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Montag, 26. August 2013

Kennt eigentlich jemand Rainald Grebe?

Abteilung: Mal was Fluffiges für Zwischendurch

In meinen Kommentarspalten geht es manchmal heiß her. Vergleichbar mit einer Sauna, und zwar in mehrfacher Hinsicht. Es ist verdammt heiß in einer Sauna, aber sie tut auch gut (sollte sie zumindest).

Was aber bislang auf meiner Seite fehlte, ist ein Becken voll kaltem Wasser, wo man sich auch mal sein Gemütchen kühlen kann.

Hier also folgt das 'Abkühlbecken' in Form eines Videos:
Rainald Grebe schafft einen dazu zu bringen, über die unsoziale, ungerechte Reichtumsverteilung zu lachen (?!).
Das hätte ich eigentlich niemandem(!) zugetraut..!

Heute nehmen wir uns mal eine Auszeit, und LACHEN gemeinsamen über diese ganze Scheiße! :-)

Viel Spaß!!! (Zugabe inklusive!)

Donnerstag, 22. August 2013

'Revolutio... oooh ein Eichhörnchen!'

Abteilung: Lesebefehl des Tages

Ich möchte all meinen Lesern folgenden Text von CARTA (Autorin: Lena Reinhard) wärmstens an's Herz legen. Zumindest mir spricht er voll und ganz aus der Seele und spiegelt auf's Trefflichste die Ohnmacht bestehender Zustände wieder.

Auszug:
"... Wir (und damit meine ich erst mal uns in der westlichen Welt) sind immer noch in einer wahnsinnig privilegierten Lage. Wir sind zwar permanenter Spionage und einer unfähigen Regierung ausgesetzt, aber weder Krieg, noch anderen existenziellen Bedrohungen wie Seuchen oder Nahrungsmittel- und Trinkwasserknappheit.
Doch selbst, wenn das zunächst so bleiben mag, glaube ich, dass das mit dem Einrichten nicht mehr lange funktionieren wird. Und dass bald der Punkt kommt, an dem auch wir uns entscheiden müssen. An dem wir uns nicht mehr einrichten können, sondern klar Position beziehen müssen: ob wir einverstanden sind damit, dass die Welt den Bach hinuntergeht, so lange wir unsere eigene Haut dabei retten. Oder ob wir etwas tun wollen, damit sich etwas für mehr als nur für uns selbst ändert. Wir werden die Entscheidung treffen müssen, in was für einer Welt wir leben wollen..."

Montag, 19. August 2013

Der 'winselnde' Held - ein Nachtrag

Abteilung: Ein bisschen Selbstreflexion

'Manning winselt ein wenig um Gnade' schrieb ich vor zwei Tagen. Ich wurde daraufhin als das bezeichnet, wo nach dem Volksmund keine Sonne hineinscheint. Ich bin deshalb nicht böse oder sauer. Im Gegenteil, ich bin dankbar für die Kritik an meinen Worten (bzw. Wort). Da wurde durch dieses unbedarft gewählte Verb Wut entfacht - Wut, die ich nachvollziehen kann. Ich selbst wäre wütend gegenüber Jemanden, der Manning als winselndes Weichei dargestellt hätte.

Exkurs:
Ich betreibe einen kleinen unscheinbaren Blog. Die Zahl der Seitenaufrufe bewegt sich zwischen 200 und 500 täglich. Zumindest die Hälfte davon habe ich der Tatsache zu verdanken, dass ich bei ad sinistram in der Blogroll geführt werde. Nein, da klingt kein Bedauern mit, ich WILL ein kleiner Blog sein. Der Grund dafür ist, dass ich meine Texte in einer Gefühlslage schreibe. Meist ist es Zorn. Diese Texte werden in der Regel in einem Zeitfenster von 30 - 60 Minuten verfasst. Sie sind getragen von einer spontanen Emotion und das Verfassen dieser Texte hat sicherlich auch den für mich heilsamen Effekt der Katharsis.
Nicht selten kommt es vor, dass ich am nächsten Tag meinen jüngsten Post lese und mir denke: Scheiße, welcher Höllenhund hat mich denn da wieder geritten? 'FUCK YOU, NSA' bspw. ist sicherlich kein Ausdruck literarischer Qualitäten, die oft beispielsweise bei Roberto J. De Lapuente durchscheinen.

