Follow by Email

Montag, 28. Mai 2012

Günter Grass's Griechen-Gedicht

birgitH  / pixelio.de
Grass is back! "Mit nachgefüllter Tinte" wie der SPIEGEL augenzwinkernd titelt, hat Grass ein neues Gedicht ("Europas Schande") verfasst  - veröffentlicht in der Süddeutschen. Diesmal über die Griechen.


Meine Lieblingszeile daraus:
"Sauf endlich, sauf! schreien der Kommissare Claqueure, doch zornig gibt Sokrates Dir den Becher randvoll zurück."

Wer's lesen möchte, bitte HIER klicken. (Link zur Süddeutschen Zeitung)


Alles ist eingepreist

Tim Caspary  / pixelio.de
Wer kennt sie nicht, die magische Schranke in jedem Supermarkt? 
Jeder Kunde findet sich nach dem Einkaufen in einer Schlange wieder. Es gleicht einem Ritual - und ein Ritual lebt davon, nicht hinterfragt zu werden.

Es sind keine Schilder notwendig, wie etwa:
"Die eingekauften Artikel bitte auf das Förderband legen und Geldmittel bereithalten. Nach dem Scannen bitte die Artikel zügig in mitgebrachte oder hier zu erwerbende Trage-/Beförderungsmittel (Rucksäcke, Tragetaschen, Plastiktüten) einräumen. Die Summe der ausgewiesenen Preise abschließend der Kassiererin [in Ausnahmefällen dem Kassierer] übergeben. FERTIG! Sie können nun mit ihrem Einkauf unser Geschäft verlassen."
Hört sich kompliziert an, aber diese Prozedur absolvieren wir traumwandlerisch. Übung macht den Meister.

Freitag, 25. Mai 2012

Die Graswurzler sind da

Peter Hill  / pixelio.de
Obwohl ich in der Qualität der TAZ-Beiträge eine negative Tendenz auszumachen glaube, habe ich dort einen mich sehr inspirierenden Text von Annette Jensen gelesen.

Da ich - wie auch schon mehrmals auf diesem Blog - die Meinung vertrete, dass ein dringend notwendiger System- und Wertewandel nur außerparlamentarisch durchgesetzt werden kann freue ich mich besonders über diesen Artikel..

Gestern, also BEVOR ich den hier beschriebenen Text gelesen habe, postete ich folgenden Kommentar:
"Aber ich denke auch, dass sich linke Widerstandskräfte eher außerparlamentarisch formieren werden. Die APO(Graswurzel-)-Bewegung der 68'er erlebt gerade eine neue Renaissance..."


Diese Worte passen wunderbar als Einführung zu folgendem Text.

Also, viel Spaß beim Lesen von: 
Die Graswurzler sind da (Annette Jensen)



Donnerstag, 24. Mai 2012

6-Punkte-Programm von SYRIZA und DIE LINKE

Folgendes habe ich gerade auf dem Blogg von Konstantin Wecker ('Hinter den Schlagzeilen') gefunden und möchte es Euch zur Diskussion stellen:

6-Punkte-Programm von SYRIZA und DIE LINKE - vorgestellt von Alexis Tsipras, Vorsitzender des griechischen Linksbündnisses SYRIZA, und Gregor Gysi, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, am 22. Mai 2012 in der Bundespressekonferenz

Der eitle Gockel Lafontaine hat schon wieder hingeschmissen!

... so ungefähr der Tenor der Mainstream-Presse. Zitat: "Es ist ein typischer Lafontaine: Erst wollte er noch mal Linken-Chef werden, jetzt hat er abgesagt - weil ein Teil der Partei seine Kandidatur ablehnte (...)
Ein echter Lafontaine eben. Natürlich denkt man sofort an seinen Rückzug 1999 als SPD-Chef und Bundesfinanzminister im Kabinett von Kanzler Gerhard Schröder. Auch damals wurden alle kalt erwischt. Klar, dass es nun jede Menge Häme von Sozialdemokraten und Grünen gibt, die damals zu den Gelackmeierten gehörten. " (nur ein Beispiel unter leider sehr vielen).

Die linke [sic!] TAZ leistet, im Gehorsam vorauseilend, Schützenhilfe.

Aber auch in der (linken) Blogger-Szene wird kräftig in das selbe Horn gestoßen:

Auf spiegelfechter.de wurde ein Gastbeitrag von Thorsten Beermann gepostet, mit folgendem, bezeichnenden Titel: "König Oskar dankt ab." Weitaus erhellender als dieser Artikel ist die Lektüre der darauf folgenden Kommentare (auch bei der TAZ), die einen Eindruck darüber vermitteln, was die Leser- nicht mehr von der gleichgeschalteten Presse - aber (noch) von der Blogger-Szene erwarten.

