz viele schreckt Euer ausgrenzendes, selbstgerechtes, elitäres Gehabe einfach nur ab. Und die wählen dann die AfD.

Links-Sein ist für mich die Solidarität mit Schwächeren. Mit den Abgehängten.
Das wäre eigentlich eine stabile Basis um Gegenwehr zu organisieren.
Ihr aber streitet darum, wer denn der wahrhafteste Linke ist. Und baut dabei einen moralischen Hindernisparcour auf. Und da bleiben dann noch eine Handvoll übrig, die alle Hürden bewältigt haben. Mit denen wollt ihr dann die Revolution starten?
Wer ist denn hier der Dumme?
Wer hat die unzähligen (sic!) Bücher denn nicht begriffen, die er gelesen hat?
Zum Beispiel Marx?
Eure herbeiphantasierte Revolution langweilt mich schon jetzt. Sie wird nie stattfinden, sondern in Gesprächs-, Arbeits- und Aktionskreisen verhallen.

Wo bleibt eigentlich die Solidarität mit der marxschen Arbeiterklasse? Bleibt wohl keine Zeit mehr dafür, im intellektuellen Klein-Klein.