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Dienstag, 31. Dezember 2013

Steffen Seibert und Michael Schumacher

Abteilung: Die Wertigkeit der öffentlich/rechtlichen Berichterstattung

Ich freue mich nicht darüber, dass Michael Schumacher verunglückt ist. Das tut mir leid, um ihn und seine Frau - und um seine zwei Kinder.

Michael Schumacher ist jemand, der bisher sehr erfolgreich war. Dieser Erfolg wurde ihm sicherlich nicht in den Schoss gelegt - er war hart erkämpft.
Sportlich ist er ähnlich unangefochten, wie Bayern München.
Diese Laufbahn ist vorbei. War sie vor diesem Unfall schon.
Sympathisch war er mir nie.
Spätestens seit ich erfahren habe, dass er seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt hat, um Steuern zu sparen, war er für mich kein Deutscher mehr - und unabhängig davon, kein Sympathieträger.

Mich störte der Umstand, dass er für Deutschland angetreten ist, aber in der Schweiz lebte und dort seine (verringerten) Steuern zahlte. Ich hätte sehr, sehr gut, mit einem schweizerischen Weltmeister leben können.
Als schweizer Staatsbürger wäre er mir egal gewesen, als Deutscher ärgerte er mich.

Nun denn, weder Schumacher noch Hoeneß, gönne ich ein Hirn-Traumata wegen Geiz im Reichtum. Ich lehne die Todesstrafe konsequent ab (die staatlich verordnete, wie auch die natürliche, oder schicksalsgegebene -übrigens ohne religiös zu sein), obwohl sich eben beide der Solidarität entzogen.

Es mag pietätlos sein, in diesem Zusammenhang daran zu erinnern.
Ich will damit nur begründen, warum mir der Tod eines Mandela näher ging, als es der Tod eines Schumachers gehen würde.

Der Tod ist immer traurig - egal wie gut oder schlecht ein Mensch gewesen ist.
Grundsätzlich gehöre ich nicht zu den Jubelnden, wenn ein böser Mensch stirbt. Die Exekution von Hussein beispielsweise, habe ich abgelehnt. Er hätte bis zu seinem Lebensende in einer Zelle schmoren sollen um über seine Missetaten nachdenken zu können. Auch für Hitler hätte ich das gewünscht.

Selbstverständlich möchte ich Schumacher nicht in den Zusammenhang mit den beiden bringen!

Schumacher ist nicht böse, oder schlecht. Schumacher ist ein Gewinner, dem es zu teilen schwer fällt.
Dafür wünsche ich ihm selbstverständlich nicht seinen Tod - sondern im Gegenteil baldige Genesung!

Aber für andere schlägt mein Herz hält mehr. Und für jene, trauere ich auch mehr.
Das ist natürlich eine rein subjektive Haltung.
Natürlich stehen einem persönlich Menschen näher, als andere. Und natürlich bedauert man das Ableben von Näherstehenden mehr, als das von Anderen.

Ich hoffe ausdrücklich, dass M. Schumacher wieder gesund wird!

Aber warum Steffen Seibert als Regierungssprecher auf Platz eins in 'heute' über Schumacher gesendet wird, lässt mich dann doch - wieder einmal - verstört zurück.

Es gibt Wichtigeres, Schlimmeres zu berichten!
Todesopfer gibt es zu beklagen - zahllose(!), überall auf der Welt.
An Hunger, Attentaten, Naturkatastrophen, Todesopfern bei Demonstrationen, oder was auch immer für einen verdammten Scheiß!

WER bestimmt die Wertigkeit - und, WIE wird diese bestimmt?

Immer noch verstört...
Euer Duderich

Heise hierzu:
Klaus Baum hierzu:

Da ich morgen nicht mehr zum Schreiben komme:
Ich wünsche Euch einen Guten Rutsch, in das hoffentlich bessere Jahr 2014!
Obwohl ich da ja eher pessimistisch bin...


Sonntag, 29. Dezember 2013

Über den beschissenen Alltag

Abteilung: Hirnkrampf

Weihnachten ist (endlich) vorbei; damit auch die Pflichtübung der Blogger, ein wenig Konsumkritik zu üben.
Möglicherweise ist es noch zu früh, sich gegen die Silvester-Böllerei auszulassen.
Das staatlich tolerierte Knallen-Lassen, was sonst die Ordnungsmacht wegen Ruhestörung auffahren lassen würde.
Kein interessanter Gedanke, aber trotzdem:


Wo steht (in welchem Gesetz?) eigentlich geschrieben, dass an Silvester die Nachtruhe aufgehoben ist?
Und, darf man in der Weiberfastnacht Krawatten abschneiden?
Ist das gelebte Anarchie?
Gelebtes, geduldetes Brauchtum, innerhalb eines rechtsstaatlichen Graubereichs?

Ist das so?
Nirgendwo steht geschrieben (zumindest nicht, dass ich es wüsste), dass an Silvester die Nachtruhe ausgesetzt ist.
Wenn ich also laut sein darf, und alkoholisiert - darf ich dann auch kiffen?
Natürlich nicht! Dies widerspricht dem Betäubungsmittelgesetz, und dieses gilt jeden verdammten Tag in jedem verdammten Jahr.

Es bleibt festzuhalten:
An Karneval ist sexuelle Belästigung (im Extremfall) ein Karnevals Kavaliersdelikt.
Die Benutzung öffentlicher Infrastruktur ist an Karneval nicht einklagbar (Rosenmontagszüge)?
An Silvester, wird mich niemand erst nehmen, wenn ich nach 0:00h Nachtruhe einfordere.

Dieser Staat, toleriert dies alles, aber will mir verbieten den Rauch diverser Pflanzen einzuatmen?
Noch nicht mal an Silvester oder Karneval?
Wo sonst, so ziemlich alles erlaubt ist?

Was soll dieser Text, mögt ihr Euch fragen:
Geht es um die Hinterfragung der Legislative und Judikative?
Bingo! Richtig!

Aber geht es auch vielleicht um die Legalisierung illegaler Pflanzen? Oder überhaupt um die Frage, ob Pflanzen illegal sein können?
Mmh. Möglicherweise.

Geht es in diesem Text vielleicht darum, dass Recht und Gerechtigkeit höchst subjektiv sind?
Darum, dass nicht nur das individuelle Gerechtigkeitsgefühl, sondern auch dass das staatlich sanktionierte gleichsam sehr subjektiv ist?

Vielleicht!

Argumentiert, liebe Leser, ob, und möglicherweise welchen Sinn dieser Text hat!
Ich möchte Euch keine Meinung liefern, die ihr zu verdauen habt.

Ich überbringe Euch nicht mal eine Information, die ihr selbst nicht wisst.
Nichts, was ich geschrieben  habe, wird irgendjemanden neu sein,

Ihr könnt  mich gerne an mir abarbeiten - aber die Intension dieser Zeilen ist die Auseinandersetzung mit Euch selbst.

Lebt ihr, was ihr glaubt?
Glaubt ihr, was ihr lebt?

Grüße von einem verstörtem Dude
und, wie ich hoffe,
auch einem verstörendem Dude.

P.S.:
Liebe Leser:
Fühlt Euch nicht angegriffen!
Mich selbst greife ich an!

Grüße,
Dude

Dienstag, 24. Dezember 2013

Santa Duderich feiert - das Ende des Konsumrausches

Abteilung: Konsum - im Gedenken an Jesus Geburt.

Auf glitzernde Weihnachtsbäume stehe ich ja nun gar nicht. Sowieso ein heidnischer Brauch, den ich, obwohl ich Atheistin bin, nicht folge.

Jesus, als historische Figur, würde wohl im Strahl kotzen, wenn er erfahren würde, welchen Konsumrausch seine Geburt, kapitalistisch interpretiert, auslösen wird.

Ich selbst feiere Weihnachten, weil danach Menschen wie ich nicht mehr mit Weihnachtsmusik penetriert werden. Weil ich keine, mit Einkaufstüten beladende, gehetzte Menschen mehr sehen muss.
Ich wähnte mich in der Hölle, während ich in der Vorweihnachtszeit meine Einkäufe tätigte.

Glitzer und Konsum.

Was genau hat das mit dem Christentum zu tun?

Was hat das mit dem zu tun, was Jesus predigte?

Ich bin ungläubig, ein Heide gar. Habe nie die Bibel gelesen - erfahre aber tagtäglich, wofür jene eintreten, die sich Christen nennen.
Es gibt sogar eine Partei, die das Attribut 'christlich' in ihrem Namen führt.
Diese Partei fühlt sich der Wirtschaft verpflichtet.
Dem Wirtschaftswachstum.
Keine Solidarität mit den Armen und Abgehängten ist von denen zu spüren.

Ich selbst bin Atheist, aber ein spiritueller Mensch - der sich fragt, was Weihnachten in der heutigen Zeit noch mit christlichen Werten zu tun hat.

An alle Christen und Nichtchristen möchte ich die Frage richten:
Dient Weihnachten mehr dem Konsum - der Absatzraten, oder doch der Vergegenwärtigung humanistischer Werte?

Ist Weihnachten in unserem Kulturkreis gar ein kapitalistisches Fest?

Was hat in unserer Gesellschaft die relevantere Bedeutung:
Der Konsum, oder doch die Besinnung auf Bescheidenheit, auf Besinnlichkeit, .... auf Menschlichkeit?

Wie auch immer die Antwort ausfallen mag:

Santa Duderich wünscht Euch ein fröhliches Weihnachtsfest.

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Zitat des Tages

 Abteilung: Leichenfledderei

Anne Will:
"Heute wäre Willi Brandt 100 Jahre alt geworden; aber eins ist sicher: Er wäre stolz auf seine Enkel gewesen!"

(Anmoderation in der Sendung 'Anne Will')

Sonntag, 15. Dezember 2013

Vier Jahre Muppets-Show

Abteilung: Hand- und Sprechpuppen

Die Verwaltung 'alternativloser' Verteilung des gesellschaftlichen Vermögens zu den Vermögenden kann also weitergehen. Weitere Ungerechtigkeiten und Unzumutbarkeiten sind für die CDU noch besser zu verkaufen, wenn sie von den sog. Sozialdemokraten mitgetragen werden. Die SPD verkauft diese Regierungsbeteiligung als staatstragend und vernünftig. Aber sie verwaltet (mit) die 'Vernunft des Marktes'. Dafür aber braucht man diese Partei nicht - dafür hätte man die FDP über die 5%-Hürde wählen können.

Sicherlich hätte ein negatives Votum der SPD erst einmal geschadet. Der Sozialdemokratie (und auch der Demokratie an sich) hätte es genutzt. Auch die CDU wäre in der Klemme gewesen. Der einzige denkbare Koalitionspartner wären die Grünen gewesen, die aber bereits zuvor schon ziemlich deutlich ihren Unwillen bekundet haben, sich in den Schwitzkasten der CDU zu begeben.

Es wäre bei einem abschlägigem Votum der SPD-Mitglieder vermutlich auf Neuwahlen hinausgelaufen. Möglicherweise hätte die AfD oder/und die FDP dann Fraktionsstärke erlangen können. So schlimm fände ich dies gar nicht - sollen sie sich doch blamieren!

So aber haben die SPD-Mitglieder den Weg für die weitere Selbstdemontage ihrer Partei freigegeben. Wenn die SPD unter 20% rutschen wird - vielleicht ist das dann endlich Anlass für personellen und inhaltlichen Wechsel. Sicher bin ich mir nicht - die Erkenntnisresistenz der modernen SPD sollte man nicht unterschätzen...

Uns erwartet ein absurdes Theater mit Hand- und Sprechpuppen.
Meine Rolle als Blogger in den nächsten vier Jahren wird wohl sein, in dieser Muppet-Show vom Balkon aus hinunterzublöcken.

'Hehehehehe!'

Samstag, 14. Dezember 2013

Kein Land in Sicht

Abteilung: Die demokratisch legitimierte immer weiter aufgehende Schere

Es wird wohl die selbsterfüllende Prophezeiung werden. Die SPD-Mitgliederabstimmung wird ergeben, dass eine große Koalition den Weg gebahnt wird.
Erhellend wäre, zu fragen, WARUM  genau, die SPD-Mitglieder wohl mehrheitlich mit 'Ja' abgestimmt haben.

Weil sie eine große Koalition wollen? Mäh!

Weil sie den Koalitionsvertrag für sozialdemokratisch empfinden? Mäh!

Weil sie ihre Partei retten wollen, vor dem Loch, in der diese Partei sonst fallen würde?
Mmh, das klingt dann doch wahrscheinlicher.

(....)

Ich habe nie aufgehört, ein Sozialdemokrat zu sein. Seit Schröder - und seiner unsäglichen Agenda 2010 - ist die SPD nicht mehr die Partei der sozialen Gerechtigkeit. Die SPD steht nicht mehr authentisch dafür ein, überbordenden Reichtum auf Kosten der Unterprivilegierten entgegenwirken zu wollen. Schröder prahlte damit, den Niedriglohnsektor ausgebaut zu haben. Löhne von denen keiner leben kann. Niedriglöhne, die von Steuergeldern subventioniert werden, damit diese über die Runden kommen.

Die Vermögensteuer ist niedriger als unter Kohl. Reiche, Privilegierte werden immer weniger belastet, und Abgehängte suchen in Mülltonnen nach Pfandflaschen, damit sie irgendwie über den Monat kommen.

Mit keinem Wort steht eine stärkere Beteiligung von den wirklich Reichen am Gemeinwohl im Koalitionsvertrag. Die Profiteure dieses System bleiben weiterhin unangetastet.
Warum ist das so?
Blöde Frage, ich weiß es ja: Weil sie die wirkliche Macht haben - unabhängig von irgendwelchen Wahlergebnissen.
Verschwörungstheorie? Kann sein.
Eine größere Verschwörungstheorie ist in meiner Wahrnehmung aber, dass durch diese Demokratie dass Gemeinwohl Ziel politischen Handelns ist.

(...)

Ich selbst würde mich freuen, wenn das Ergebnis der Mitgliederbefragung 'negativ' ausfallen würde.

Denn das genau, wäre die Chance sich als Partei, die sich sozialdemokratisch nennt, neu zu formieren.

Die SPD ist seit Schröder schon lange in einer Identitätskrise. Solange sie nicht muss, wird sie sich nicht ändern. Solange sie nicht authentisch für die Interessen der Arbeitnehmer eintritt, wird sie - und das soll auch so sein - weiterhin an Zustimmung verlieren.

Sicherlich wäre ein Votum der SPD-Mitglieder GEGEN die Koalition ein Super-GAU für die Parteiführung.

Aber dieses braucht wohl die SPD um sich neu zu formieren und sich der Linke zu nähern. Es braucht ein Personalwechsel, es braucht eine Distanzierung zur Agenda 2010.

Momentan ist diese Partei in der Beliebigkeit angekommen. Man traut ihr jeden Kniefall gegenüber neoliberaler Marktgläubigkeit zu.

Die meisten SPD-Mitglieder werden wohl versuchen, eine momentane Schmach ihrer Partei abzuwenden - und deshalb dem Koalitionsvertrag, zustimmen.

Damit werden sie aber letztendlich das Grab ihrer Partei schaufeln, welche sie doch retten wollen.

Vielleicht ist das auch gut so.
Man mag mir entgegensetzen, dass es eine sozialdemokratische Partei braucht.

Ich selbst vertrete die Meinung, dass das 1.) richtig ist, aber 2.) die SPD keine sozialdemokratische Partei mehr ist. Genau sowenig, wie die CDU christliche Werte umsetzen will.

Letztendlich, wird den Reichen gegeben und den Armen genommen.

War schon immer so.

Relativ neu ist, dass dies demokratisch verpackt wird.

Uns wird vorgegaukelt, dass wir das ja alle so wollen.

Und, dass ist das traurige, die meisten glauben dies auch noch!

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Ein nervendes, rosa Tutu

Abteilung: Alles so schön rosa hier!



Werbung soll Emotionen wecken. Und ich gebe auch zu, dass bei mir das anfänglich verfangen hat. Ich fand den Spirit des Spots anfänglich sympathisch. War einfach ein Gefühl, das nicht kritisch hinterfragt wurde.

Werbung wirkt ja bei jedem, außer bei einem selbst, weil man selbst ja viel zu schlau ist, um sich, auch von gut gemachten Spots, manipulieren zu lassen.

Mittlerweile bin ich dermaßen genervt von diesem Spot! Keine Werbepause scheint ohne diesen auszukommen. Ein medialer Presslufthammerangriff auf mein Gehirn, bzw. meine Gefühle. Selbst unter der Annahme, dass es (zumindest kurzzeitig) inspirierend, gar progressiv, sein könnte, einen dickbäuchigen Mann im rosa Tutu zu sehen, so reichen meine bislang erworbenen visuellen Eindrücke diesbezüglich, mittlerweile für gefühlte ca. 396 Existenzen.

Zum Inhalt dieses Spots:
Plot: Liebender Mann erfährt von nicht näher erläuterter Diagnose seiner Frau und kompensiert das, indem er sich in verschiedenen Posen, lediglich bekleidet mit einem rosa Tutu, photographieren lässt.
Stellt dies in's Netz (dank der Möglichkeiten, die Telekom gewährleistet).
Alle finden das cool, eine riesige Solidarisierungswelle entsteht daraus.
So weit, so gut, so Telekom.
  • Wenn man ein gefühlloses Arschloch wäre, könnte man sich fragen, ob diese, durch die Telekom möglich gemachte, Solidarität, die Genesungschancen seiner Frau verbesserte. 
  • Wenn man ein gefühlloses Arschloch wäre, dann könnte man sich fragen, ob eine Solidaritätswelle vielmehr eine Verbesserung des Gesundheitssystems (und damit die Heilungschancen) bewirken würde. Reicht es, Telekom-Kunde zu sein - oder sollte man sich doch besser mal informieren, wofür die Partei eintritt, die man alle vier Jahre wählen darf?
  • Wenn man ein gefühlloses Arschloch wäre, könnte man auch mal hinterfragen, ob dieses Szenario am Reißbrett entworfen wurde, um auch bei denen Gefühle zu entwickeln, die sich selbst abseits vom Mainstream sehen. (Update: Rolle rückwärts: Dies Szenario ist wohl authentisch. Seine Frau hat Brustkrebs. Diese Erkenntnis aber, schockiert mich mehr, als sie mich befriedigt.)
  • Wenn man ein gefühlloses Arschloch wäre, dann käme man wohl zu dem Schluss, dass versucht wird, mit unseren humanistischen, solidarischen Gefühlen schlichtweg Kohle und Rendite zu machen.
  • Wenn man ein gefühlloses Arschloch wäre, dann würde man sich wohl nicht heimlich die Rührtränen aus den Augenwinkel wischen, sondern sich fragen, ob der Spot humanistische oder profitable Intensionen hat.
Letztendlich muss man sich (als gefühlloses Arschloch) doch die Frage stellen, ob das okay geht, zumindest mal zu versuchen, humanistische Werte über dem Umweg des Unterbewusstseins, für Gewinnsteigerungsraten zu korrumpieren.

Ich, als gefühlloses Arschloch, finde mitfühlende Ehepartner im rosa Tutu total scheiße (soweit dies inszeniert ist). Und ich finde die Telekom scheiße, dass sie mit dem Leid von Ehepartnern (mit entsprechender Diagnose des Partners/Partnerin) wirbt.

Auf dem ersten Blick mag dieser Spot humanistisch und progressiv sein.
Letztendlich ist er im hohen Maße menschenverachtend!

Dieser Spot ist nur ein Beispiel unter vielen, dafür, dass Werbung nicht mit Argumenten überzeugen will, sondern mit Gefühlen und Sehnsüchten (und zwar möglichst un[ter]bewusst).

Dies wird weitgehend toleriert ('that's capitalism, stupid!').

Ich nehme das zur Kenntnis, nachvollziehen kann ich es nicht.

Euer gefühlloses Arschloch mit rosa Tutu-Allergie
Duderich

Weiterführendes: Werbung wirkt immer weniger

Sonntag, 8. Dezember 2013

Das Weihnachtsfest

Abteilung: Süßer die Kassen nie klingen!

Oh, Du besinnliche Weihnachtszeit.

Ich selbst bekomme von dieser wenig mit. Sehe nur gestresste Menschen mit vollen Einkaufstüten. Weihnachten ist eine feste Größe der Konjunktur.
Man schenkt, und die Geschenke werden gekauft.
Man feiert das Fest von Jesu Geburt, der im Stall geboren - unter ärmlichsten Verhältnissen.
Ich selbst kann der christlichen Religion wenig abgewinnen. Der Kirche noch weniger.
Was mich aber jedes Jahr auf's Neue ankotzt, ist der kommerzielle Wahn, den dieses Ereignis auslöst.

Weihnachten ist ein Geschäft - eine feste Größe der konsumistischen Nachfrage.
Wir feiern die Geburt Jesus durch eine Orgie des Konsums.

Es ist meiner Meinung nach bezeichnend, dass das Christentum diesen Tag feiert, in dem es gekaufte Produkte verschenkt. Weihnachten ist ein Riesen-Geschäft. Die Register-Kassen klingeln süß!

Weihnachts'märkte' überall.

Man kauft(!) Geschenke, um die Geburt Jesus im Stall zu feiern.

Und der Coca-Cola-Truck zieht weiter...

Eine 'besinnliche' Weihnachtszeit
wünscht
der Dude


Freitag, 6. Dezember 2013

Altruismus - ein Mythos

Abteilung: Auch Jesus wollte sich verwirklichen

Altruismus ist Mythos. Es geschehen und geschahen viele selbstaufopfernde (sic) Handlungen, die Gutes bewirken wollten und oft auch nach sich zogen. Meiner Meinung nach tut man Gutes, weil es einem selbst gut tut.
Der Euro in den Hut eines Obdachlosen, die Spende an die Opfer von Naturkatastrophen. Es tut einem gut, Gutes zu bewirken - man macht es nicht wirklich selbstlos, man 'profitiert' (schlimmes Wort, ich weiß) davon.

Hätte Jesus sich bereitwillig kreuzigen lassen (vorausgesetzt, er war eine historische Person), wenn er nicht einem Wertekodex folgte, auf der seine Selbstverwirklichung beruhte?

Unzählige Personen haben Gutes bewirkt. Aber eben nicht durch selbstloses Handeln, sondern durch selbstbestimmtes Handeln. Denn es braucht das Selbst um überhaupt Stellung beziehen zu können.

Die Beschäftigung mit der eigenen Existenz gerät schnell in die Ecke der Selbstbezogenheit (Egoismus, Narzimus, Utilitarismus, ...)
Für mich ist dies eine Verleugnung des Wesens der Menschen.

Letztendlich wurden ausnahmslos gute Taten vollbracht, weil diese dem Initiator eine positive Rückkopplung des eigenen Selbst bewirkten. Stichwort: Selbstverwirklichung.

Es gibt keine selbstlosen Taten, weil die Auseinandersetzung mit dem eigenen Selbst erst diese möglich machen.

Kritik und Gegenwehr kann nur erwachsen, aus jemanden der SELBST (auch solidarisch) betroffen ist.
Ich selbst bin bspw. kein Hartz IV-Empfänger - aber es betrifft mich!

Nicht aus altruistischen Gründen: ICH fühle mich schlecht in einer Gesellschaft, in der die Opfer zu Tätern stilisiert werden.

Ich bin nicht altruistisch, weil es MIR besser gehen würde, wenn dies anders wäre.

Frage an meine Leser:
Gibt es wirklich 'selbstloses Handeln'?


Donnerstag, 5. Dezember 2013

Slomka, die 'Vierte Gewalt' und die Eigendynamik von Blogs, wie diesem

Abteilung: Der Herzschlag der Blogger

Erstmal die Meta Ebene, oder ein Vorwort:

Dieser Blog ist ein Hobby von mir. Ich verdiene keinen Cent damit - und das will ich auch gar nicht. Meine Währung ist auch nicht Lob, oder Bestätigung.
Er ist schlicht mein Mittel meine Wut in die Welt hinauszuschreien. Dieser Blog ist eine Art Therapie - ich profitiere davon.
Ich schreibe, wenn die Eiterblase der Wut platzt. Letztendlich sind meine Beiträge ein Selbstzweck. Sicherlich würde ich - wenn ich es denn könnte - eine bessere Welt herbeischreiben. Selbstlos wäre auch das nicht - denn wer wollte denn nicht in einer 'besseren Welt' leben?

Ich schreibe also darüber, was mich gerade umtreibt; plärre es in das Internet. Manche Beiträge lösen kaum Resonanz aus (was total in Ordnung geht) und manche entwickeln eine eigene Dynamik.

Und auch dieser Umstand ist Teil der Motivation, diesen Blog zu betreiben. Ich habe nun einige Erfahrungen als Blogger gesammelt, aber immer noch nicht kann ich nur ansatzweise vorausahnen, welche Dynamik ein Text entfaltet.
Vielleicht ist dies genau der Kick, der Blogger antreibt. Zumindest bei mir ist es so.

Bei meinem Beitrag 'Mit der Gesamtsituation unzufrieden' sprach ich mit keinem Wort das Slomka-Gabriel-Interview an. Aber genau dieses bestimmte die Kommentare darauf.
Dies genau ist der Grund, warum ich diesen Beitrag überhaupt schreibe - obwohl mich dieses Interview nicht wirklich umtreibt:

Nun zum eigentlichen Thema:

Slomka wirkte erst ein mal sympathisch, nein, besser ausgedrückt: Sie hat ihren Job als Journalistin gemacht, und nachgefragt. Hat sich nicht mit Allgemeinplätzen zufrieden gegeben, sondern auf eine Antwort auf ihre Frage beharrt.
Es wäre zu schön, wenn dies gut gemacht gewesen wäre. Die Aufgabe der Vierten Gewalt ist es ja schließlich Politik und Machtverhältnisse (in Zeiten wirtschaftlichem Machteinflusses, respektive Lobbyismus, nicht wirklich das selbe) kritisch zu hinterfragen. Man mag sicherlich auch argumentative Gründe anführen können, die dem Mitgliederentscheid der SPD widersprechen. Die Verfassung dafür bemühen zu müssen ist aus meiner Sicht aber schlicht albern und ausgesprochen schlecht recherchiert (zumal die Deutschen gar keine Verfassung haben - diese Chance wurde bei der Wiederveinigung unreflektiert verpasst).
Es gäbe unzählige Gründe, Gesetzesinitiativen über die Konformität mit dem Grundgesetz(!) kritisch zu hinterfragen. Gerade von journalistischer Seite.
Die Frage drängt sich aber (zumindest für mich) auf, ob der Mitgliederentscheid der SPD zu dem Koalitionsvertrag (der nicht rechtlich bindend ist) das Kernthema eines kritisch hinterfragenden Journalismus sein sollte.
Keine Auseinandersetzung mit den Inhalten des Koalitonsvertrges (der weichgespülter kaum sein könnte). Es gäbe genug Gründe, Gabriel und seine Partei kritisch zu hinterfragen.
Man hätte Gabriel ziemlich alt aussehen lassen können. So aber ging er letztendlich als Sieger hervor.