Ich sehe jeden Stammleser als Geschenk an, nicht nur deren Toleranz gegenüber meiner limitierten Ausdrucksweise wegen, sondern noch viel mehr für die Qualität ihrer Kommentare. Oft treibt es mir die Schamröte ins Gesicht, dass ein vergleichsweise plumper Post solch gehaltvolle Diskussionen nach sich zieht. Ich schrieb es bereits an anderer Stelle: Dieser Blog lebt nicht von meinen Texten, sondern von den Diskussionen die sie nach sich ziehen.
Ich muss Euch nicht beim Namen nennen. Oft pflichtet ihr mir bei - manchmal nehmt ihr mich sogar in Schutz (was mich rührt) aber ihr seid mir wertvoll, weil Ihr mir auch manchmal widersprecht.
Denn meine Meinung hat nie den Anspruch auf Wahrheit, ist nie absolut. Ich hoffe, dass ich Euch Impulse geben kann, aber ich brauche auch ebenso Eure Gegenargumente. Verdammt, ich will ja selbst lernen - benötige den Diskurs. Verstehe mich als Lernenden - nicht als Wissenden - und schon gar nicht als einen Wahrheit Verkündenden.
Exkurs Ende

Zurück zum eigentlichen Anlass dieses Beitrags:

Ich wurde von einem Kommentator als - ihr wisst schon - bezeichnet. Ich hege Symphatie für diesen Kommentator. Er nahm Manning in Schutz und dafür verdient er meine Hochachtung. Gleichzeitig zeigte er mir auf, dass Worte mit Bedacht zu wählen sind, und dass auch der Betreiber eines relativ kleinen Blog's eine gewisse Verantwortung hat, deren ich mir nicht immer bewusst war. Ich wurde beschimpft, weil ich offensichtlich falsch verstanden wurde, und das sensibilisiert mich für die Zukunft meine Worte mit mehr Bedacht zu wählen.

(...)

Abschließend noch ein paar Gedanken zur Erscheinungsform des Heldentums:

Wenn wir die Hollywood-Blockbuster zum Maßstab nehmen, so haben Helden folgende Attribute:
Gut aussehend, muskulös, heterosexuell, hart (hab ich irgendwas vergessen?).
Manning ist durchschnittlich aussehend, schmächtig, homosexuell und verletzbar.
Er ist das Gegenmodell zum Helden, aber er ist trotzdem einer. In meinen Augen ein größerer Held als Statham, Stallone, Cruise, ...es jemals darstellen konnten/könnten.

Helden sind menschlich, keine Übermenschen. Haben Angst und gerade diese Angst macht sie zu Helden, da sie diese überwinden. Werfen ihre gesamte Existenz in die Waagschale!
Hat irgendwann ein Hollywood-Held geweint seit Stallone in 'Rambo - First Blood' (1982)?
Und, jetzt mal ganz provokativ gefragt: Darf ein Held nicht winseln, nach jahrelanger Folter, nach Brechung des Willens, in der Androhung lebenslanger Haft? Darf ein Held nicht menschliche Schwächen haben?
Schlicht, limitierter Mensch sein, und trotzdem Held sein können?
Können wir nicht alle - in unserer Beschränktheit - Helden sein?
Heldentum gibt es jenseits des Cinemascope. Hier, in der realen Welt!

Mannings ist für mich ein Held (genauso wie Snowden).
Keinem Hero-Hollywood-Akteur würde ich zutrauen, nach jahrelanger Isolationshaft nicht zu winseln. Ich würde auch winseln, vermute ich. Ziemlich wahrscheinlich sogar!

Ob sie nun winseln, flehen oder selbstvergessen für die 'gute Sache' sterben: Die Unterordnung ihrer eigenen Existenz für höhere Werte macht sie zum Helden. Ob sie nun durch eine Weltmacht, oder respektive einer Deutungshegemononie, gebrochen wurden, oder nicht...

Wir alle sind als 'Helden' gefragt.
Unsere eigene Beschränktheit entbindet uns nicht.
Ob Bierbauch, Schweißfüße oder Doppelkinn:

Wir alle können (und sollten!) 'Helden' sein!

Samstag, 17. August 2013

Die Wahrheit - die Bremse unserer 'Demokratie'

Abteilung: Demokratie als Legitimierung für Kriege und Sozialabbau

Manning winselt fleht ein bisschen um Gnade.
Die unmenschlichen Haftbedingungen haben womöglich einen Geist gebrochen, der der Wahrheit und der Gerechtigkeit dienen wollte. Mannings ist eine Ikone, eine Person auf die vieles projiziert wird.
Ich denke, dass er einfach nur ein junger Mensch ist, der an das Gute glaubt und seinen Teil dazu beitragen will/wollte.
Er wollte dies durch die Wahrheit bahnen.
Ein Naivling, ein 'Gutmensch' - wie ich es gerne sein will.

Man sollte die moderne Demokratie daran messen, wie viel Wahrheit sie zulässt.