Der Tenor der verbreiteten Meinungen lässt sich wie folgt zusammenfassen:

  • Lafontain ist ein Feigling. Wie damals, als er seinen Finanzministerposten hingeschmissen hat, so verweigert er sich auch heute der Verantwortung.
  • Lafontain's Bedingung, nicht in einer Kampfabstimmung um den Parteivorsitz antreten zu wollen, ist undemokratisch, eitel, anmaßend - schlicht fehlgeleitet.
  • Mit seinem strikten Oppositionskurs wird DIE LINKE nie in Regierungsverantwortung kommen, und so nie ihre Forderungen umsetzen können.

Der Duderich sieht das anders:

Montag, 21. Mai 2012

Blockupy - Ein Nachgesang (Sponsored by 'Fishermen's Friend')

Der Duderich hatte ja versprochen, Euch über die Blockupy-Bewegung auf dem Laufenden zu halten. Ein paar Links die nachträglich eingefügt wurden, ansonsten Stille seit einer Woche vom Duderich...




Ich werd' Euch sagen, warum:
Ich, als 'demokratisch' sozialisierter Naivling, ging in meiner - in der Retroperspektive nur als blauäugig und naiv einzuschätzenden - Haltung davon aus, dass die ersten Gerichtsinstanzen die völlig undemokratischen und nicht verfassungskonformen (hüstel: nicht grundgesetzkonformen) Demonstrationsverbote einkassiert würden. Ich war sprachlos und paralysiert als dies nicht geschah!

Was ich falsch eingeschätzt, bzw. nicht genug gewürdigt hatte: 
Es ging gegen die Banken!

Montag, 14. Mai 2012

"Wenn Wahlen etwas ändern würden..." Nachschub

Der erste Text zu diesem Thema, hat auf dieser Seite bislang das meiste Interesse hervorgerufen.

Er führt, für alle nachvollziehbar (Duderich's Hitliste), die Zahl der Seitenaufrufe an.
Wenn ich bedenke, dass ich beim Schreiben dieses Textes alkoholisiert und sauer war, wie soll meine Zukunft aussehen - um diesen Blog seinen verdienten Erfolg zuzuführen? Eine Flasche Wein und einen Satz selbst verabreichter Ohrfeigen vor dem Verfassen meiner Texte?

Nein, Spaß beiseite, diese Motive treiben mich nicht um, dieser Thematik- im Hintergrund neuer Ereignisse (Wahlen) - weitere Gedanken hinzuzufügen.

Das Thema scheint umzutreiben: Demokraten, die nicht mehr an die Demokratie glauben. Demokraten, die einen Wandel wollen, aber nie ein Ankreuz-Feld gesehen haben, das für Wandel spricht.

Die Ergebnisse der Wahl in Griechenland sind nur so zu interpretieren, dass diese nicht wollen, dass es so weiter geht wie bisher: Stellenabbau, Abbau sozialer Leistungen, Arbeitslosigkeit, Armut.

Hätte auf dem Wahlzettel gestanden, entsprechend des Scheideweges auf dem wir uns befinden::

a.) Ja, ich möchte, dass dieses System solange weitergeführt wird, bis es nicht mehr geht (in der Hoffnung, dass dies erst nach meinem Ableben stattfindet).

b.) Ich spreche mich für eine Zukunft aus, die noch demokratisch zu gestalten ist. Daran möchte ich mitgestalten. Ich verzichte dabei gerne auf gewohnte Lebensstandards, im Austausch für ein angestrebtes Leben in Symbiose mit der Natur und Solidarität mit Schwächeren (z.B. Hungerländer) nebst Streben nach Glück und Gerechtigkeit.
Eine Welt, in der der Mensch im Vordergrund steht, nicht der Markt.

Die Wahl wäre wohl eindeutig ausgefallen. Und DANN hätte sich eine Regierung finden müssen, die DAS umsetzt. DAS wäre Demokratie in meinem Verständnis!

Freitag, 11. Mai 2012

Blockiert die Blockade-Blockade!

Am 16. - 19. Mai wollen viele Bürger ihren Unmut über die undemokratische Politik der EZB, IWF und EU-Kommission in Frankfurt a.M. auf die Strasse tragen. Diese organisierte Bewegung fußt auf die vom Grundgesetz garantierte Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit.


Gegen sämtliche der 18 angemeldeten Veranstaltungen wurde inzwischen eine Verbotsverfügung erlassen.

Meinungsäußerungen werden inzwischen wohl nur noch zugelassen, wenn sie im zustimmenden, rhythmischen Handeklatschen Ausdruck finden.