Keine streitbare Journalistin hat dieses Interview geführt, sondern einfach eine emotional geleitete, uninformierte Person, die nicht begriffen hat, welche (wirklich relevanten) Fragen zu stellen sind; und auch gegen wen.
Oder dies nicht will, oder sich dies nicht traut.

Denn: Kann sich irgendjemand von meinen Lesern vorstellen, dass ähnlich mit Frau Bundeskanzlerin Doktor Merkel umgegangen wird???!
Kann sich heute irgendjemand vorstellen, dass die Regierenden und Machthabenden in ähnlicher Form von öffentlich-rechtlichen Sendern hinterfragt werden?
Wie unabhängig ist denn dieses 'unabhängige' (sic!), zwangsfinanzierte Fernsehen?


Ich bin beileibe kein Freund der SPD. Diese in Schutz zu nehmen ist nicht die Intension dieses Textes.

Aber, ich muss zugeben, dass Gabriel hier die besseren Argumente hatte.

Es ist traurig wahrzunehmen, dass die öffentlich-rechtliche Journaille trotz unzähliger möglicher Angriffspunkte versagt. Letztendlich empfinde ich diesen Vorstoß als gescheitertes Beispiel eines kritisch hinterfragenden Journalismus. Um so ärgerlicher, als das wir diesen gerade in heutigen Zeiten doch so nötig hätten.

So aber, werden wir von einer Kanzlerin regiert, die medial unangefochten, durchregiert.

Meine persönliche Meinung:
Wenn nur die, die Merkel (die CDU) wählen würden, weil sie deren Interessen vertritt, dann würde die CDU wohl an der 5%-Hürde scheitern.
Dies gilt übrigens (leider, leider, leider) auch für die SPD.

Ich schreibe hier nicht in erster Linie gegen die Legislative und die Presse an.
Ich schreibe gegen die an, die unreflektiert deren propagandistische Manipulation annehmen.

Nochmal Kant: 'Habe den Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen!'

Montag, 25. November 2013

Die Geister, die man rief

Abteilung: Einblicke in das Verständnis der SPD-Führung zur Basisdemokratie

Sigmar Gabriel wurde in den Koalitionsverhandlungen wohl gebrieft einen Werbefeldzug für den Mitgliederentscheid der GroKo zu halten.

Ursprünglich wurde der Mitgliederentscheid als urdemokratisches Mittel der ach so fortschrittlichen SPD propagiert. Man wollte sich an den erstrittenen Ergebnissen messen lassen. So die offizielle Version um gestärkt in die Koalitonsverhandlungen gehen zu können.
Das Wahlergebnis war schlecht. Dies, so ist meine Interpretation, war eine Strategie, das schlechte Wahlergebnis in den Koalitionsverhandlungen kompensieren zu können. Kurzfristig mag dies sogar funktioniert haben.

Nun aber, wo als Ergebnis nur ein klein-klein herauskommt und die Zustimmung der Basis wegbricht - nun wird offen vom Parteivorsitzenden Druck auf die SPD-Mitglieder ausgeübt?
Wie geht das zusammen?

Entweder man lässt die SPD-Mitglieder (offen) über den Koalitionsvertrag entscheiden, oder eben nicht.

Der von Gabriel praktizierte Versuch ausgerechnet an die sozialdemokratische Seele zu appellieren kann ich nur als Treppenwitz der Parteigeschichte verstehen. (Link zu einem Artikel der taz)

Man wird am Abstimmungsergebnis sehen, was die Pointe dieses Treppenwitzes ist, und wer letztendlich darüber lachen kann.

Das Demokratieverständnis der SPD-Parteigranden drückt sich wohl ausschließlich darin aus, die Freiheit zu haben, der Parteiführung Recht zu geben.

Hier geht es nicht darum, Inhalte sprechen zu lassen und die Basis zu überzeugen. Hier wird an den Kadavergehorsam appelliert um den eigenen Weg zu den Machttrögen zu ebnen.
Es wäre ein Kanter-Sieg, den die SPD in der GroKo kurzfristig erringen würde. Der Preis dafür wäre langfristig (nächste Bundestagswahl) viel zu teuer.
Das ahnt die Basis, während die Parteiführung dies billigend in Kauf nimmt.

Deshalb haben Karrieristen, wie Gabriel solche Angst vor dem Abstimmungsergebnis. Steinmeier, der bislang jede Wahl verloren hat (bei seiner Kanzler-Kandidatur hat er kolossal verloren und ließ sich daraufhin feiern) winkt jetzt schon der Außenministerposten. Wie groß müssen die Niederlagen der SPD sein, um über einen Wechsel der Personalien nachzudenken?

Die SPD fühlt sich nicht dem Votum ihrer Mitglieder verpflichtet, sondern verpflichtet ihre Mitglieder zur zustimmenden Entscheidung.

Mit solch einem Demokratieverständnis sollte man keine Mitgliederbefragung durchführen...

Freitag, 22. November 2013

Mit der Gesamtsituation unzufrieden

Abteilung: Es lebe die Stagnation

Es ist ja schon ein wenig Scheiße, alles.
Naturkatastrophen, die alle paar Wochen hier und da einschlagen.
Fokushima brutzelt täglich vor sich hin und konterminiert Festland und Ozean.
Verreckende Hungerflüchtige im Mittelmeer.
Artensterben und Massentierhaltung.
Zunehmende soziale Spaltung, einhergehend mit dem Abbau sozialer Leistungen (und der Verfolgung und Diskriminierung der Empfänger).
Verfolgte Faktenverkünder und beklatschte Lügner und Betrüger (Snowden/Hoeneß).

Eine drohende große Koalition, mit keiner Vision der Gesellschaftsgestaltung, dafür aber mit ausgeklüngelten Kompromissen.
Kein Sekt und kein Selters: Apfelsaftschorle.

Wenn nicht die nächste Konsolengeneration zum Weihnachtsgeschäft winken würde, wenn die Smart-Phones und Tabletts nicht so cool und bunt wären - man würde fast verzweifeln.

So aber geht alles weiter. Alles doof irgendwie, aber man hat coole Apps zum herunterladen und das Fernsehen lässt einen abends auch nicht mit den eigenen Gedanken alleine.
Wir haben ja schließlich auch ein zwangsfinanziertes, öffentlich rechtliches Fernsehen, was ganz doll die Bevölkerung aufklärt, unabhängig ist und zur politischen Meinungsbildung beiträgt.

Alles suboptimal (danke Frau Schröder für diese Wortschöpfung) aber doch immer noch nicht schlimm genug um breiten Widerstand gegen bestehende Verhältnisse auszulösen.

Der alltägliche Wahnsinn ist eben durch seine Allgegenwärtigkeit, die Norm.
Dagegen aufzubegehren ist bestenfalls sinnlos, im schlechteren Fall zieht es geheimdienstliche oder sog. verfassungsschutzrechtliche Verfolgung nach sich.

Dies ist kein Gesellschaftssystem, welches Ausdruck eines gesamtgesellschaftlichen Interesses dient. Macht und Reichtum beeinflussen die Gesellschaftsordnung - direkt und indirekt.

Noch ist es nicht schlimm genug, dieses System in seiner Dynamik grundlegend anzuzweifeln.

Irgendwann wird dieses System aber auch zu schlimm sein, um Kritik schadlos dagegen zu äußern (in vielen Teilen ist dies jetzt schon der Fall). Mitgelesen und gehört wird ja auch heute schon.

Gerade wir Deutschen sollten doch gegenüber der Problematik des Faschismus sensibilisiert sein.

Sind die Reichen und Mächtigen nicht die 'neuen Arier' und die abgehängten Sozialleistungsempfänger nicht die 'neuen Juden'?
Haben erste nicht zuviel Einfluss und müssen Letztgenannte nicht um grundgesetzlich garantierte Menschenrechte fürchten (gesellschaftliche Teilhabe, Berufsfreiheit, Informationsfreiheit, Vertragsfreiheit [Eingliederungsvereinbarung], ..)?

Die Karawane zieht weiter. Es gibt schließlich nichts zu sehen.

Wer die Umsetzung sozialer Gerechtigkeit (und entsprechender Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums) der SPD noch immer zutraut (egal ob in der großen Koalition, oder sonstwo), ist entweder uninformiert, naiv, oder erkenntnisresistent.

[... 'Die echten Sozialdemokraten haben alle bereits die Partei verlassen, die verbliebenen Mitglieder sind nur noch dem Namen nach Sozialdemokraten und genau genommen eine Art von Piraten: Sie haben das Flagschiff der deutschen Arbeiterbewegung übernommen und zu einem stinkenden Frachter des Manchesterkapitalismus, der sich heute Neoliberalismus nennt, gemacht! Wer heute auf die SPD baut, der baut auf Treibsand – und daran ändert auch nichts der Beschluss, zukünftig grundsätzlich auch mit der Linkspartei koalieren zu wollen: Damit wollen die nur ihre Verhandlungsposition gegenüber CDU und CSU stärken, denn solange sie ohne die keine theoretische andere Mehrheit schaffen können, ist die beim Postengeschacher um gut dotierte Positionen in der besseren Verhandlungsposition! Und schließlich müssen die Genossen in Sachen eigener sozialer Aufstieg, um was anderes geht es diesen Genossen doch gar nicht mehr, viele hochdotierte Jobs bekommen, damit sie ihre politischen Ziele, das Füllen der eigenen Taschen, erreicht werden kann. Und mit der Linkspartei werden die erst koalieren, wenn auch dort die neoliberalen Raffhälse die Partei übernommen haben; es wird genauso sein wie bei den Grünen: Erst als diese wesentliche Punkte ihrer Ziele (Friedenspolitik, soziale Verantwortung) über Bord geworfen haben, hat man mit ihnen gemeinsame Sache gemacht. Nur den Umweltschutz hat man angenommen, wer will schon sein zusammengerafften Reichtum auf einer Müllkippe genießen?' ...]
Quelle Freies in Wort und Schrift

Sollten in der sich anbahnenden Koalition die Reichen ärmer werden und die Armen reicher, so bin ich gerne bereit, meinen vollen Aschenbecher über mein Haupt zu entleeren.

... warten wir mal den nächsten Armut-Reichtums-Bericht ab!

Wie genau definiert sich eigentlich 'Sozialdemokratie' ?

Donnerstag, 21. November 2013

Dieter Hildebrandt has left the building

Abteilung: Die Besten sterben jung

Es ist heuer für einen Blogger fast eine Pflichtübung einen Nachruf für Dieter Hildebrandt zu verfassen. Nicht, dass es mir an Motivation fehlte - ich fühle mich schlicht überfordert, angemessene Worte zu seinem Ableben zu formulieren - und dabei Plattitüden zu vermeiden.

Die Nachricht seines Todes erwischte mich wie ein Eselhuf in die Magengrube.
Da starb kein 86-jähriger, kein Greis, sondern jemand, der voller Energie war, der immer noch viel zu sagen hatte - und dem dies auch, bis kurz vor seinem Tod, in unnachahmlicher Weise gelang.

Da starb kein alter Mensch; da starb ein junger und aktiver Geist. Vor allem ein kritische Geist, der die Perversionen seiner Umgebung benannte. Sein Schwert war das Wort und er vermochte es trefflich zu führen.
Es war kein herzliches Lachen, welches er einem entriss, sondern oft ein Lachen über traurige und unmenschliche Zu- und Umstände. Man lachte mit ihm, und diese Lachen machte einen stets ein wenig weiser und kritisch hinterfragender. Manchmal lachte man sich förmlich die Wut herbei.

Hildebrandt war der Godfather des deutschen politischen Kabaretts. Undenkbar, wo das politische Kabarett ohne ihn wäre. Ohne die Inspiration, seinem konventionen-sprengenden Mut, den er vorgelebt hat.

Nun, da er sich nicht mehr spitzzüngig wehren kann, wird er neben Menschen, denen man dies ohne Sodbrennen abnehmen kann, auch u.a. von Marionetten wie Gauck, Seehofer, Gabriel und Westerwelle posthum gelobhuddelt.
Die Replik gegen jene Nachrufer, deren Menschen- und Weltbild ihm zu seinem Schaffen antrieb, werden wir leider nicht mehr zu hören kriegen.
Eine schöne Vorstellung ist es allemal...

Ich hoffe, dass das von ihm mit-initiierte Projekt des Störsenders seinen Geist weiterlebt / überlebt. Denn wir brauchen jede Form von Gegenkultur.

Wir brauchen eine Kultur der Reflexion und des kritischen Hinterfragens bestehender und immer inhumaner und absurder werdenden Zustände.

Dies ist wohl das Erbe, was diese herausragende Persönlichkeit uns hinterlässt.

Nun werden wir, ohne Deinen in's Fleisch der Deutungshoheit getriebenen Stachel, auskommen müssen.
Ich hoffe, dass Deine Saat auch posthum noch Früchte tragen wird.

Wir bräuchten Dich - auch in zehn Jahren noch.
Aber irgendwann holt jeden der Schnitter.

Du aber hast Deine Fußabdrücke in unser Bewusstsein hinterlassen.

In größter Hochachtung und Respekt nehme ich von Dir Abschied.

Schöner Text zu dem Thema

und hier

Mittwoch, 20. November 2013

Paradoxien

Abteilung: Warum sind 'Gutmenschen' eigentlich immer links verortet?
Oder: Die demokratisch gewählte Abwicklung unserer Zukunft

Ich will die große Koalition nicht. Eine gesichtslose Masse, die sichere Verhältnisse anstrebte, wollte sie wohl.
Die, die das glaub(t)en:
Alles gut soweit; Veränderungen = Risiko = Bedrohung des Status Quo.

Seit der Agenda 2010 ist die Fallhöhe tief.
Da will man als 'Michel' keine Experimente wagen.

Aber, zumindest meine Wahrnehmung nach, war das gestern:

CDU Wähler (sprich: Konservative) sehen mittlerweile - medial befeuert - eine 'Sozialdemokratisierung' der CDU.  Die neoliberale Marktgläubigkeit wurde mit den sogenannten Liberalen (sic!) begraben. Sogar über einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn wird in den Koalitionsverhandlung debattiert!
Sozialistisches Teufelswerk, denen wahrlich Konservativen den Schwefelgeruch in die Nase treibt.
Die immanenten Kräfte des Marktes ausgehebelt durch die Gleichmacherei der Sozen?
Bei dem Wahlergebnis?

Aber, ich denke, Merkel selbst, hat in den letzten Wochen an ihrem Glanz verloren.
Von der Sprachmaschine Seibert abgesehen, haben Pofalla und Friedrich nicht wirklich einen guten Job abgeliefert.
Schließlich bedient(e) Merkel ja geschickt auch nationale Gefühle.
Letztendlich nehmen es auch CDU-Wähler ihr nicht (mehr) ab, dass sie gegen die USA (und deren Geheimdienste) letztendlich nicht doch einknickt. Ob nun ihr Handy abgehört wird, oder ihr privater Rückzugsraum verwanzt ist.
Der Nimbus der Weltenlenkerin leidet unter der Causa NSA.
Merkel als Marionette? Als nicht souverän, dies aber vortäuschend?
Wer glaubt denn (selbst unter den CDU-Wählern), dass Merkel, Friedrich, Pofalla in der USA-Administration ernst genommen wird?

Ich prognostiziere (man möge mich später daran messen....) das Merkel fallen wird.
Glaube nicht, dass sie die Legislaturperiode überstehen wird.

Wir werden sehen...


Die SPD-Mitglieder und -Wähler wollen natürlich auch keine große Koalition. Viel zu groß ist die Angst, als Partei marginalisiert zu werden. Schon jetzt ist die SPD keine Volkspartei mehr.
Die Zeiten unter Brandt werden herbeigesehnt, als die SPD noch für Visionen und Opposition einstand.

Heute hat die SPD Gabriel- und einen Steinbrück, von dem man nach dem gescheiterten Wahlkampf (Überraschung!) nichts mehr gehört hat.

Die SPD wickelt sich ab. Soziale Gerechtigkeit ..., deren Um- ja, Durchsetzung traut dieser Partei wohl noch die wenigsten zu. Diese Unfähigkeit kaschiert man dann gerne unter 'Wirtschaftskompetenz'.
In dieser Logik kann man dann auch feiern, den Niedriglohnsektor ausgebaut zu haben.
Einfach nur erbärmlich.
Selbst der ultra-konservativen und marktgläubigen CDU vermag es die SPD nicht mal eine Opposition entgegenzusetzen. Will es gar nicht - strebt es nicht mal an...

Welcher Sozialdemokrat im Herzen mag unter diesen Prämissen eine Koalition mit der CDU anstreben?


Als Alternative Schwarz-Grün?
Lediglich ein Eiertanz mit anders gefärbten Eiern (nicht gleichzusetzen mit Cochones). Ob schwarz-rot oder schwarz-grün: Nichts würde sich im Sinne der Bevölkerung ändern. Die selbe Verarsche unter anderem Etikett.


Am meisten aber habe ich Angst vor Rot, rot, grün (im Neumund R2G):
Ich will die Partei DIE LINKE als Opposition!
In einer korrumpierten Demokratie brauchen wir diese kläglichen Reste einer Opposition.
Ich (vielleicht auch Andere?) brauchen überhaupt eine Opposition!

Ich habe Angst, dass diese selbst korrumpiert wird (in einem dogmatischen Systemdeterminismus).
Denn auch die Linken sind nicht unkorrumpierbar.
Der Mensch ist Mensch.

Ich habe Angst, dass die einzige Opposition unter R2G vereinnahmt werden könnte.

Auch die Linken sind keine Heiligen, die unkorrumpierbar sind und ihre Existenz opfern würden, für die Sache.
Manche schon - aber die wenigsten.
Wer diesen dies vorwirft, sollte dann aber auch die Größe besitzen, dafür einzustehen moralisch weiter zu sein!
Unkorrumpierbar zu sein, und seine Existenz  für eigenen Werte bereit sein zu opfern.
(Bsp.: Snowden)

Ansonsten: Vielleicht einfach mal die (neoliberale medial-zugerichtete und markt-gläubige) Fresse halten!
Es vielleicht einfach mal unterlassen, seine eigen Feigheit als Mut einzupreisen...

Letztendlich läuft es darauf hinaus:

Marktgläubigkeit oder Humanismus?

Wer steht wofür ein - und wer hat letztendlich die besseren Argumente?

Und wer hat die Vernunft(!) auf seiner Seite?

Wer, also will (noch) eine große Koalition - und warum???

Wenn sie denn nun keiner (mehr) will; warum ist sie in unserem demokratischen Gefüge so unabwendbar - jenseits von Parteistrategie?

Montag, 18. November 2013

Armut - im Geiste, und in der Realität

Abteilung: Unreflektierte Gedanken

Die Erde.
Ja, sie lebt noch. Du Luft ist noch atembar.
Die meisten verhungern nicht.
Die Wenigsten fallen Naturkatastrophen zum Opfer.

Es gibt Reiche und Arme.
Das war schon immer so.
Und es soll auch so bleiben - um das Wertegefüge zu erhalten.

Die Wirtschaft muss wachsen.
Nicht wie die Natur - denn diese hat Grenzen.

Kein Baum, der nicht aufhört zu wachsen. Kein anderes Wesen.

Aber die Wirtschaft wird ewig wachsen.

Denn das brauchen wir, das wollen wir, und das glauben wir.

Reichtum wird wachsen, und naja, Armut auch.

Das ist nun mal so. Es ist alternativlos.

Hört nicht auf die naiven Spinner, die etwas anderes behaupten!

Akzeptiert dieses System, denn es gibt kein anderes.
Außerhalb dieser Logik ist alles Spinnerei.

Fügt Euch dieser Logik und versucht zu funktionieren.
Arbeitet und konsumiert von Eurem Lohn!

Ihr dürft alles tun, außer nachzudenken, kritisch zu reflektieren und dieses System in Frage zu stellen.

Das kann ja wohl nicht so schwer sein!

Vorausgegangene Generationen konnten doch auch wegschauen!
Ihr könnt das auch!
(Bitte weitergehen - es gibt nichts zu sehen)

Mittwoch, 13. November 2013

Der ganz normale Wahnsinn

Abteilung: Eine Kafkaeske, die sich Realität nennt

Wir werden unseren Lebtag darauf konditioniert, was normal und was nicht normal ist. Die Norm, das ist das, was wir alltäglich sehen, hören, lesen, ja sogar schmecken (man mag dafür die Liste der Lebensmittel auf ihre Inhaltsstoffe prüfen).
Aber ist dies denn auch 'normal' im Sinne der Vernunft und des eigenen reflektierten Verstandes?

Wer die gelebte Norm kritisiert, der ist ein Spinner, ein Naiver, ein Gutmensch und Salon-Linker. Naiv sowieso, da die Sachzwänge nicht begriffen werden, die uns doch tagtäglich vermittelt werden.

Es ist auch normal, dass man im Alltagsleben kaum ein Sichtfeld hat (außer man geht in die Natur, was sowieso total out ist - womöglich leidet der Handy-Emfpang darunter) welches nicht von Werbung korrumpiert und perforiert ist. Der urbane öffentliche Raum ist eine Pin-Wand von Werbebotschaften des Konsumwahns.
Wir bekommen permanent oktroyiert, was wir wollen sollen.
Was wir anzustreben haben.
Wir werden täglich darauf zugerichtet nicht unser eigenes, individuelles Glück zu suchen, sondern funktionierender Teil eines Wirtschaftswachstums zu sein, welches anderen dient.

Stichwort Lifestyle:
In einer ansonsten beschissenen Welt, in der unästhetisch und unbemerkt täglich Menschen aufgrund ihrer Irrelevanz - sprich Armut sterben.

Ein alltägliches Beispiel:
Gestern war im staatlichen und zwangsfinanziertem Morgenmagazin Thomas Rath zu Gast. Unreflektiert wurde er vom Moderator (schick mit Sakko, inkl. Lederapplikationen) als Godfather des guten Geschmacks präsentiert.
Während meines morgendlichen Kaffees bekam ich einen Gecken präsentiert, ausstaffiert, wie jemand, der die alten Sachen von Elton John aufträgt.
Sicher, über Geschmack mag man sich streiten. Muss man nicht, kann man aber.
Aber dieser zog dann in einem Einspieler in eine Fußgängerpassage und sagte, was optisch geht - und was nicht.
Vermisst habe ich in der ganzen Chose eine relativierende Bemerkung des öffentlichen Fernsehens. Der Moderator war lediglich Stichwortgeber dafür, was Man(n) zu tragen hat, was Mode ist. Maniküre und Pediküre inklusive. Man(n) ist gepflegt, modisch und auf der Zeit.

Schlimm genug, dass Frauen dem Modediktat hinterhereilen - jetzt muss auch der Mann ran. Denn der gepflegte, modebewusste (kurz: moderne) Mann birgt auch Absatzpotential an Textilien und Kosmetika. Neue Märkte wollen erschlossen werden.

Mir persönlich würde es am eigenen Knackarsch vorbeigehen, wenn irgend ein selbsternannter Modezar mir seinen, mir nicht zugänglichen Geschmack, aufdrücken wollte. Mir erzählen wollte, was 'in' und 'out' ist.

Eigener Geschmack ist 'das neue Schwarz'!

Der wirkliche 'Lifestyle' ist der eigene Ausdruck, wie Ihr Euer Leben lebt! Jenseits irgendwelcher (gar medial vorgegebener) Konventionen!

Das hat nicht mit den Sachen zu tun, die ihr tragt, hat nichts damit zu tun, welchen Duft ihr habt und welchen Joghurt Ihr esst.

Lasst Euch Eure Meinung nicht von irgendwelchen Konzernen korrumpieren!
Drückt Euch nicht über irgendwelche hippen Marken aus - sondern über Eure Haltung!

Betrachtet Werbung (aber auch öffentlich-rechtliche Sendungen - siehe Beispiel) als Gehirnwäsche, Eure Wünsche und Sehnsüchte kommerziell auszubeuten!

Auch wenn es permanent auf Euch einrauscht:
Das Glück liegt im Blick, im Händedruck und im Kuss. Im speziellen Moment.

Dafür braucht es nicht, die Tipps eines selbsternannten Geschmacksdiktartors, keinen speziellen Rassierwassers, keiner neu patentierten Rasierklinge und keines Shampoos.

Das Glück, was wir alle anstreben, lässt sich nicht erkaufen!

Wir werden täglich verführt, dies zu glauben. Dies aber dient ausschließlich dem Kommerz.

Wahre Gefühle sind nicht abhängig davon, welches Produkt man benutzt, oder besitzt..

(...)

Und, um auf die Meta-Ebene hinaufzuschwingen:

Die CDU steht nicht für Sicherheit, und die große Koalition auch nicht.
Beide werden unten nehmen und oben geben.
Aber das ist ein anderes Thema.

Vielleicht ist es das eigentliche Thema...

Vielleicht ist beides, kommerzielle Werbung und Parteigebahren, der manipulative Missbrauch an Sehnsüchten und Wünschen...

Dienstag, 5. November 2013

Parteispenden Klatten, Quandt & Co.

Abteilung: Die beste Politik, die man sich kaufen kann

Parteienspenden über 50.000 € - 2013 (Quelle: Bunderstag.de) 
(frühere Jahre können auf der verlinkten Seite eingesehen werden)

Sonntag, 3. November 2013

Snowden: Freund und Feind

Abteilung: Fakten vs. politisch freigegebene 'Wahrheit'

Ströbele hat einen Coup gelandet. Hat es sogar in die amerikanischen Medien geschafft, in denen er als deutscher Außenminister tituliert wird. Selbst sein Name wurde falsch wiedergegeben.
Haben die kein Google?

Egal. Snowden hat also bekundet, dass er Fragen der deutschen Ausspähung beantworten will, wenn er vor amerikanischer Verfolgung geschützt wird.

Es wird nicht soweit kommen. Auf deutschem Grund wird Snowden nicht die Sicherheit erwarten, die ihm der Systemfeind Russland garantiert und gewährt.

Denn wir sind seit dem verlorenen zweiten Weltkrieg eine Konklave der USA. Auch wenn sich unsere politischen (und demokratisch legitmierten) Volksvertreter, insbesondere deren Oberhaupt, nicht zu schade sind, einen (Mein-)Eid darauf zu schwören, Schaden vom deutschen Volke abzuwenden, so werden die Interessen des deutschen Volkes stets denen der USA untergeordnet.

Die (gespielte) Empörung der Merkel, wird niemals in die Konsequenz münden, dem, der die Gründe diese Empörung erst offen gelegt hat, Asyl zu gewähren.
Hier genau, wird die gesamte Charade der momentanen und zukünftigen Fadenscheinigkeit der Empörung konkret und durchschaubar:

Die Informationen, die durch den Whistleblower Snowden erst bekannt wurden - und der kolportieren Empörung dienen, münden nicht in der Konsequenz, Snowden Asyl zu gewähren.
Reichen nicht mal dazu, Snowden durch die Kanzlerin zu loben. Diese echauffiert sich, über die Erkenntnisse, die durch diesen zugänglich geworden sind. Dies aber hat nicht mal zur Konsequenz, den Staatsfeind Nummer eins der USA (Bin Laden wurde ja liquidiert) auch nur namentlich zu erwähnen.

Dies, so nehme ich es zumindest wahr, ist Ausdruck einer Feigheit gegenüber der USA.

Man (be-)nutzt die Wahrheit, solidarisiert sich aber nicht mit deren Überbringer.

Dies alles lässt der Hoffnung wenig Raum, dass die kommende Regierung Rückrat beweisen wird und für des Volkes Wohl eintritt.

Meine Prognose ist, dass der Sozialstaat weiter geschleift werden wird. Dass die SPD weiterhin (verdientermaßen) an Zustimmung verliert.

In meinen kühnsten Träumen mag eine APO dieser erdrückenden (und absehbaren) Regierungsformation Einhalt gebieten.
Optimistisch bin ich nicht. Ich glaube daran, dass sich die soziale Schere noch weiter öffnen wird.
So lange, bis ein den Elementarbedürfnissen geschuldeter Widerstand unvermeidlich sein wird.

'Erst kommt das Fressen, dann die Moral.'
Dreigroschenoper - Berthold Brecht

Mal schauen, wohin die Reise hingehen wird.
Ob jene, die die Wahrheit offen legen, Freunde oder Feinde sind.
Ob die Wahrheit uns verkündet wird - oder ob wir uns sie selbst ergründen wollen.

Was ist die Wahrheit?
Wer ist Freund und wer ist Feind?

Jeder sollte seine eigene Wahrheit suchen!
Jeder sollte schmackhaft präsentierte Wahrheiten kritisch hinterfragen!

Um es mit Kant zu sagen:
"Habe den Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen!"

Diesen Mut hatte (meiner eigenen Interpretation nach) Edward Snowden.
Uns bleibt es vorbehalten, was wir mit diesen Informationen anfangen.

Es ist unsere eigene Verantwortung, wie wir darauf reagieren, dass wir verdachtsunabhängig ausgespäht werden.

Jeder sollte sich fragen, welche Handlungen ein Einreise in die USA verhindern.

Man sollte sich fragen, ob die USA für Meinungsfreiheit steht.
Aber man sollte sich auch fragen ob die BRD dies tut.

Man sollte sich fragen, ob die Weltgemeinschaft grundsätzlich demokratischen Prinzipien den Bedürfnissen der Weltgemeinschaft folgt - oder stattdessen der Gewinnsteigerung weniger Privilegierten.

Ihr zahlt für deren Reichtum!
Diese Erkenntnis mag nichts Neues sein.

Dagegen aufzubegehren möglicherweise schon....

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Der kollektive Glaube an imaginäre Werte

Abteilung: Wodka vs. Gold

Es ist eine Binse, wenn ich behaupte, dass Geldnoten nur bedrucktes Papier sind. Der Wert einer Währungs-Note speist sich nicht durch den Eigenwert des Geldscheines, sondern durch das Vertrauen darauf, diesen jederzeit gegen Güter eintauschen zu können.
Das ist eigentlich jedem bekannt, aber nur den wenigsten bewusst.

In den Anfängen der Währung entsprach der Nominalwert dem Sachwert. Es war die Aera der Perlen, Edelsteine, ... und später der geprägten Goldmünzen, deren Materialwert damals noch dem Nominalwert entsprach.
Lange Zeit war der Dollar gekoppelt an den eingelagerten Gegenwert in Gold.
1971 wurde auch das von Nixon aufgehoben, wobei man sich grundsätzlich mal fragen sollte, welchen immanenten Wert Gold eigentlich besitzt...

Sollte das wirtschaftliche Gefüge weltweit kollabieren, würde wohl niemand einen Laib Brot gegen einen Goldbarren eintauschen...

Im momentanen Wertgefüge hat Gold einen Wert, Geldnoten und Aktien, Artefakte und Meißner Porzellan. Rolex-Uhren und gold-bedrucktes Klopapier.
Das ist so, und wird so mit Schwankungen auch bleiben, solange dieses System nicht kollabiert.
Auch das ist nur die oberste Spitze des Eisberges, denn digital (mithilfe von Nullen und Einsen) werden täglich Milliarden von Euros und Dollars spekuliert.
Mäandern von hier noch dort. Lassen Kurse einbrechen und andere explodieren. Kein wirklich neues Phänomen.

Wir betreten die Spähren der Religion: Solange wir an gewisse Werte GLAUBEN, solange funktioniert dieses System und erhält sich selbst.
Es ist eine GLAUBENS-Frage, wie lange dieses System noch funktioniert.

Dieses System muss und wird scheitern!
Ähnlich wie das, der katholischen Kirche.

Ich will den Glauben nicht verdammen.
Ich glaube an Liebe, an Humanität und Solidarität.
Ich Naivling, glaube an die Macht des Guten.
An die Kunst, die Rebellion, an ein selbstbestimmtes authentisches Leben.
Ich hoffe auf Mit- und Andersdenkende.
Ich hoffe auf Mut und Zivilcourage.
Ich hoffe, dass deren Kraft sich Bann bricht und die Versklavung und Ökonomisierung besiegt.

Und ich hoffe dies - aus der Perspektive meiner eigenen Beschränktheit!

Letztendlich hoffe ich auf Vernunft.
Solange Menschen verhungern, während andere Geld kotzen, solange läuft hier was schief.
Ich verweigere mich, dass als zwingende Normalität hinzunehmen!
Ich verweigere mich dieser perversen Logik der (medial unterfütterten) Reichtumsverteilung!

Dafür streite ich.
Dafür schreibe ich, und dafür mache ich mich auch gerne in den Augen Andersdenkender lächerlich.

Niemand müsste den Hungertod sterben, wenn Reichtum gerecht verteilt wäre!
Wenn Solidarität und Humanismus weltweit, und mit der Macht der Masse eingefordert werden würde!

Ich postuliere eine Welt um mich herum - national und golabal - die in ihren Grundfesten zutiefst unmenschlich/inhuman ist.
Wenn diese Wahrnehmung geteilt wird, so möchte ich motivieren gegen diese Weltordnung aufzubegehren. Gerne im Kleinen.
Das Große ergibt sich dann durch die Masse, oder verliert sich in der Lethargie.


Ich möchte keine Apokalypse herbei schreiben.
Sicherlich, ein gewisser Teil von mir sehnt einen Weltenbruch herbei, um das ganze Weltgefüge wieder einzunorden.
Aber das Bewusstsein, dass dabei vermutlich viel, viel Blut derer fließen würde, die diese Zustände am wenigsten zu verantworten haben, lässt mich hoffen, dass ein 'sanften Wandel' stattfinden wird.

Ich bin also gleichsam radikal und naiv. Das Gefühl der Zerrissenheit ist mir nicht neu.
An Angriffsfläche mag es meinen Kritikern also nicht mangeln.

Intension dieses Textes ist es, meinen Lesern noch einmal zu vergegenwärtigen, das Geld, Gold, Aktienanteile, Luxusgüter und Staatsanleihen nur in dem Zustand funktionieren, in dem wir uns momentan befinden (und der äußerst fragil ist).

Wie lange dieses System noch funktioniert und etabliert ist, das wesentlich auf dem Glauben des Weiterbestehens dogmatischer Verteilung basiert, vermag ich nicht einzuschätzen.

Krisenfest, so habe ich von einem Anlageberater via TV mal aufgeschnappt, sei Wodka.

Haltbar, und krisensicher.

Wer also den Kollaps fürchtet, sollte seine momentane Kaufkraft lieber in Alkoholika als in Goldbarren zu retten versuchen.

Zumindest für mich klingt das logisch...

Dienstag, 29. Oktober 2013

Upgrade der Abhörlegitimation: Spionage löst Terror ab

Abteilung: Eine Streitschrift versus der bundesdeutschen Selbstgerechtigkeit

Der SPIEGEL titelte jüngst reißerisch: "Keith Alexander im US-Kongress: NSA-Chef wirft Europäern Spionage in Amerika vor".
Alleine die Schlagzeile mag dem rechtschaffenden Bürger, dessen Kanzlerin abgehört wurde, die Zornesröte in's Gesicht steigen lassen.
Sicherlich: Die Begründung der massenhaften Ausspähung von persönliche Daten als Akt der Terrorabwehr ist mittlerweile obsolet.
Man mag der Merkel ja vieles vorwerfen, meist auch berechtigt, die Planung von Terroranschlägen gegen die USA, gehört sicherlich nicht dazu.

Keith Alexander ist aus meiner Sicht als jemand einzuschätzen, für den Verfassungen (in unserem Falle Grundgesetze) nicht mehr sind, als die Wunschliste von Gutmenschen, die den Knall noch nicht gehört haben.
Dies mag Menschen demokratischer Grundhaltung bestürzen - sie aber gleichzeitig der Naivität überführen.
Denn, man wird wohl kaum Leiter einer Organisation, wie der NSA, wenn man großes Gewese um das informationelle Selbstbestimmungsrecht macht.

Simplifiziert (und von mir so interpretiert) ist die Stoßrichtung seiner Argumentation folgende:
Die verdachtsunabhängige Auswertung privater Kommunikation (der Amerikaner, und aller anderen digital auswertbaren Weltbürger) dient im besten Fall der Prophylaxe von Terroranschlägen, im schlechteren Falle der nachträglichen Identifizierung von Terroristen.
Wer damit ein Problem hat, macht sich gerade deshalb verdächtig und legitimiert damit doppelt seine eigene Überwachung. Gerade die Kritik gegen die Ausspähpraxis der Bevölkerung legitimiert diese also indirekt, denn wer ja nichts zu verbergen hat...
Keith Alexander (ich wiederhole mich) ist Leiter der NSA.
Wenn er, nur in Facetten, darüber anders darüber denken würde, wäre er für seine Stellung untauglich. Genau diese Gesinnung ist absolut notwendig, um seinen (eben diesen) Job zu machen.

Soweit also die kommunizierte Legitimation der Ausspähung eigentlich aller, deren Daten zugänglich sind. Dummerweise deckt sich das nicht ganz mit dem Post- und Fernmeldegeheimnis und dem gesetzlich verbrieften informationellen Selbstbestimmungsrecht des Rechtsraumes der Bundesrepublik Deutschland.
In Zeiten von Facebook & Co. ist dieses Recht aber im heutigen Zeitgeist kein eingefordertes Rechtsgut, welches dem 'Homo Digitalis' besonders am Herz liegt.
Das Gegenteil scheint der Fall zu sein:
Schmerzhafter, als die unerlaubte Auswertung der digitalen Kommunikation, scheint die völlige Ignoranz eigenen Outputs zu sein.
Welch Horror, ein Schnäppcheneinkauf bei H&M zu posten, ohne nicht mindestens 20 mal ge-like-it zu werden!

Der damalige Drops wurde nicht nur von Pofalla und Friedrich gelutscht, sondern von der Majorität unserer ach so aufgeklärten und demokratisch sozialisierten (mittlerweile digitalisierten) Gesellschaft.

Denn nur, wer eine oppositionelle Haltung hat, sich politisch engagiert, bestehende Zustände überwinden will - gar eine Revolution gegen den Konsumerismus anstrebt - wähnt sich im Fokus von Nachrichten- und Geheimdiensten.
Und das sind, man möge mir widersprechen, die wenigsten...

[Einschub: Merke gerade, dass dies bereits jetzt schon die längste Einführung meiner Blog-Präsenz ist - denn mein Thema ist eigentlich ein anderes...]

An dieser Stelle möchte ich überleiten, von der trivialen Ausspähung der Allgemeinheit (gähn!), zur skandalösen Auswertung demokratisch gewählter Volksvertreter (huch!).


Keith Alexander legitimiert das Abhören der (sicherlich weitgehend drögen) Kommunikation von Merkel's Handy so, dass dies eben Tagesgeschäft der Spionage wäre (auch eben unserer Nachrichtendienste und Geheimdienstes - wer mag dies widerlegen, wenn er denn nicht der Fähigkeit eben dieser vertraute?).

Dazu folgende Gedanken Dudericherseits:
  • These 1: Der 'kalte Krieg' ist überwunden. Systemgegner gibt es kaum mehr (die, die sich ideologisch der kapitalistischen Denkweise verweigern). Spionage begründet sich (zumindest meinem Verständnis nach) durch die Abwehr von Systemfeinden und der möglichst effektiven Bekämpfung eben dieser.
  • These 2: Die Bundesrepublik Deutschland und die restliche EU sind EBEN KEINE Systemfeinde, da sie der selben Ideologie - nämlich des Kapitalismus und der Marktgläubigkeit - folgen.
  • These 3: Spionage gegen 'Bündnispartner' dient (siehe These 1 und 2) deshalb nur wirtschaftlichen Interessen. Es geht hier nicht um die Gefahrenabwehr oder der Bekämpfung anderer idealistischer Systeme
  • These 4: Es gibt keine Partnerschaften (der neoliberalen Ideologie folgend). Weder transatlantisch noch inner-europäisch. Wir sind alle Konkurrenten - innerhalb und außerhalb von Volkswirtschaften. Spionage dient hier lediglich der Erlangung von wirtschaftlichen Standortvorteilen durch Informationsvorsprung. Aber auch das ist allseits akzeptierter, und kaum hinterfragter, Ausdruck der systemimmanenten wirtschaftlichen Konkurrenz - ohne das dieses System nicht funktionieren kann. 

Ob Deutschland, respektive die EU, moralisch einwandfreier agieren - im Sinne des Geistes der Demokratie und dessen Menschen(rechts)verständnisses - möge jeder meiner Leser für sich selbst beantworten.

Kritik an dem selbstgerechtem Gehabe der USA (schmackhaft aufbereitet vom Friedensnobelpreisträger Obama) mag sicherlich gerechtfertigt sein.

Der ausgestreckte Zeigefinger, der unsere Empörung Ausdruck verleiht, sollte aber nicht davon ablenken, dass immer noch vier Finger auf uns selbst zeigen.
Denn wir selbst, hauen auf jene ein, die unserer Solidarität bedürfen. Ausgestoßene eines Systems, dessen Priorität die marktwirtschaftliche Verwertbarkeit ist.  

Der Vorwurf gegen die USA sollte nicht der Ablenkung dienen, was hier politisch und gesellschaftlich akzeptiert, als 'alternativlos' verkauft,  gekauft und gar gewählt wird.

Denn es ist zu leicht und abgeschmackt, die USA an demokratischer Gesinnung und Humanismus zu messen, und gleichzeitig blind zu sein, gegenüber dem menschenverachtendenden, wirtschaftsfaschistischem (ja, ganz übler Begriff, aber ich MEINE es so!) Gefüge im eigenen Lande.

Samstag, 26. Oktober 2013

Die Illusion leistungsgerechter Vermögensverteilung

Abteilung: Sch(w)erkräfte

Diese ganze Farce um die Skandalisierung der Merkel-Ausspähung ist einfach nur ein weiterer Mosaikstein des alltäglichen Wahnsinns.

Das Absurde wird zur Regel, die Vernunft zur Ausnahme.

WER regt sich denn genau WORÜBER auf?

Es schien mir, dass Pofalla (und Friedrich) die Volksseele besänftigen konnte. Einzig in der Blog-Sphäre und linken Medien wurde dieses absurde Theater kritisch hinterfragt.

Es ist für mich unbegreiflich, wie sich die Bevölkerung sehenden Auges Tag für Tag verarschen lässt. Hauptsache, der Zirkus geht irgendwie weiter - egal, wie absurd. Alles ist anscheinend tauglich, uns davon abzulenken über Alternativen nachzudenken. Im kleinen, wie im großen.

Die Volkesseele möchte Beständigkeit. Hat Angst vor dem Wechsel - im Denken, wie im Handeln.

Die Realität ist doch wenigstens greifbar, so beschissen sie auch ist.
Lieber 'Sachzwängen' (sic) folgen, auch wenn sie der Vernunft widersprechen, als Alternativen hierfür anzustreben und Neuland zu beschreiten.

Es mangelnd uns an Visionen.
Wir sind so sehr konditioniert fast jeden Kompromiss einzugehen, um dieses bestehende System - mit all seinen immanenten Widersprüchen - aufrecht zu erhalten. Egal, wo uns das ökologisch und ökonomisch hinführen mag.

Im Schleudergang unserer Gehirnwäsche sind wir mittlerweile (oder immer noch) bereit, zu akzeptieren, dass Reiche immer reicher werden, und Arme immer ärmer.
Wir lassen uns einreden, dass dies gerecht, bzw. alternativlos sei.
Wir lassen uns einreden, dass der überbordende Reichtum Einzelner durch deren Lebensleistung gerechtfertigt ist (und vergessen dabei, dass dieser Reichtum nur durch Ausbeutungsverhältnisse anderer realisiert werden konnte).
Wir lassen uns einreden, dass die individuelle Armut jeweils im Versagen des Individuums liegt.

Je niedriger die Löhne der einen, um so größer die Gewinnspanne der anderen.
Mir scheint, dass diese, sich eigentlich aufdrängende Erkenntnis, bislang weder in der Bevölkerung noch in der Politik angekommen ist.

Es wurde unzählige Male beschrieben.
Vielleicht ist es ja zu simpel, um in den Köpfen anzukommen:
Reichtum bedingt Armut. Und Armut ist die Voraussetzung von Reichtum.

Schulden bedingen Forderungen und Zins- und Zinseszinsforderungen (die exponentiell sind).

Ein ökonomischer Mehrwert kann gesamtheitlich gesehen nur realisiert werden, wenn natürliche Ressourcen 'verwertet' werden.
Was die philosophische und humanistische Frage aufwirft:
Wer BESITZT Erdöl? Wer BESITZT Wälder? Wer BESITZT Fanggründe im Meer, usw.
Und WARUM?
Wie legitimiert es sich, dass einzelne Personen und Konzerne die Verfügungsgewalt über natürliche Ressourcen besitzen? Diese zur Gewinnmaximierung ausbeuten zu dürfen.

Worauf begründet sich das Recht, natürliche Ressourcen auszubeuten (um damit persönlichen Reichtum zu generieren) und womit wurde  dieses Recht erworben?

Wie ist es mit einer aufgeklärten (sic), humanistischen (sic) Gesellschaft (Weltgemeinschaft) zu vereinbaren, dass einzelne Profiteure (oder Konzerne) ein individuelles Recht haben, natürliche Ressourcen zur Gewinngenerierung ausbeuten dürfen?

Aber wir haben uns daran gewöhnt.
Die wenigsten hinterfragen bestehende Besitzverhältnisse.
Uns wird vorgegaukelt, dass wir in einer Leistungsgesellschaft leben.
Wer reich ist, hat sich dies 'verdient'.
Wer arm ist auch.

Dabei wird vergessen, dass wir weit davon entfernt sind, mit gleichen Chancen qua Geburt ausgestattet zu sein. Es ist sicherlich kein Zufall, dass keine (mir bekannten) Industriemagnaten in Somalia geboren wurden.

Sicherlich ist es kein Geheimnis, dass in der BRD die Armuts- und Reichtumsschere immer weiter aufgeht. Dabei sollte aber nicht vergessen werden, dass dies global in noch größerem Maße geschieht. Dies schreibe ich nicht, um Armut im eigenen Staate zu relativieren. Dies schreibe ich, um bewusst zu machen, dass es nur ein Zwischenziel wäre, im eigenen Land für gerechtere Zustände zu sorgen.

Im Sinne der Verteilungsgerechtigkeit bewegen wir uns rückwärts - nicht vorwärts.

National, europäisch und global nimmt Armut zu, und dem entsprechend, auch Reichtum.
Überwunden geglaubte feudale Strukturen etablieren sich weltweit immer mehr.

Dies wird als normal und alternativlos hingenommen.

Ich hoffe, ich möge es noch erleben dürfen, dass sich daran etwas ändert...

Ich hoffe, dass sich die Erkenntnis in der (Welt-)Bevölkerung etabliert, dass Zustände immer mehr Raum und Einfluß nehmen, die es solidarisch zu bekämpfen gilt.

Ich hoffe auf ein Ende der Ich-bezogenen Lethargie.

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Merkel wütend wie Nashorn!

Abteilung: Die beendete Affäre und der nachfolgende Skandal

Wie der SPIEGEL und andere Organe des Qualitätsjournalismus berichteten, besteht der Verdacht, dass Merkel's Handy von der NSA abgehört worden ist!!!

Nun ja: Handys (und andere Kommunikationsmedien) abzuhören (bzw. mitzulesen) ist ja total 'gähn' und eigentlich kein Thema mehr (zumindest nicht in den Koalitionsverhandlungen von CDU und SPD), nachdem Pofalla diese Affäre offiziell beendet hat. Genaues weiß man ja sowieso nicht. Und wenn hier und da mal ein bisschen mitgehört und -geschnitten wird - man hat ja nichts zu verbergen.
Zumal, wenn es dem Weltfrieden dient...

Die Politik und deren Chef, der Souverän (sic) haben also nicht wirklich ein Problem damit, wenn die Kommunikationsdaten verdachtsunabhängig abgehört, mitgeschnitten, aufgezeichnet und ausgewertet werden.

Nun ist aber das schier undenkbare geschehen:
Die NSA bespitzelt wohl nicht nur das gemeine Fußvolk, das Wahlvieh, den Pöbel, die Bürger, sondern unsere Kaiserin! Kanzlerin!

Das ist dann natürlich Majestätsbeleidigung ersten Grades!

JETZT bezieht Merkel endlich die Position, die ich mir gewünscht hätte, als nur der gemeine Bürger betroffen war:

Hier ein paar Zitate (Quelle: Spiegel):

Die Kanzlerin habe klargemacht, "dass sie solche Praktiken, wenn sich die Hinweise bewahrheiten sollten, unmissverständlich missbilligt und als völlig inakzeptabel ansieht", sagte ihr Sprecher Steffen Seibert. "Dies wäre ein gravierender Vertrauensbruch. Solche Praktiken müssten unverzüglich unterbunden werden."

Bundeskanzlerin Angela Merkel habe in dem Gespräch mit Präsident Obama die Erwartung geäußert, "dass die US-Behörden Aufklärung über den möglichen Gesamtumfang solcher Abhörpraktiken gegenüber Deutschland geben werden und damit Fragen beantworten, die die Bundesregierung bereits vor Monaten gestellt hat"

"Als enger Bündnispartner der Vereinigten Staaten von Amerika erwartet die Bundesregierung für die Zukunft eine klare vertragliche Grundlage über die Tätigkeit der Dienste und ihre Zusammenarbeit."
(Hervorhebungen vom Duderich)

Geht doch, Merkel! Bravo!
Tolles, authentisches Engagement für die informationelle Selbstbestimmung!

Bleibt nur noch die Frage, ob sich ihre geäußerte Kritik (und Zorn) nur auf das Abhören ihres EIGENEN Handys bezieht, ODER EBEN AUCH auf die (schon längst bekannte) verdachtsunabhängige und massenhafte Ausspähung der Bundesbürger (deren Schaden sie schwor, vom deutschen Volke abzuwenden) durch die NSA...

Hmm...

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Die Stille meiner Blogsphäre

Abteilung: Die Verschissenheit der Dinge

Kein Output hier vom Blogbetreiber.

Sicher, es gäbe genug zu schreiben, wenn man (ich) es denn wollte.

Es ist alles so sinnlos:
  • Die SPD wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach an die CDU verkaufen. Und danach wird sich weiterhin ungebremst (mit marginalen kosmetischen Einschränkungen, die die 'sozialdemokratische Seele' befrieden sollen) der gesellschaftliche Reichtum von unten nach oben verteilen. Überhaupt: Es geht (auch in den medialen Stellungnahmen) nur noch darum, was und in welchem Maße der Wirtschaft dient - oder diese hemmt. Mindestlohn? Vermögenssteuer? Ui - dass könnte dem Wirtschaftswachstum schaden! Die Frage, in wie fern die breite Bevölkerung an diesem Wirtschaftswachstum überhaupt partizipiert wird wohlweislich gar nicht mehr gestellt.
  • In Fukushima wird, nach wie vor, extrem kontaminiertes Wasser in das Ökosystem der Weltmeere eingelassen. Wen interessiertes es? Wird schon irgendwie gut gehen! Solange die Fischstäbchen im Supermarkt nicht davon betroffen sind ist es dann doch wirklich nur Gutmenschengejammere, nicht wahr?
  • 30 Millionen verbaute katholische Protz-Architektur in Limburg? Hallo? Brauch wirklich noch jemand Beweise für feudale Strukturen der katholischen Kirche? Wer dass zum Austritt aus der Kirche zum Anlass nimmt, der sollte sich Fragen, warum er überhaupt noch bis jetzt Kirchensteuer gezahlt hat. Jetzt auf einmal die Kirche hinterfragen? Wegen 30 Millionen? Wie naiv kann man denn sein - selbst als Katholik?
  • Und dann dieses Drama der Hungernden, die über das Mittelmeer versuchen dem Tode zu entfliehen. Wenn sie innerhalb des Kontinents am Hunger verrecken interessiert es keine Sau. Der Aufschrei erfolgt nur dann, wenn sie als Ertrunkene auf europäischem Festland aufgebahrt werden. Anderseits interessiert es uns einen Scheiß, unter welchen Bedingungen Coltan für unsere geliebten, schicken Smartphones abgebaut wird.                                                                                                                 
  • Habe ich einen aktuellen Anlass der momentanen Belanglosigkeit übersehen? Man mag es mir verzeihen. Im schlimmsten Falle möge man von mir erwarten, dass ich mich damit auseinandersetze...
Ich muss immer wieder erkennen, dass Ungerechtigkeiten uns nur dann interessieren, solange wir davon betroffen sind. Unsere ach so aufgeklärte, abstrahierende Spezies interessiert doch nur, was die eigene Existenz betrifft. So lassen wir uns auch gerne gegen die aufhetzen, die unserer Solidarität bedürfen. Hier zu Lande, und auch global.
Wir benutzen ausbeuterisch produzierte Handys mit Flatrate.
Aber wofür?
Um uns zu vernetzen? Um uns mithilfe eines weltumspannenden Netzes und dem Zugang zu globalem Wissen zu informieren?
Nein! Wir benutzen es um geistlose und sinnbefreite SMS auszutauschen.

Ich weiß, ich habe viele unter meiner Leserschaft, die unsere Umwelt ähnlich (kritisch) sehen.

Diese ausgenommen, habe ich momentan die Position, dass die Menschheit doch bitteschön vor die Wand fahren soll.

Warum sollte sie (die Menschheit) denn was besseres verdient haben?

Fühle mich ohnmächtig. Was soll ich denn schreiben? Was könnte irgend etwas relevantes bewirken?

Alles wird seinen Gang gehen. Ich bin zur Rolle des (kommentierenden) Zeugen verdammt.

Ich bin es einfach satt, zur Zeit.

Wird wohl wieder besser werden...

Bis dahin...

Euer Dude

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Zuwachs in meiner Blog-Roll

Abteilung: Klickbefehl

Das ist das schöne am worldwideweb:
Man denkt man kennt alles - und trifft auf eine wirklich gute geile Seite, von der man vorher noch nie was gehört, bzw. gelesen hat.

Der Duderich präsentiert:
Das Narrenschiff

Schaut mal rein!

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Offener Brief an @Ruby & All

Abteilung: Warum ich als Zensor versage

(Bezug auf folgenden Kommentar von Ruby)

Hallo Ruby:
In allen Punkten hast Du recht. Habe auch heute bereits einen Kommentar von ihm gelöscht, der wieder mal gegen Altautonomer stichelt.

Natürlich gebe ich hier keine Kommentare von ihm frei, weil ich denke, dies bringt eine Diskussion weiter.
Aber ich will mir auch nicht anmaßen, zu bestimmen, welcher Kommentar sinnvoll ist. Dann würden hier auch ganz andere Kommentatoren nicht zu Wort kommen.

Ich will hier keinen Streichel-Zoo betreiben, wo wir uns - eine Gesinnungsprüfung vorausgesetzt - gegenseitig zustimmen.

Es geht (mir) hier eigentlich nicht um die Person 'der Herr Karl'.
Er ist sozusagen ein Symtomträger.

Es geht (mir) hier um das Thema 'Zensur'. Und es geht darum, wie Linke mit Andersdenken und auch anderen Linken oft umgehen. Es geht hier um 'rote Linien', die jeder für sich selbst zieht, immer enger und enger. Es geht darum, dass man als Linker(!) immer schneller und lauter nach Zensur ruft.

Ich kann (und will) es hier nicht allen Recht machen.
Zensiere ich, ist es für jene falsch,
zensiere ich nicht, ist es für andere falsch.

Und jeder glaubt (überspitzt formuliert) die ultimative Wahrheit zu verkünden.

Ich will hier nicht gegen Flatter anstinken; nur so viel sei gesagt:
Ich empfinde es so, dass dieser exemplarisches Opfer einer verheerenden, destruktiven Dynamik ist.
Man fängt an, hier und da zu zensieren, wobei die Schwelle zur Zensur immer niedriger wird.
Irgendwann bleiben dann nur die Kommentatoren übrig, die weitgehend seiner Meinung sind; von denen kein Widerspruch ausgeht. Und ich denke auch, dass sich dann bei den Kommentatoren (zumindest unterbewusst) ein vorauseilender Gehorsam einstellt.
Die Zensurschere im eigenen Kopf...

Es geht um Leitplanken des Denkens, die immer näher rücken, bis nur noch ein schmaler Trampelpfad übrig bleibt.
Da will ich nicht hin.
Diskurs geht anders.

Du wirst mir sicher glauben (und mitbekommen haben), dass ich seine Gesinnung (des Herrn Karl), und auch die spalterische Art, diese zu publizieren, durch und durch ablehne. Sein Gift hat auch bei mir gewirkt. Habe mich von ihm zu Reaktionen provozieren lassen, die eigentlich nicht meiner Art entsprechen.
Habe dann aber erkannt, dass genau diese Reaktionen ihn aufwerten. Daraus zieht er seine Energie.

So paradox das auch klingen mag: Der Herr Karl hat mir gut getan - hat mich in meiner Charakterentwicklung weiter gebracht. Zu erkennen, dass es ihm eben nicht um Meinungsaustausch (oder gar -findung)  geht, sondern nur um die Provokation einer Reaktion, hat zur Konsequenz, ihn weitgehend zu ignorieren. Wenn's mir Spaß macht, dann antworte ich mal auf ihn. Aber eben nicht, weil mein Ego das braucht. Nicht weil ich mich wehren will. Denn verletzen kann er mich nicht (mehr). Er könnte mich einen Nationalsozialisten schimpfen, dies auf seine unnachahmliche Weise herleiten. Es wäre mir mittlerweile schlicht wumpe - vermutlich würde ich sogar darüber lächeln.

Gerade in dieser Kommentarspalte kristallisiert sich aber heraus, dass das Gift von dHK partiell noch immer wirkt. Dieses Phänomen ist meiner Meinung aber nicht NUR auf ihn selbst zurückzuführen.

Ich sage es nochmal und ich meine es auch so:
Man muss den Herrn Karl und Seinesgleichen aushalten können!
Man hat immer die Wahl, ob man seine Kommentare ignoriert oder nicht. Ob man sich auf seine Provokationen einlässt, oder nicht.

Ich will meine Seite nicht als Kuschelzoo verstanden wissen, deren Leser den Anspruch haben, dass der Betreiber unliebsame Meinungen weg-zensiert. Ich habe mir hier auch viele kritische Meinungen gegen meine Position (und Person) eingefangen. Ich halte das aus, und wenn mir danach ist, kommentiere ich diese.

Abschließend:
Sicherlich kann ich hier alles zensieren, was unter 'der Herr Karl' gepostet wird. Was wird passieren? Er wechselt seinen Nickname. Dann werde ich mir nicht bekannte Kommentatoren auch zensieren, weil ich eben Diesen dahinter vermute.
Und irgendwann bin ich dann da, wo das Moderationsverhalten von Flatter heute angekommen ist.

@all:
Wer die Kommentare von ihm (und Menschen seiner Gesinnung) nicht aushalten kann, ihn nicht ignorieren, oder bei Bedarf widerlegen kann, der sollte diese Seite im Eigeninteresse nicht mehr besuchen.

Ich verstehe es nicht als meine Aufgabe, euch vor der bösen Welt da draußen zu beschützen.
Im Gegenteil: Ich will Euch damit konfrontieren!
Denn sie ist da, ob ich sie nun zensiere, oder nicht.

Lebt damit, oder meidet meine Seite. Es ist Eure Entscheidung!

Grüße
Euer Duderich

Dienstag, 8. Oktober 2013

Die Scheinheiligkeit des Mitgefühls

Abteilung: Leichensäcke gibt es nur in der europäischen Währungsunion

Lampedusa:
Im Vergessen darin, dass vermutlich weit aus mehr Menschen dabei starben um überhaupt an das Mittelmeer zu gelangen, ist der Aufschrei groß, wenn sie kurz vor der europäischen Küste verrecken. Weniger die 300 andershäutigen Seelen erschrecken uns, als vielmehr die Tatsache, dass durch den Überlebenswillen Getriebene versuchen, die Pforten europäischer Wirtschaftsstandorte einzurennen. Aber auch dies kann und wird vermutlich mißbraucht werden:
'Wenn Afrikaner ihr Leben riskieren um nach Europa zu kommen, kann es doch auch für die Abgehängten hier nicht so schlecht sein...' 
So höre ich jetzt schon die Systemprofiteure ihre Menschenverachtung hinaus speien.
So werden die Ärmsten gegen die Armen ausgespielt. Die Allerärmsten auf diesem Planeten sterben nur dann medienwirksam, wenn sie in Sichtweite zu unserem Kontinent verrecken. Aufgebahrt im europäischem Kontinent lassen sie sich schwerer ignorieren, als die zahllosen Hungertoten, die täglich und viel zahlreicher sterben.
Niemand mag von sich behaupten wollen, dass er nicht wüsste, dass täglich zig-fach mehr in Afrika und anderswo an Hunger sterben.
Namenlose, weit weg von hier.
Wo ist der Unterschied, als die der geographischen Nähe und der medialen Aufarbeitung?

Wer unterschreibt das universale Recht auf Leben?
Was wollen wir tun, um dies umzusetzen?
Wofür stehen wir ein, wenn nicht darin?

Dieses ganze System der Ressourcen- und Reichtumsverteilung basiert auf die Verdrängungsmechanismen die wir angelernt bekommen. Wir denken national, nicht global. Wir denken nicht mal europäisch. Wir wählen die (CDU), von denen wir glauben, dass sie den 'Wirtschaftsstandort Deutschland' gegen andere europäische Länder behaupten. Der Abbau des Sozialstaates wird gefeiert als Überlebensstrategie in einer globalisierten Welt.

Wettkampf, Konkurrenz, Erhaltung des Status Quo.
  • Wer reich und vermögend ist, will nicht in die Oberschicht abfallen.
  • Wer der Oberschicht angehört, will nicht in die Mittelschicht abfallen.
  • Wer der Mittelschicht angehört, will nicht in den Niedriglohnsektor abfallen.
  • Wer dem Niedriglohnsektor angehört, will nicht arbeitslos werden.
  • Wer arbeitslos ist, der will nicht in Hartz IV abfallen.
  • Wer Hartz IV bezieht, der will nicht, dass das Sozialstaatsniveau auf das anderer Länder in der Zugehörigkeit dieser Währungsunion abfällt (z.B. Griechenland)
  • Wer als Abgehängter in europäischen Staaten der Austeritätspolitik anheim fällt, will nicht verhungern.
  • Wer am verhungern ist, der will nicht sterben.
In einem 'aufgeklärten' Staat wie diesem wird eine höhere Besteuerung von Millionären und Milliarden nicht umgesetzt. Statt die Armut zu bekämpfen, wird der Reichtum geschützt. Unabhängig davon, ob dieser Reichtum durch eigene Leistung, oder durch die Ausbeutung durch Unterprivilegierte erworben wurde und wird.
National und global.
Banken werden mit Milliarden gerettet, Hunger wird mit Millionen bekämpft.

Wer sein Kreuzchen bei der CDU, SPD, GRÜNEN, FDP und AFD gesetzt hat und jetzt betroffen tut, ob der 300 Todesopfer vor Lampedusa:

Ihr, die Ihr Euch vermutlich als 'Leistungsträger' wähnt und in Eurer Betroffenheit Hartz IV Empfänger und die griechische Bevölkerung parallel dazu als Schmarotzer empfindet:

Möge es Hungertote und Verstand auf Euch einregnen.

Den Schirm der Ignoranz habt ihr wahrscheinlich früh genug aufgespannt...


Sonntag, 6. Oktober 2013

Ein Stück Musik (1)

Abteilung: Rage against the machine

Habe vor, hier in unregelmäßigen Abständen Musikstücke reinstellen, die mich bewegen, berühren, mitnehmen.

Meine Auswahl wird sicherlich nicht jedermanns Sache sein.
Dies ist ein politischer Blog, und das soll er auch bleiben.
Werde in dieser Kategorie Musikstücke posten, die auch eine politische Dimension haben (zumindest in meiner Interpretation).

Natürlich muss der Sound geeignet sein, um die Message zu transportieren.

Ich werde hier nur solche Titel posten, wo MEIN Sound MEINE Message trifft.

Über beide Kategorien zu diskutieren, sei hier herzlich eingeladen...

Der Anfang macht:

http://www.youtube.com/watch?v=DhZ1A7ytQMw&feature=player_detailpage
(Pascal Finkenauer - 'Maschine')





Mittwoch, 2. Oktober 2013

Leckt mich doch mal bitte nachhaltig am Arsch!

Abteilung: Flatter vs. Duderich - so ein ablenkender Bullshit!

Ich brauche keine Denkpause, keine Auszeit. Ich bin und denke morgen so, wie heute. Mir wird auch in 30 Jahren nicht einleuchten, warum ich (bei Flatter) gesperrt wurde. Ich werde dort nicht mehr kommentieren, auch wenn ich es DARF. Meine (nicht vorauseilend zensierte) Meinung ist dort wohl nicht willkommen. Das ist ok - werde sie halt in Zukunft da äußern, wo man bereit ist, sich mit ihr auseinander zu setzen.

Ich bin Flatter egal. Flatter ist mir egal. Die Relevanz meiner Sperrung existiert nicht - wird von anderen mißbraucht.

Es gibt sicherlich bedeutendere Themen, als meine Sperrung durch Flatter.

Die Erde dreht sich weiter, selbst im kapitalistisch forcierten Raubbau ihrer Ressourcen.

Wir haben wichtigere Probleme, als ob ich Flatter mag, oder er mich.

Tretet alle mal 10 Schritte zurück! Schaut Euch den Planeten an! Deren Menschen darauf! Und wie es der Mehrheit von denen geht!

Flatter ist scheißegal!
Ich bin scheißegal!

Wäre mal schön, wenn man sich Gedanken über die Zukunft der Menschheit zu machen, statt sich über dieser Duderich/Flatter/Herr Karl-Scheiße, den Kopf zu zerbrechen!

Mann: Ihr könnt gerne meine Sandkasten-Burg zertreten!
Danach könntet Ihr euch ja mal Gedanken über die Perspektive der Menschheit machen!

Der Duderich ist nicht angepisst, weil er von Flatter gesperrt wurde!
Der Duderich ist angepisst, weil die Menschheit ihr eigenes Grab schaufelt, während sie von Generationengerechtigkeit schwafeln.

Wacht mal endlich auf, oder ich nehm' Euch Eure Förmchen weg!

Diese ganze Scheiße, wer in welchem Blog jemanden sperrt, und die Frage ob sich dieser beleidigt fühlt, ob das gerecht ist...

MANN, UNSER PLANET GEHT IN DEN ARSCH!!!
Unsere Lebensgrundlage!
Quizfrage: Weiß jemand wieviele Liter von atomar verseuchten Wasser täglich über Fukushima in's Meer geleitet werden?

Ist es wirklich relevant, wie ich auf Flatter reagiere, oder er auf mich?
Konzentriert Euch doch mal auf Euch! Wie ihr denkt, was ihr wollt, was ihr anstrebt! Anstatt Euch mit dem Duderich, dem Flatter und dem Herrn Karl auseinanderzusetzen! Zieht Euer Ding durch! Tretet ein, wofür ihr steht! Gestaltet die Zukunft, statt denen nachzulaufen, die die Zukunft für Euch gestalten wollen!
WACHT ENDLICH AUF, ALS JENE, DIE DEN MUT HABEN SICH DES EIGENEN VERSTANDES ZU BEDIENEN!
HABT EUER EIGENES WOHL IM AUGE, OHNE KRITISCH UNREFLEKTIERT, DER MEDIENPROPAGANDA ZU FOLGEN!

Leute, ich bin nicht wichtig! Ich kann Euch nur ermutigen, Euch zusammenzuschließen. Diese ganze Scheiße nicht mehr mitzumachen, sondern selbst Verantwortung zu übernehmen. Ob ihr Euch ausbeuten lasst oder um Eure Rechte kämpft - es ist Eure Entscheidung!
So, und jetzt spiele ich mal den Ball in Euer Feld!

Wo wollt IHR hin, wofür tretet IHR ein?


@Der Herr Karl:
Wenn Du darauf verzichten kannst, dies auf Deiner Seite zu verwursten, wäre ich überrascht.
Positiv.

Lass einfach mal stecken!
Zeige einfach mal Größe und missbrauche nicht, was auf anderen Blogs argumentiert wird.
Könntest Du dabei ein paar Punkte bei mir gewinnen.
Noch bin ich pessimistisch...

Ich glaube nicht, dass Du widerstehen kannst...
Überrasche mich!

Dienstag, 1. Oktober 2013

Auszeit von Politik: Der Duderich präsentiert Euch den coolsten 'Bad Ass Motherfucker'!

Abteilung: Ein selbsternannter Linker meint: 
Reich, alt und COOL: LEMMY!

Nicht dass ich Euch nicht gewarnt hätte:
Wer hier irgendwie gegen Lemmy anstinkt, der hat lebenslang bei mir verschissen!

Chuck Norris-Witz 28.317:
Intensiv-Station - C.N.: 'Wie konnte ich nur so blöde sein, einen Roundhouse-Kick gegen Lemmy zu versuchen?'

Montag, 30. September 2013

Annäherungsversuche

Abteilung: Machtoptionen vs. Opposition

Wer, in dieser kranken Welt, muss bei dem Wort 'Annäherungsversuche' an Merkel denken? Sind die Parteien, deren Politiker pervers, oder sind diese demokratischer Ausdruck der geronnenen Perversion des Wählerwillens?

Diese Assoziation versteigt sich dann auch noch in der Aussage mit Merkel in's Bett zu steigen... Das Koalitionsbett - ach so.

Dieses ist frisch aufgeschlagen. Die SPD ziert sich (noch), die GRÜNEN auch. Irgendein ein schwarz-schwarzes Bündnis wird sich schon ergeben - so das Kalkül der Kanzlerin und deren Wurmfortsatz, der CDU. Schließlich haben deren beider Wähler für ein 'Weiterso! Uns geht's doch gut!' gestimmt. Dies ist mit Modifikationen von beiden Umworbenen umzusetzen. Beide sind bereit, soziale Gerechtigkeit für 'alternativlose' Wirtschaftspolitik zu opfern. Sicher, man gibt sich 'prüde' als Opposition, schiebt linke Argumente vor, um sich streitbar zu geben und den eigenen Preis hoch zu halten.
Letztendlich - so ist meine Interpretation momentaner Scheingefechte der SPD und GRÜNEN - gibt es zwei entgegengesetze Momente in der strategischen Ausrichtung: Einerseits der Wunsch und Wille der Parteigranden an Macht, Einfluss und Salär teilzuhaben (Ministerposten), andererseits aber die Wähler und Parteimitglieder zu befrieden.
Ein Spagat, der manipulativ unterfüttert werden muss um zu gelingen. Bei beiden Koalitionspartnern ist es abzusehen, dass deren Partei bei der Wahl 2017, oder bei vorzeitigem Scheitern der Koalition, verlieren wird. In beiden Parteien gibt es aber Karrieristen, die innerhalb der Partei - auch wenn diese schwächer wird, wachsen werden. Abzuwarten bleibt, welche Macht sich durchsetzen wird: Die Macht einzelner Karrieristen oder die Partei-Basis, und nicht zu vergessen, der potentielle Wählerwillen.

Vergessen wird dabei, dass man Merkel und deren Gefolge einfach auflaufen lassen könnte. Ein 'nein' von SPD und(!) GRÜNE würde Merkel in eine (tolerierte?) Minderheitenregierung zwingen, die nicht lange funktionieren würde. Die Gefahr, dass die FDP oder/und die AfD die 5%-Hürde bei vorzeitigen Neuwahlen dieses mal überspringen könnte, ist meiner Meinung nach ein medial an die Wand geschmiertes Schreckgespenst, welches Merkel zuspielt. Ich denke mal, dass sie schwarz-gelb nicht wirklich anstreben wird - Machtpolitikerin die sie ist. Eine Koalition mit der AfD kommt für Merkel eh nicht in Frage.

Meiner Einschätzung nach würde eine gemeinsame Verweigerung der Koalition von SPD und GRÜNE die Kanzlerin und die CDU viel mehr insgesamt schwächen (auch bei Inkaufnahme von Neuwahlen) als ein Kompromissbrei bei einer wie auch immer gearteten Koalition.

Vermutlich würde dies auch so laufen, wenn SPD und GRÜNE wirklich Oppositionspolitik betreiben wollten, wenn diese Parteien wirklich Merkel ablösen wollten - um eine linke Politik zu betreiben.

Letztendlich bin ich aber realistisch genug, davon auszugehen, dass es zu schwarz-rot oder schwarz-grün kommen wird.

Die LINKEN werden daran vermutlich wachsen. Entweder werden sie größte Oppositionspartei sein [schwarz-rot] oder in der Opposition mit der SPD zusammenwachsen [schwarz-grün] (hoffentlich ohne ihr Profil zu verlieren). In so fern kann ich als bekennender LINKE-Wähler gut damit leben - auch wenn die Politik die unter diesen Konstellationen meiner eigentliche politischen Ausrichtung widersprechen wird.

Spannend bleibt es sowieso. Selbst, wenn man, wie ich, bezweifelt, dass der Wille des Volkes wirklich nachhaltig in einer parlamentarische Demokratie (Stichwörter: Lobbyismus, Korruption, Parteispenden, mangelnde regulative Gewalt der 'vierten Macht, mangelnde systemübergreifende politische Bildung und Information,...) umgesetzt wird.

So paradox dies auch klingen mag:
Momentan kann Opposition nur in der Verweigerung von politischer Machtpartizipation umgesetzt werden.

Eine wirkliche oppositionelle Haltung sehe ich momentan aber nur bei den LINKEN.

Grüße Duderich

Mittwoch, 25. September 2013

Wie geht's jetzt weiter?

Abteilung: Der Antlitz der großen Koalition in der Kristallkugel

100% meiner Leser haben in einer von mir erhobenen repräsentativen Umfrage (6 Stimmen [immerhin!] - Stand 22:22h, 25.09.d.J.) die große Koalition prognostiziert. Nun kann man durchaus denken, dass diese Koalition (es gäbe drei andere Alternativen) eine wäre, mit der sowieso jeder gerechnet hat. Insofern langweilig. Man hat es ja vorausgesehen - es gibt nichts zu sehen, bitte weitergehen...

Wenn man denn glaubt, dass es auf das Bündnis schwarz-rot hinausläuft, dann schwingt dieser Prognose, meiner Einschätzung nach, doch die Einschätzung einer gewissen Erkenntnisresistenz der Sozialdemokraten mit.
Selbst wenn man davon ausgeht, dass die SPD das reine Machtkalkül, das strategische Denken antreibt, wenn man mal alle Gefühle herausnimmt und nur die Fakten sprechen lässt - selbst dann kann man in der Prognose einer GroKo (Große Koalition) doch nur die Erkenntnis der Dummheit der Sozialdemokraten herauslesen:
  • Schröder machte einen Wahlkampf der sozialen Gerechtigkeit. Dieser tat aber das Gegenteil davon wofür er gewählt wurde. Er etablierte die Agenda 2010. Ich hoffe, ich brauche in diesem Zusammenhang nicht aufzuführen, was diese politische Agenda mit dem Sozialstaatsgefüge anrichtete. Massenweise Austritte aus dieser Partei, die Geburt der WASG (später, die LINKE [im Zusammenschluss mit der PDS]) waren die Folge. Die Wählerzustimmung zur SPD sank erdrutschartig.
  • Die SPD ließ sich dafür von ihrem politischen Gegner, der CDU loben. Ignorierte die schwindende Zustimmung der Bevölkerung und machte somit den Weg frei für eine markt-gerichtete schwarz-gelbe Koalition. Die SPD stand nicht mehr als Opposition zur Verfügung, sondern buhlte um die 'Mitte' und ließ ihre ursprüngliches Klientel im Stich. 
  • Steinmaier verlor gegen schwarz-gelb, weil er weiterhin für die Agenda 2010 stand und links blinkte.  Links blinken und rechts abbiegen wollen, das widerspricht der Straßenverkehrsordnung und auch dem Wählerwillen. Auch diese Erfahrung des gescheiterten Wahlkampfes (historische Niederlage der SPD) wäre Grund genug gewesen, innezuhalten, zu reflektieren, und sich neu aufzustellen. Auch wenn nur strategisches Kalkül der Motor wäre - ohne Berücksichtigung der sozialen Gerechtigkeit - für die die SPD doch so gerne wirbt.
  • Wahlen 2013: Wer wird Kanzlerkandidat? Steinbrück! Der die Finanzmarktspekulationen als ehemaliger Finanzminister liberalisiert hat. Der die Alimentierung eines Kanzlergehaltes für zu niedrig empfindet. Der sich für Redebeiträge für die Industrie sehr, sehr gut bezahlen lässt. Authentisch geht anders. Gerade im Hinblick auf dem Wahlkampf (damals von Schröder) wünscht man sich doch als Sozialdemokrat im Sinne des Wortes, dass man sich doch ein wenig mehr Mühe gibt, zu verarschen. Im zurückliegenden Wahlkampf der SPD kann man sich eigentlich nicht mal herausreden, verarscht worden zu sein. Nein, man hat sich selbst verarscht, wenn man immer noch die SPD wählt!
  • In so fern, mag es mich nicht verwundern, wenn die SPD sich weiter marginalisiert und eine große Koalition mittragen würde. Ist der Ruf erst ruiniert, regiert es sich ganz ungeniert. Man wird sich ganz staatstragend geben, alternativlose Entscheidungen für Deutschland und Europa abnicken. Auch militärische Interventionen werden abgenickt, gerade da, wo es um die Hoheit oder dem Zugang von Ressourcen (Erdöl) geht. Man ist ja vernünftig und staatstragend. Man hat ja den Wirtschaftsstandort Deutschland im Blick. Kollateralschäden (unschuldige Zivilisten) werden dafür gerne hingenommen. Wer anders denkt ist nicht regierungsfähig. Scheiß Linksextreme!
  • Sind tatsächlich Ministerposten und Machtbeteiligung es wert, die SPD weiter zu Grabe zu tragen?
Wer die SPD als Vertreter für ausgleichende Gerechtigkeit sieht, der möge weiter träumen.

Wer die LINKE als nicht koalitionswürdig sieht, der sollte gut genug recherchieren und Argumente sammeln. Denn hier, auf dieser Seite, wird er sich argumentativ auseinandersetzen müssen.
Ich behalte mir (weiterhin) vor, einzeilige Kommentare zu ignorieren. Zumal, wenn deren Adressat 'Anonym' heißt...

Übrigens: Eine GroKo hätte eine 2/3-Mehrheit, und damit die Macht Grundgesetze zu ändern....

Grüße, Duderich