Diese Anschauung ist natürlich altbacken und überholt.
Wahrheiten in der Postdemokratie, sind nur dann akzeptabel und der Bevölkerung zugänglich zu machen, wenn sie der politischen Agenda folgen - kompatibel mit diesen sind. Die Bestie Krieg und deren Auswirkungen auf Unschuldige ist unter Verschluss zu halten, denn alles andere dient dem Feind.
Dies ist Kriegspropaganda, die gewisse deja vu Erlebnisse auslöst.

Die Geschichte wiederholt sich...

Die, die diese Wahrheiten (unwiderlegt) der Öffentlichkeit zugänglich machen, werden mit 2-3stelligen Haftstrafen bedroht.
Unsere 'Freunde' die USA, ahnden die Wahrheit und deren Verkünder.
Sollte Merkel dies jemals kritisieren, so springe ich sofort durch den Dimensionsriss der sich dadurch auf tuen wird.
Denn in dieser Welt, die auf Lügen und Augenwischerei basiert, fühle ich mich nicht mehr zu Hause...

Wer das anders sieht, der möge bitte weiterhin CDU, SPD, FDP und die GRÜNEN wählen.

PS.: Falls irgendjemand von der NSA dies mitlesen und analysieren wird:

FUCK YOU, NSA!

Ihr (die Weltmacht USA) mögt Euch freuen, dass ihr durch inhumane Haftbedingungen und durch die Drohung durch lebenslangen Freiheitsentzug jemanden dazu gebracht habt, sich für die Öffentlichmachung von Wahrheit zu entschuldigen.

Die Wahrheit aber, lässt sich nicht unterdrücken.
Wie dumm seid ihr, dies immer noch nicht erkannt zu haben?
Immer noch nichts gelernt?

Dienstag, 13. August 2013

Sehr lesenswerte Rede von Günter Wallraff zur SPD und der Arbeitswelt

Abteilung: 'In Gedenken an August Bebel' (zum 100-jährigen Todestag)

... "Mittlerweile arbeitet fast jeder vierte Beschäftigte für einen Niedriglohn. Die Zahl der Leiharbeiter, die in den Betrieben Unterklasse sind, schnellt nach oben. Die Zerstörung gesicherter und dauerhafter Arbeitsverhältnisse bei gleichzeitiger Zunahme prekärer Beschäftigungsformen, die Aufweichung und Entwertung des öffentlichen Rentensystems ... – die Politik hat die Vorschläge der Wirtschaft Eins zu Eins umgesetzt. Die Folgen treten brutal zutage: wachsende Kinderarmut, höhere Bildungshürden, mehr Menschen ohne Kranken- und Rentenversicherung, dauerhafte Abkoppelung der unteren Schichten von kultureller und sozialer Teilhabe, Altersarmut. Bis heute lassen die sogenannten Volksparteien nicht ab von ihrer neoliberalen Politik des sozialen Kahlschlags – ein Prozeß, der rasant um sich greift. Wenn Sie in Deutschlands Städten freundliche ältere Herren, aber auch Damen verschämt in einem Mülleimer an der Straße wühlen sehen, ist das Altersarmut. Und wenn morgen ein Zwanzigjähriger Sie mit großen Zahnlücken anlächelt, dann sehen Sie der Gesundheitsreform ins Gesicht. Die Betroffenen zahlen mit ihrer Würde und mit ihrer Lebenszeit. Das hat die Agenda 2010 erreicht." ...

gefunden bei Ossiezky (Link zum vollständigen Text)

Donnerstag, 8. August 2013

Pavianfelsen

Abteilung: Ärsche

Es sind Zeiten wie diese, die mich an zurückliegende Beobachtungen des Gebarens auf einem Pavianfelsen während der Fütterungszeit erinnern. Fast möchte man sich schon bei der Gattung der Paviane entschuldigen, wenn man sie mit der Menschheit vergleicht...

Wir, die Menschen, rühmen uns als 'Krone der Schöpfung', die wir doch mit einem kritisch reflektierenden Verstand ausgestattet sind.
Wir, die 'Oberprimaten', die wir uns auf dem Baum der Evolution auf den obersten Ast hinaufgehangelt haben, sind in der Lage zu abstrahieren.
Wir philosophieren über Begriffe wie 'Freiheit' und 'Gerechtigkeit'.
Streiten für 'Humanität', was ja im Wortsinn nichts anderes als Menschlichkeit bedeutet.
Nur, für was steht diese 'Menschlichkeit'?
Für Freiheit, für Vernunft, für Gerechtigkeit?