Jüngst wurde sogar angeordnet, dass das Okkupy-Camp in Frankfurt für o.g. Zeitraum geräumt werden soll. Politischer Protest soll so per Verfügung verhindert werden.

Glücklicherweise lassen sich Proteste per Dekret nicht verbieten, sondern haben im Gegenteil mobilisierende Wirkung. Dies wird vermutlich, und so ist zu hoffen, auch in Frankfurt der Fall sein.

Gegen die Verbotsverfügungen wurde bereits Widerspruch eingelegt. Eine Entscheidung des Frankfurter Verwaltungsgerichtes wird für Anfang kommender Woche erwartet.

Der Duderich hält Euch über die Entwicklung auf dem Laufenden.

Update!

14.05.: Weitere erläuternde Worte von der 'Jungen Welt' dazu:
15.05.: Schöner Artikel im 'Freitag' zum Thema:


Mittwoch, 9. Mai 2012

Dirty Old Man's Kalenderspruch

"Ich liebe Katzen mehr als Hunde.

Und Hunde mehr als Menschen.

Aber, am meisten liebe ich mich ...
... besoffen aus dem Fenster schauend."
(Charles Bukowski)

Montag, 7. Mai 2012

"Dumm sein und Arbeit haben, das ist Glück." ( Gottfried Benn )

Bin über das titelgebende Zitat in einem lesenswerten Interview mit Konstantin Wecker gestolpert und merkte, dass es bei mir nachhallte und -hallt.

Nachfolgend möchte ich Euch an meinen duderischen Gedankengängen dazu teilhaben lassen:


Wäre es nicht schön, an dieses bestehende System glauben zu können? Sich als (erwerbstätigen) Teil dieser Gesellschaft zu fühlen, ja, vielleicht sogar als Stütze derselben? Wäre es denn nicht schön, sein eigenes Selbstwertgefühl pimpen zu können, durch den herablassenden Blick auf die Abgehängten, denen ich mich überlegen wähnen würde?
Wie bequem könnte es sein, wenn diese komplexe Welt durch kurze prägnante BILD-Schlagzeilen erklärt werden würde! Kein Grau, keine Schattierungen, keine Differenzierungen und kein lästiges kritisches Hinterfragen: Nur Schwarz und Weiß.

Nicht nur Sozialleistungsempfängern würde ich mich überlegen fühlen, nein, es gäbe so viele Bevölkerungsgruppen über die ich mich als Leistungsträger erheben könnte:
Islamisten, linke Weltverbesserer, Ausländer (womöglich noch mit anderer Hautfarbe[!]), Umweltaktivisten (auch so 'Gutmenschen'), (Berufs-) Demonstranten, ... ach, die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.
Natürlich angeführt von den Sozialschmarotzern, die auf meine Kosten leben, faul und spätrömisch dekadent in der sozialen Hängematte schwingend.

Sonntag, 6. Mai 2012

Was glaubt ihr?

Glaubt ihr, dass die europäische Währungsunion unter den gegebenen politischen Weichenstellungen eine Zukunft hat?

Glaubt ihr, dass die Armuts-/ Reichtumsschere sich immer weiter öffnen kann?

Glaubt ihr, dass ein wachstumsbasierendes Wirtschaftssystem ewig in einem begrenzten ökologischem System funktionieren kann?

Glaubt ihr, dass der Mangel an Arbeitsplätzen durch Druck auf die Arbeitslosen abgebaut werden kann?

Glaubt ihr, dass der irreversible Raubbau an unserem Öko-System Erde ewig weitergehen kann?

Glaubt ihr, dass der Abbau, in der Vergangenheit erkämpfter sozialer Errungenschaften, ewig weitergeführt werden kann, ohne dass dies Konsequenzen für den sozialen Frieden hat?

Mittwoch, 2. Mai 2012

Interview mit dem 3.000 Besucher: Heinz-Jürgen Müller ('The Shadow-Man')


Duderich:
Sie sind es also, der 3000. Seitenaufrufer!!! Glückwunsch!!!

Heinz-Jürgen Müller:
Tja, das bin ich dann wohl!
Danke!

Duderich:
Wie kommt es? Waren Sie schon öfter auf meiner Seite?

Heinz-Jürgen Müller:
Nein, eigentlich eher gar nicht! Ich wollt mir nur eine neue Mikrowelle kaufen. Und da hab ich das halt in Google eingegeben und dann warst Du dann auch gleich an 13.748 Stelle... 

Duderich [Geschmeichelt und gleichzeitig erschrocken]
Ich werde bei Google geführt??! (...)
.... und haben sie die Suchergebnisse etwa alle abgearbeitet?