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Freitag, 28. September 2012

Die ersten 20.000 Besucher: Ein Rückblick

Abteilung: Jubiläen, die die Welt nicht braucht

Ich nehme die 'große 2' mal  zum Anlass, einen kleinen Rückblick zu wagen:

[Meine verehrten Festgäste: Bitte stellen Sie jetzt das Rauchen ein und hören mit dem Getuschel auf!]


Im April diesen Jahres - habe ich sozusagen über Nacht, den Duderich in's Leben gerufen: Mir kommt es vor, als wäre es Jahre her.

Mein allererster Post war relativ nichtssagend, aber (tara!) mein erster Auftritt als Blogger.
Hmm.

Nicht mehr Esprit als eine Steuererklärung und nicht mehr Spontanität als ein Chamäleon.

Na ja, unprätentiös, aber da muss ich wohl mit leben...
(Verdammt! Ich hätte direkt eine Revolution ausrufen sollen! BÄNG! Hier bin ich, und so ..!)

Aber  nein... Chance verpasst.

Mittwoch, 26. September 2012

"Hallo Leute, aufwachen!"

Abteilung: 'Linke' Parteien und Zeitschriften

Ach, wenn's den SPIEGEL nicht gäbe, man müsste ihn glatt erfinden! Ehemals linkes Verkündungsorgan, läuft er nun der Spur der SPD in deren (äußerst flachen!) Fußstapfen hinterher.

Exemplarisch hierfür dieser SPIEGEL-online Beitrag

Der Titel: "Hallo Leute, aufwachen!" Hört sich erst mal schmissig an, verkehrt sich aber sehr schnell in die gegenteilige Stoßrichtung.
Einen überschaubaren Wendekreis hat nämlich der titel-gewordene Appell dieses SPIEGEL-Schreiberlings, da die Pointe so nahe liegt, dass sie schon keine mehr ist:
"Hallo SPIEGEL, aufwachen!"

Aber, lest selbst:
"Peer Steinbrück will die Deutsche Bank zerschlagen. Da kann man nur sagen: Gute Idee. Peer Steinbrück will einen europäischen Bankenrettungsfonds einführen, damit die Banken und ihre Eigentümer für ihre Zockereien selbst bezahlen müssen. Richtig so. Und Peer Steinbrück will den Hochfrequenzhandel verbieten. Bravo. Applaus."

Che Guevara ist reinkarniert (war ja ebenfalls Finanzminister) und heißt jetzt Peer Steinbrück.

Dienstag, 25. September 2012

"Die Summe meiner einzelnen Teile" (2011)

Abteilung: Filmtipp

Der Duderich ist zu Tränen gerührt! Er hat gerade 118 Minuten mitgebangt und mitgefiebert. 118 Minuten Achterbahngefühle - mit jeder Menge Loopings.

Ein Film, der mich wirklich berührt hat. Es ist vielleicht ein wenig peinlich, es zuzugeben: Aber der Duderich war das letzte Mal bei 'Der mit dem Wolf tanzt' (1990!) so be- und ge-rührt!
Und spannend ist er auch noch.
Obendrein tolle Regie und schauspielerische Leistungen.
Einen 'doppelten Boden' hat der Film übrigens ebenfalls zu bieten.

Schaut ihn Euch an (auch wenn ihr 'D.m.d.W.t.'nicht mögt)!
Der Duderich legt seinen Ruf in die Waagschale für die Qualität dieses Films!
Enttäuschte dürfen mich schmähen!

P.S.: Ich würde mich sehr über eine Rückmeldung freuen, von Jemanden der diesen Film gesehen hat!

Montag, 24. September 2012

Voll Banane!

Abteilung: Kleinigkeiten, über die ich mich aufrege

Irrsinn, Du heisst Konsumismus!

Da muss man erst einmal drauf kommen:
Die natürlich gewachsene und kompostierbare 'Verpackung' der Banane, namentlich 'Schale', wird entfernt und ersetzt durch eine nicht kompostierbare Verpackung.

Man weiss nicht, ob man lachen oder weinen soll.

Gefunden HIER

Sonntag, 23. September 2012

Sekt oder Selters?


Das Pfeifen im Wald wird lauter. Viele der linken, emanzipatorischen Meinungsvertreter (zu denen auch ich mich zähle) machen einen anbahnenden Wandel aus, der deshalb determiniert ist, weil es ja so nicht ewig weiter gehen kann. Die Reichtumsverteilung fließt, faktisch und unleugbar, stetig von unten nach oben. Unbotmäßiger Reichtum auf der einen Seite und existenzielle Armut auf der anderen Seite nehmen stetig zu. Bedingen sich gegenseitig. 
Unter'm Strich ein Null-Summen-Spiel, welches aber immer größere Unwuchten erzeugt, die sich in immer fataleren gesellschaftlichen Spannungen entladen.

Gerade das linke Lager versteigt sich nun gerne in die  (optimistische) Prognose, dass diesem Ungleichgewicht eine natürliche Grenze innewohnt, welches sich zwangsweise in einem (positiven!) Struktur-/Systemwandel entladen muss. Wir steuern, dieser Einschätzung folgend, einem Brake-Even-Point zu, der einen korrigierenden gesellschaftlichen Wandel einleitet, ja unvermeidbar macht. Aber auch ein anderer 'Wandel' (der eigentlich keiner ist) ist möglich:

Freitag, 21. September 2012

Yes, we Gähn!

Paradiesische Zeiten für Blogger! Die thematische Pralinenschachtel ist prall gefüllt mit Themen, ja Sensationen, die uns Menschen im Innersten bewegen:

Kate zieht blank - und es scheint tatsächlich fotographische Beweise zu geben, dass auch Blaublütige zwei Brustwarzen haben, und zwar, wie bei uns gewöhnlichen Menschlein auch, eine rechts und eine links! Das wäre tatsächlich mal ein Erkenntnisgewinn, wenn man sich selbst davon überzeugen könnte.
BILD muss jetzt endlich mal liefern (Berlusconi kann ja auch)!

Jenny Elvers, eine Figur des öffentlichen Lebens, weil sie irgendwann einmal mit irgend einem Promi leiert war, hat wohl volltrunken ein Interview gegeben.
Soweit nachvollziehbar, wenn man die Medienlandschaft betrachtet, die ja nüchtern kaum zu ertragen ist. Was dann aber schon verwundert, ist die Tatsache, dass sie es nötig hat, ihre Scham darüber von der Titelseite der BILD-Zeitung zu verkünden. DAS ist dann doch wirklich irgendwie (fremd)beschämend, wie ich finde.

Freitag, 14. September 2012

"Unfassbar! Hartz-IV-Empfängerin kippt Wasserflaschen aus..."

Wäre ich dieser Marvel-Superheld, der bei Erregung (Wut) die Farbe von Kermit dem Frosch annimmt und dabei seine Größe potenziert, gleich einem Soufflé im Backofen, dann hätte ich wohl bei der Lektüre dieses Artikels ganze Straßenzüge planiert:

"Mit den Bons kauft sie 113 Flaschen Mineralwasser (je 19 Cent plus 25 Cent Pfand). In einem Einkaufswagen schiebt sie die Flaschen nach draußen – und schüttet den Inhalt in den Rinnstein.
Mit den leeren Flaschen kehrt sie in den Supermarkt zurück um sich das Pfand (28,25 Euro) in bar abzuholen. Mit dem Geld will sie Alkohol und Zigaretten kaufen. Doch der Filialleiter schickt sie samt Flaschen weg, erteilt Hausverbot." (Hervorhebungen vom Duderich)
Zitiert wird darauf hin ein gewisser Stefan Rous vom Düsseldorfer Jobcenter:
"Was die Frau getan hat, ist ein Missbrauch unserer Hilfeleistungen und stellt ein zutiefst unsoziales Verhalten dar.“ (Hervorhebung vom Duderich)
Danke, Herr Rous, für Ihre Einschätzung als Experte für soziales Verhalten! Wem genau hat diese Frau denn geschadet?

Die hulksche Metamorphose (meine treuen Leser werden es ahnen) würde nicht ausgelöst, weil ich die Empörung teile, die die BILD-Zeitung bei deren Lesern auslösen möchte, sondern wegen dieser menschenverachtenden Propaganda, die volksverhetzende (Straftatsbestand!) Dimensionen erreicht. Selbst dem Springer-Konzern hätte ich diese Agitation nicht zugetraut - was wirklich, wirklich etwas heißen will!
Kein Opfer (selbst eine Obdachlose!) ist arm genug um von BILD nicht als Täter umgedeutet zu werden.

Donnerstag, 6. September 2012

Die roten Ampelmännchen in unseren Köpfen


Wenn ich an einer roten Ampel stehe und die sofortige Überquerung der Straße möglich ist, ohne zu riskieren als überdimensionierte Kühlerfigur zu enden - immer dann taucht dieser Satz in meinem Kopf auf; fast wie ein eigener Gedanke:
"Ich geh' meistens bei Rot," denn das macht mir Spaß!

Es muss einen Grund geben, warum ausgerechnet dieser Satz immer wieder von meiner internen Festplatte in den Arbeitsspeicher geladen wird. Vermutlich ist es die Romantik übertretener Grenzen und Konventionen.

Sicherlich bleiben viele von uns (so auch ich) oft vor einer leeren Straße und einem roten Ampelmännchen stehen, um Kindern das richtige Verhalten im Straßenverkehr vorzuleben. Ein vernünftiges Argument, aber genauso leben wir den Kindern vor, dass Regeln nicht zu hinterfragen sind und stiller, unhinterfragter Gehorsam der eigenen Lebenssicherung dient. Ich wette, ziemlich jeder von  uns hat sich nachts um drei vor einer roten Ampel bei dem Gedanken erwischt: "Warum stehe ich  hier eigentlich stupide vor einem roten Lichtsignal?" Kein Auto, kein Kind weit und breit, aber man ist halt so konditioniert. Hat man ja schon als Kind so gelernt.

Viel lustiger wird es dann in den sogenannten Raucherzonen:

Ich weiß nicht, ob es die einheitliche, bundesdeutsche Raucherzonenbegrenzungsfarbe ist, aber hier ist sie neongelb...

Mittwoch, 5. September 2012

Scheideweg am Zebrastreifen

Heute ist der Duderich mal unpolitisch(?) und lässt die Welt, ausnahmsweise von mir unkommentiert, einen weiteren Schritt in den Abgrund tun.

Vielmehr möchte ich Euch Nerds, die Ihr in den Untiefen des Internets auf meiner Seite gestrandet seid, herausfordern:
"Ich geh' meistens bei Rot - denn das macht mir Spaß find' ich scharf!" [Update]
Von wem stammt diese Songzeile?

Dienstag, 4. September 2012

Utopie versus Harndrang

Es war ein kurzer Schrecken damals, aber dieser fuhr uns ganz schön in die Glieder! Sie hatten viele Namen in diesen unstetigen Zeiten dafür: Finanzkrise, Schuldenkrise, Bankenkrise, usw. Es gab unzählige Wortschöpfungen; alle endeten auf Krise. 
2013 ging es dann aber glücklicherweise wieder aufwärts!

Wir alle, die wir am Kapitalismus und am Neoliberalismus (kurz) gezweifelt hatten, wurden eines besseren belehrt. Fragten uns im Nachhinein, wie wir an der Marktgläubigkeit und dem ewigen Wachstum jemals hatten zweifeln können.
Schämten uns.

Denn es funktionierte: Die Sparbemühungen der europäischen Südländer zeigten Früchte - sie sparten sich tatsächlich aus der Krise heraus! Wir Deutschen blieben Exportweltmeister, weil alle, die zum Sparen gezwungen wurden, die sparten, natürlich auch gleichzeitig unsere Produkte kauften.
Der 'Trickle-down-Effekt' trat endlich ein und es vollzog sich eine Umverteilung nach unten, die die unsägliche Ungleichverteilung der Reichtümer dieser Erde kompensierte. Es gab keine Armut mehr. Nur noch Reichtum!

Auch die Natur erholte sich. Die globale Klimaerwärmung erwies sich im Nachhinein als Segen: Die Flora und Fauna regenerierte sich und bot deren Ressourcen im Überfluss an.

Und dann...

wachte ich auf, weil ich pinkeln musste.

Leider bin ich im Jetzt aufgewacht!

Montag, 3. September 2012

'Schnöggersburg': Das Phantasia-Land für Bundeswehr-Soldaten

Ich habe schon viel gelesen, was erstaunt und verwundert - würde mich also als medial relativ hornhäutig bezeichnen. Aber folgende Meldung lies und lässt mich zweifeln, ob ich nicht doch einer >Ente< fette Beute bin:
"Die Bundeswehr hat großes vor: Auf einer Fläche von mehr als sechs Quadratkilometern soll für 100 Millionen Euro die Stadt Schnöggersburg entstehen - mit allem, was zu einer modernen Stadt dazugehört. Eine Altstadt mit Bahnhof gehört ebenso dazu wie eine Hochaussiedlung und ein Industrieviertel. Sogar an ein Elendsquartier hat die Bundeswehr gedacht. Um die Realität möglichst nah abzubilden, bekommt Schnöggersburg zudem einen 1,5 Kilometer langen Fluss, Autobahn und Straßen. Auch eine U-Bahn soll gebaut werden. Die Stadt, in der es auch ein politisches und ein kulturelles Zentrum geben wird, ist Teil des Gefechtsübungszentrums, das die Bundeswehr in der Altmark betreibt. Das Ziel ist die möglichst realitätsnahe Vorbereitung der Soldaten auf ihre Einsätze."
(aus: Telepolis: Bundeswehr will Häuserkampf auch für Inlandseinsätze trainieren)