Schöne Worte - wo aber werden sie gelebt und im politischen Handeln umgesetzt?
Oder wo werden sie von der Bevölkerung eingefordert, gehört und (im gelebten Auftrag des Souveräns) realisiert, statt niedergeschlagen und unterdrückt?

Wofür steht die Menschheit in der Reflexion der Geschichte wie auch der Gegenwart?

Gab es je eine Ära in der Menschheitsgeschichte, in der nicht eine breite Masse von Unterprivilegierten einer bedeutend kleineren Masse von Herrschenden zugearbeitet hat?

Wurde Reichtum jemals von Oben nach Unten verteilt?

Muss, oder soll das so sein???
WER sagt, dass es muss; WER sagt, dass es soll?
Die Mehrheit, oder die von der Mehrheit gewählten?

Ist die Gravitation des Reichtums, respektive der Macht, so unüberwindbar wie die naturwissenschaftliche Gravitation der (physikalischen) Masse?

Diese ganzen humanistischen, aufgeklärten Werte mit der sich die Demokratie gerne schmückt, taugen nicht dazu, die gegenwärtigen Verhältnisse zu beschreiben.
Meiner Wahrnehmung nach etablieren sich stattdessen immer größere Fliehkräfte, die uns von dem Kern dieser Werte entfernen.
Selbst unser 'unantastbares' Grundgesetz wird immer mehr zur Verfügungsmasse...
Auf die 'Würde des Menschen' wird seit Beginn der Menschheitsgeschichte geschissen - warum sich dann noch über den Verlust der informationellen Selbstbestimmung aufregen, die darauf fußt?
Im Kontext des Zeitgeistes mutet der Geist unseres Grundgesetzes sowieso mittlerweile als linksverblendetes Spinnertum an.
(...)

Das Gros der Weltbevölkerung leidet unter der Verteilung der Besitzverhältnisse, die stetig durch die Legislativen ALLER Staaten per Saldo verschärft werden. Man mag fast geneigt sein, 'Demokratie' als das 'Unwort des Jahres' vorzuschlagen.
Die Vernunft manifestiert sich für mich nicht nachvollziehbar in der gesellschaftlichen Entwicklung.
Die herausragende 'Intelligenz' der Menschheit mag uns in die Lage versetzen, das menschliche Genom zu entschlüsseln und selbsteinparkende Autos zu entwickeln.
Eine ethische Entwicklung vermag ich aber nicht wahrzunehmen.

Wenn man den roten, prallen Pavianarsch durch Geld und Macht ersetzt - was unterscheidet uns dann noch von denen, die wir im Zoo verlachen?

Sonntag, 4. August 2013

Zitat des Tages: Snowden

Abteilung: 'Angst essen Seele auf'

"Die Obama-Regierung hat keine Angst vor Whistleblowern wie mir, Bradley Manning oder Thomas Drake. Wir sind staatenlos, eingesperrt und machtlos. Nein, die Obama-Regierung hat Angst vor euch. Sie hat Angst vor einer informierten, wütenden Öffentlichkeit, welche jene verfassungsgemäße Regierung verlangt, die ihr versprochen wurde - und sie sollte auch Angst vor dieser Öffentlichkeit haben."
Edward Joseph Snowden
01.07.2013
[Hervorhebung vom Duderich]

gefunden bei die Schrottpresse

Die gesamte Erklärung von Snowden kann HIER gelesen werden.

Samstag, 3. August 2013

Kurzer Gastkommentar von 'White Russian' zur Gentechnik

Kürzlich hieß es ja noch, Monsanto hätte Europa als Markt aufgegeben, weil die Menschen keine gentechnisch veränderten Produkte wollen.
Tja, Pustekuchen. Während die Gutmenschen jubeln, ist der Dreck jetzt zugelassen und kommt demnächst auch bei uns als Futtermittel auf den Markt.
Obwohl Studien zeigen, dass der Mais krebserregend ist. Gestern noch im Labor, heute in der Kuh, morgen in unserem Tumor. Supi! Sollte man eigentlich das Stück Rindfleisch auch nur noch am Automaten mit Perso bekommen können. Mit Aufklebern: Fleisch kann zu Krebs führen!

Deutschland hat dabei bei der EU-Entscheidung auch mal wieder richtig Eier bewiesen und sich enthalten. Das ist in Brüssel ja schon fast Revoluzzer-Verhalten. Letztlich natürlich typisch merkel'sche Politik. Einfach enthalten, dann kann einem keiner was vorwerfen. Frau Teflon bei der Arbeit.

Begründung von Ministerin Aigner übrigens: unsere Stimme hätte eh nichts am Ergebnis geändert.

Tja, weiß Frau Aigner mal, wie sich der deutsche Bürger fühlt.

Hier der Bericht dazu: