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Montag, 29. Dezember 2014

Linksradikale Armutsbekämpfung

Abteilung: Dysphemismus
Für Blogger ist es immer wieder lohnenswert, einen Blick in SPIEGEL-Online zu werfen. Diesmal wird erneut der Untergang des Abendlandes ausgerufen, was sich beim SPIEGEL so anhört: 'Griechenland vor Neuwahlen: Jetzt fängt die Euro-Krise erst richtig an'.
Es ist aber auch ein Fluch, dass diese dummen (und faulen) Griechen tatsächlich eine Partei wählen, die sich nicht dem deutschen Spardiktat verpflichtet fühlt. Diese Partei heißt 'Syriza' und wird vom SPIEGEL als "linksradikal" bezeichnet. Scheiß Demokratie aber auch!

Folgende 'linksradikale' Forderungen stellt diese Partei auf:
[Quelle oben verlinkter 'Qualitätsjournalismus']
  • Steuersenkungen,
  • höhere Mindestlöhne,
  • die Schaffung von 300.000 neuen Jobs im öffentlichen und privaten Sektor,
  • kostenlose medizinische Versorgung für alle Griechen,
  • Lebensmittelmarken für 300.000 arme Familien,
  • einen Krediterlass für überschuldete Haushalte

Die Tatsache, dass der oktroyierte Sparkurs Kinder hungern lässt und die Verzweifelten in den Selbstmord treibt, ist also nicht radikal, sondern stattdessen ein politischer Kurs, der Armut und Not lindern will; der die größten sozialen Verwerfungen bekämpfen will. 

Wenn oben genannte Forderungen die 'Europäische Union' (sic) bedrohen, dann muss man sich fragen, wo die Reise denn noch hingehen soll (Stichwort: TTIP) und ob das Reiseziel anstrebenswert ist.

Und die alarmierte 'Qualitätspresse' reibt sich verwundert die Augen, wenn in den EU-Mitgliedsstaaten antieuropäische Parteien immer mehr Zulauf haben. Dass diese nicht ausschließlich aus dem linken Spektrum kommen, sondern auch nationalistische Lösungsansätze bedienen, mag da kaum verwundern.
Das Bedauern darüber ist einfach nur geheuchelt, denn die Ursachen dafür liegen schlicht und ergreifend in wachsender Armut und Not innerhalb der EU-Staaten. Dies nicht erkennen zu wollen ist selbst-gewählte Blindheit (in der Politik, wie in den Medien) um gegen deren Ursachen nicht angehen zu müssen. 
Denn das wäre ja - wie im SPIEGEL zu lesen - linksradikal.

Weiterführender Lesetipp bei trueten.de

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Meine persönlichen Gedanken zu Weihnachten

Abteilung: Interessiert das wen?

Eins vorneweg: Ich bin Atheist. Kein Nihilist, ich glaube schon an eine schöpfende Kraft, aber ich bezweifle, dass ein 'Gott' existiert. Das nebenbei und nur um mich richtig einzuordnen (ich will hier beileibe keine theologische Diskussion entfachen).

Heut ist also Heiligabend. Heute wurde also das 'Christkind' geboren, welches später als Jesus firmierte.
Ob eine Person, als 'Jesus von Nazareth' jemals existierte, weiß ich nicht.
Ich bin da unschlüssig, aber selbst als Atheist möchte ich gerne daran glauben.

Ich möchte gerne glauben, dass damals ein junger Revoluzzer gegen die bestehenden Zustände aufbegehrte (jaja, auch gegen die Zinswirtschaft) und für seine Werte sein Leben gab.

Aber, war er der Sohn 'Gottes'?

Ich, persönlich für mich, beantworte diese Frage mit 'nein'. Seine Mutter war nicht 'unbefleckt', und die 'Heiligen Drei Könige' werden sich nicht wirklich zu seinem Geburts-Stall bemüht haben.

Aber, es ändert nichts, ob es tatsächlich so war, oder nicht.
Relevant ist der Glauben.

Wir glauben an Gott.
Wir glauben an Jesus, seinen Stellvertreter auf Erden.
Und wir glauben an Märkte,
und an Wirtschaftswachstum.
An den deutschen Weg des Sozialabbaus,
der sich die anderen EU-Staaten als Beispiel nehmen sollen.

Wir glauben an die Freundschaft mit den USA, die uns ausspioniert und die foltert, weil die Rechte der USA über denen der (eigentlich untastbaren) Menschenrechte stehen.

Und ich will diese Weihnachtsansprachen gar nicht hören:
Nicht die eines selbstgerechten Bundespräsidenten, der auch nur das bestehende System der Gewinnverteilung vertritt, der kein Problem mit der verdachtsunabhängigen Ausspähung hat, aber mit Snowden.
Der kein Problem mit Folter durch unsere 'Freunde' hat.
Da ist ja nur ein Biermann schlechter.

Eure staatstragenden Ansprachen zum 'Fest der Liebe' könnt ihr Euch zusammenrollen und dahin stecken, wo keine Sonne rein scheint!

Trotz alldem,
wünsche ich Euch da draußen frohe Weihnachten, in dem Gedenken und Gedanken, für dass das Christentum eigentlich steht, nämlich Nächstenliebe,
und nicht für weihnachtlichem Konsumrausch, oder wohlfeile Reden..

Eine 'besinnliche' Zeit,
wünscht Euch in diesem Sinne, heut' zur Weihnachtszeit

Euer Knecht Duderich

Samstag, 20. Dezember 2014

Diamanten des Internets (1)

Abteilung: Fundsache

Bin gerade über einen wütenden Kommentar von einem gewissen >Volker Bräutigam< gestolpert, der sich  mit den PEGIDA-Mob und dem Folterbericht auseinandersetzt.

Ich möchte Euch bitten, diesen Text als unautorisierten Gastbeitrag zu betrachten

Chapeau, Herr Bräutigam!


Dienstag, 16. Dezember 2014

Den Ball vor die Füsse der Justitia gespielt

Abteilung: Held des Tages

Gysi zeigt die CIA-Mitarbeiter an, die an den Folterungen beteiligt waren. Der alte Fuchs und Jurist.
Ich kann die juristische Dimension nicht richtig einschätzen, aber ich denke, wenn es (in Abwesenheit der Angekagten) zu Verurteilungen käme, dann könnten die Betroffenen, in der Konsequenz der Strafverfolgung, deutschen Raum nicht mehr betreten. Das wäre ein klares Signal an die USA.

Sehr viel wahrscheinlicher aber ist, dass die Judikative einen Grund findet (und mag es auch eine juristische Spitzfindigkeit sein) um kein(e) Strafverfahren einzuleiten. Denn die Beweislage ist erdrückend und ein Gerichtsverfahren müsste eigentlich zwingend zu Verurteilungen führen.

Gysi zwingt die Justiz zu reagieren. Jetzt ist der Ball in deren Feld. Schön, dass wenigstens Einer den Mumm hatte, den Ball dorthin zu spielen und das Offensichtliche tut..
Unserer hündischen Regierung mag das gar nicht recht sein...

Gut so!

Freitag, 5. Dezember 2014

Anonym

Abteilung: Namensfindungsstörung

Ich spiel jetzt mal Gott.

Und ich lass mal schnell nen Busch abbrennen.
Und einen Abgehängten eine Steintafel schleppen.

Auf der gemeißelt steht:

"Auf dieser Seite hast Du Deiner Meinung einen Namen zu geben!"

Und das meine ich ab sofort und ernst!
Noch so qualifizierte Beiträge, die namenlos ('Anonym') daherkommen, werde ich nicht mehr freigeben.
Zack!
Kann ich; mach ich!

Nun noch mal an die Hörer des Landfunks:
Ihr müsst keine Klarnamen eingeben, ihr könnt Euch einen Phantasienamen ausdenken - sofern ihr Phantasie habt.
Eure Anonymität ist dadurch im GLEICHEN Maße durch die NSA bedroht, aber eben nicht MEHR.

Und, wenn das Pflaster zu heiß wird (die eigenen Argumente ausgehen), kann man sich immer noch einen neuen Nickname ausdenken, und von vorne anfangen!
Toll, oder?

Es gibt also keinen nachvollziehbaren Grund, keinen Nickname einzugeben.
Außer Faulheit.
Aber auch die hat bei mir nur begrenzte Zustimmung...

Also, fresst oder sterbt, ihr 'Anonym' da draußen!

Eurer
Mufti Duderich


Dienstag, 25. November 2014

An welchem Ende des Kabels sitzt eigentlich die 'verrohte Kommentarkultur'?

Abteilung: Trolle - hüben, wie drüben

Die Verrohung der guten Sitten ist schnell ausgemacht:
- Sie droht durch den Osten, der uns alle zu Kommunisten gehirnwaschen will.
- Sie droht von Arbeitslosen, von Sozialschmarotzernleistungsempfängern, die sich ihre Chips und ihre Biere in der sozialen Hängematte reinziehen.

Sie droht aber vor allem von Online-Kommentatoren und Bloggern!
Die den Stuss der 'Qualitätsmedien', der da als Journalismus verkauft wird, auch mal als Solchen bezeichnen.

Immer mehr online-Auftritte der 'Qualitätsmedien' schließen ihre Kommentarfunktion (der verlinkte 'Stuss' kann dort nicht kommentiert werden), oder schränken diese maßgeblich ein.
Man kann das natürlich als Zeichen dafür sehen, dass Putin abertausende von Schreiberlingen angeheuert hat, um meinungsbildend in die Medienlandschaft einzugreifen.
Man kann das aber auch als Indiz dafür sehen, dass die Propaganda (unabhängiger Journalismus ist das wirklich nicht mehr) nicht so verfängt, wie gewünscht.

Wir werden medial zugerichtet.
Tag für Tag.
Wahrheit durch Wiederholung.
Gleichschaltung und Manipulation (Neusprech: Meinungsvielfalt)
Nur durch Werbung unterbrochen - die sich ebenfalls stetig wiederholt und nur 'unser Bestes' will.

Überflutet von Informationen - die fremdbestimmt sind - hören wir oft die Stimme der Vernunft nicht mehr.

Manchmal aber, wird sie doch noch gehört.

Das sollte zur Angewohnheit werden!

Besinnliche Vorweihnachtsgrüße
vom Knecht Duderecht

Mittwoch, 19. November 2014

Gedanken die Jemand schrieb, der zuvor Bukowski-Gedichte gelesen hatte

Abteilung: Dirty old Man

Na gut,
mal angenommen,
dass es GOTT wirklich gäbe,
und wir seine Kinder sind:

Wären wir gut geraten in SEINEN Augen?
Ganz der VATER?

Oder würde ER sagen:
"ICH habe Euch die Erde gegeben,
auf dass sie Euch ernähre,
und Euer Auge erfreue.

[Um dann SELBST ein großer Schluck aus der zu Pulle nehmen...]

Na dann viel Spaß noch damit!
Ist kein Thema für MICH;
ICH selbst,
habe noch Planeten genug."

Lasset uns beten!

AMEN
und ein dreifaches
HÖLLEJUJA!
...

Ist ja auch bald Weihnachten,

Christkind,
und so...


Nachtrag für alle juristisch Interessierten:
Müssten hier und heutzutage nicht alle geldwerten Hilfeleistungen (Unterkunft, Geburtshilfe, usw...) im Stall von Bethlehem dem zuständigen Jobcenter gemeldet werden?

Ganz zu schweigen, von den Gaben (neudeutsch: Zuwendungen), der Heiligen drei Könige?

Samstag, 15. November 2014

Zeitgeist

Abteilung: Lebst Du noch, oder denkst Du schon?

Ebola trifft nur die Schwarzen, und Aids nur die Schwulen.
Also kein Grund zur Sorge.

Middlehoff wurde zu streng bestraft, aber auch viel zu wenig.
Jeder, der das gerecht findet, ist getrieben von Sozialneid. Erliegt ganz trivialen Gefühlen, gegen die angeschrieben werden muss.

Ich hoffe, er muss mit den anderen duschen. Oder gibt es Ausnahmeregelungen für 'Leistungsträger?

Ich habe kein Mitleid mit Middelhoff, Hoeneß und die anderen Arschlöcher, die sich elitär über andere erheben, letztendlich aber nur Geschmeiß sind, die parasitär vom gesellschaftlichen Vermögen zehren.

Beide, das unterstelle ich, haben kein Unrechtsbewusstsein. Beide fühlen sich als Privilegierte, die zu Unrecht im Fokus der Justitia gelandet sind.

Fühlt sich jemand von denen beiden schuldig, hat gar ein schlechtes Gewissen?

Ich denke nicht.

Aber WIR sollen uns schuldig fühlen.
Weil wir zu wenig konsumieren.
Weil wir keine Arbeit haben.
Oder, weil wir Arbeit haben, aber zu wenig leisten.

Weil wir das persönliche Glück anstreben, was so gar nicht marktkonform sein will.

Wir, die Menschen, die Selbstverwirklichung anstreben, sind nicht kompatibel, im marktgläubigen Wertegefüge.
Man will uns einreden, dass wir nicht funktionieren.

Unsere Bedürfnisse nach Selbstbestimmtheit, passt nicht in diese Zeit.

Sind unsere Ansprüche verkehrt, oder der Zeitgeist?

Freitag, 7. November 2014

"Sobald Sie für den Bundestag kandidieren und gewählt werden, können Sie auch reden. Jetzt sind sie hier, um zu singen."

Abteilung: Mehr geredet als gesungen




Wieso Biermann kritisieren, weil er seinen Auftritt im Bundestag nutzt, um gegen die Partei, DIE LINKE zu polemisieren? Wenn dies dem Bundespräsidenten, der eigentlich überparteilich ('Parteilichkeit' hier im doppeltem Wortsinne) sein soll, zusteht, warum dann nicht auch einem Liedermacher, der eigentlich Partei qua Selbstverständnis beziehen sollte?


Es ist heutzutage ja en vogue, gegen die Partei DIE LINKE zu treten. Da mag man auch Lammert keinen Vorwurf machen, den Bundestag als Bühne dafür zu degradieren..?

Mit einem gewissen Abstand mag man sich darüber sogar amüsieren können. Immerhin hat diese Partei offensichtlich mit ihrer Nonkonformität zum neoliberalen Denkgebot solch eine Relevanz, dass sie mit unwürdigen Anfeindungen ("Drachenbrut, ..., reaktionär, ... der elende Rest") bekämpft werden muss. Im argumentativen Austausch und öffentlichem Diskurs machen die Vertreter der Partei DIE LINKE offensichtlich eine zu gute Figur, als dass man fair und auf der Sachebene bleiben könnte, um zu erreichen, dass diese Partei endlich unter die 5%-Hürde rutscht.

Wolf Biermanns scheint mit dem Zustand der Republik kein großes Problem zu haben - ausgenommen der Tatsache, dass es die Fraktion DIE LINKE gibt. Damit ist er in guter Gesellschaft. Lässt sich nach seinem Auftritt von Merkel und Gabriel herzen.

Es sei Gegnern von DIE LINKE, wie Biermann, Gauck, und wie die Unzähligen alle heißen, freigestellt sein, ihre Vorbehalte gegen diese Partei kundzutun. Ist durch die freie Meinungsäußerung abgedeckt, die auch mir gestattet, mein Geschwurbel in die Welt zu setzen.
Geschenkt.

Aber weder ein Auftritt im Bundestag zu einer Gedenkfeier, noch das Amt des Bundespräsidenten taugen dazu, dieser Meinung ein Forum zu bieten.

Biermanns kann dies gerne auf Konzerten kundtun oder auf CD's pressen.

Und auch Gauck sei dies in jenen Momenten gestattet sein, in denen er nicht als 'Herr Bundespräsident' angesprochen wird.

Alles andere ist Missbrauch von Aufmerksamkeit, die ihnen von anderen zugestanden wird.

Und als Bundestagspräsident hätte Lammert zur Ordnung rufen müssen (nicht nur mit dem Hinweis auf die Geschäftsordnung, sondern viel mehr durch die Umsetzung derselben).
Das wäre sein Job gewesen.
Er hat schließlich selbst begründet, warum Biermann zum singen und nicht zum polemisieren geladen wurde. Zumal er diesen selbst (ohne Absprache) eingeladen und somit eine besondere Verantwortung für dessen 'Auftritt' hatte...

Lammert hat somit noch viel mehr versagt, als der verblendete Biermann, dessen negative Erfahrungen man noch als Entschuldigung für seine Gestrigkeit anführen könnte.

Aber das Versagen, das Nichteinhalten einer demokratischen Kultur, scheint ja nicht Ausnahme, sondern die Regel zu sein.

In so fern
alles wie gehabt.

Freitag, 31. Oktober 2014

An alle SPD-Wähler

Abteilung: Welcher Sozialdemokrat wählt die SPD?

Die CDU-Wähler (die FDP ist ja kein Thema mehr) kann ich einordnen. Man ist marktgläubig und glaubt an die unsichtbare Hand des Marktes. Für mich ist das ebenso wenig nachvollziehbar wie jedwede Religion.
Nicht meine Welt, aber wer's braucht und dran glaubt...

Neoliberalismus, der Glaube an Wachstum, ist, wie das Christentum (und andere Religionen) unterfüttert vom Glauben an etwas. Hier die Marktgläubigkeit, da der Glauben an eine übergeordnete Instanz, die die schützende Hand über seine Schöpfung (insbesondere die Menschheit als dessen Krone) hält.

Paradoxerweise scheint das Christentum und die Marktgläubigkeit seltsam kompatibel zu sein.

Parteien, wie die CDU und die CSU tragen das 'C' für christlich in ihrem Namen, und interpretieren offensichtlich ihren religiösen Auftrag in der Umsetzung freier Märkte als Gottes Wille, oder zumindest als erstrebendeswertes Gut.

Ich selbst bin unreligiös. Halte die Kirche für einen irdischen Popanz, der sich anmasst, die Instanz zu sein, diesen 'göttlichen Willen' auf Erden in Gottes Namen zu vertreten.

Ich selbst glaube nicht, das Jesus dafür eintrat, dass sich die Menschheit den freien Kräften des Marktes, dem Gewinnstreben, unterwerfen sollte.
Aber, wie gesagt, ich bin Atheist, und habe keine Ahnung.
Ich kenne nur Fragmente der Bibel, die ich en passant mitbekommen habe, ohne mich wirklich mit dem christlichen Glauben auseinander gesetzt zu haben.
Deshalb mag es in meiner Unkenntnis begründet sein, weshalb ich nicht begreife, warum die CDU und die CSU irgendwie christlich sein sollten.

Ebenso wenig begreife ich, wie die SPD (als deren Opposition [sic]) die Arbeitnehmerinteressen vertritt.

Wenn ich da irgendwas übersehen, oder nicht begriffen habe, so bitte ich um Aufklärung!

Ich fühle mich so dumm - ich begreife es nicht!

Wenn es also einen SPD-Wähler unter meinen Lesern gibt, so möge er mir bitte erklären, warum dies ein Votum für Arbeitnehmerinteressen sein soll.
Warum er nicht - je nach politischer Ausrichtung - die Linke oder gleich die CDU wählt.

Ich selbst begreife dies nämlich nicht.

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Der SPIEGEL holt sich warme Ohren

Abteilung: Spiegelnde Kommentatoren

Seit dem Ukraine-Konflikt betreibt der SPIEGEL eine derart einseitige pro-westliche Kriegstreiberpropaganda, dass einem hören und sehen lesen vergeht. Es wird nicht mal ansatzweise versucht, eine gewisse journalistische Unparteilichkeit auch nur vorzutäuschen. Es drängt sich der Eindruck auf, als wolle man den kalten Krieg wieder herbei schreiben, falls man das - wie ich - nicht schon als gegebene Tatsache interpretiert.

Beispiele hierfür gibt es unzählige - auch die meisten anderen Presseorgane des 'Qualitätsjournalismus' leisten dem SPIEGEL hier schlechte Gesellschaft.

Mittlerweile lese ich solche Artikel gar nicht mehr, sondern klicke mich direkt weiter in die Kommentatorenspalten, um zu sehen, ob diese Propaganda verfängt.
Selten ist das Ergebnis so (optimistisch stimmend) eindeutig, wie in diesem Beispiel.

Vermutlich wird dies irgendwann beim SPIEGEL zum Anlass genommen, noch stärker zu zensieren oder die Kommentarfunktion gänzlich abzuschaffen (ist schließlich einfacher, als den eigenen 'Journalismus' kritisch zu hinterfragen und daraus die Konsequenzen zu ziehen).

Also, nehmt die Möglichkeit war, die Reaktionen auf solche Schmierereien noch zu lesen, solange dies noch geht.

Update: Lesenswert hierzu:
Ein Link zur 'Propagandaschau - einer sehr empfehlenswerten Seite.

Freitag, 24. Oktober 2014

Unser täglich Weltuntergang gib uns heute

Abteilung: Meteroitensplitter im Müsli












Es gibt genügend Szenarien der Apokalypse, die wir täglich präsentiert bekommen.

Während des Frühstücks konsumieren wir medial bereits Ebola, IS, NSA und den restlichen Bodensatz der menschlichen Stoßrichtung und deren Konsequenzen.
Zwischendurch unterbrochen vom Werbeblock, der einen glauben lassen will, dass ein erfülltes Leben von der Wahl des Shampoos abhängt.
Oder des Müslis. Des Autos, oder der Versicherung.
Was auch immer.

Wenn es wirklich 'Demokratie' gäbe; wenn wirklich die Mehrheit der Weltbevölkerung über Wohl und Wehe entscheiden könnte - nicht deren korrumpierte Volksvertreter - ich hoffe und glaube, die Welt sähe anders aus.

Es gibt sicherlich nicht Wenige, die eine Apokalypse herbeisehnen.
Vielleicht überlebt man sie ja - und die Karten werden neu gemischt.
Welch Verheißung!

Dieses Szenario wird aber nicht von den Gewinnern dieses System angestrebt. Die Vermögenden, die Mächtigen, die Nutznießer dieses Systems, möchten, dass alles so bleibt, wie es ist.
Vielleicht noch ein bisschen mehr Gewinnverteilung von Unten nach Oben.
Und noch ein bisschen Sozialabgaben und Lohnkosten schleifen.
Aber das Steuersystem und dessen Löcher soll bitte genau so bleiben.

Aber man will den Bogen auch nicht überspannen. Man will ja keine sozialen Revolten. Gerade soviel zu Fressen geben, dass man zu faul ist für die Barrikaden. Den Rest macht die (gekaufte) Propaganda.

Und viele Abgehängte schlürfen ihr Frühstücks-Müsli, und hoffen, dass endlich ein verdammter Meteorit einschlägt und diesen Planeten und dessen Machtgefüge mal so richtig durchschüttelt...

Denn, ansonsten ändert sich ja nichts.
Nicht wirklich.

Samstag, 11. Oktober 2014

Die Krankheit der Gesunden

Abteilung: 'Die Phatologie der Normalität'

[ab 18'40'']

(Inspiriert von diesem Kommentar von Ano 12)

Ist es gesund, sich in dieser Gesellschaft, in diesem Weltgefüge nicht wohl zu fühlen? Bin ich depressiv? Liegt es an meinem Unvermögen, Sachzwänge zu akzeptieren?

Kann mir geholfen werden, durch Gesprächstherapie und Gruppensitzungen?

Könnte ich geheilt werden, um mich in dieser Umgebung glücklich und zufrieden fühlen?

Oder bin ich etwa normal, und die anderen sind krank?

Bin ich der Geisterfahrer, oder die Unzähligen, die mir entgegenkommen?

Mir scheint, ich bin unheilbar in dieser Welt. Selbst HD-TV, Flatrate und Facebook macht mich nicht glücklich. Ich habe doch alles, in dieser schönen, bunten, hochauflösenden Welt!
Wie krank muss man denn sein, wenn man unzufrieden ist, während anderenorts Menschen auf eine handvoll Reis hoffen?

Warum kann ich nicht glauben, an Wachstum und Konkurrenz?
Warum befriedigt mich der Konsum nicht; warum kann ich mich nicht mit den Werten identifizieren, für die die westliche Welt steht?

Bin ich ein Kranker in einer gesunden Gesellschaft
... oder ein Gesunder unter Kranken?

P.S.: Vielen Dank für die Inspiration, Ano 12!

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Zum Gedenken an Siegfrid Lenz: Müßiggang oder das aktive Nichtstun

Abteilung: 'Ich mache was ich will: Nichts!'

 "... Weil die Arbeitswut eine weitgehend internationale Erscheinung ist und ohne Rücksicht auf politische Systeme besteht, darum ist eine Verteidigung des Müßiggangs heutzutage bereits ein müßiges Unternehmen: Es ist verschwendet, es muß wirkungslos bleiben – eine Feststellung übrigens, die nur von einem Mann getroffen werden kann, der seinerseits von der Arbeit besessen ist.
Denn natürlich wird ein leidenschaftlicher Müßiggänger nicht nach Wirkung und Zweck fragen, nach kalkuliertem Nutzen, vielmehr wird er sich gerade für das erklären, was ihm verschwendet erscheint, er wird das Müßige als das einzig Schätzenswerte ansehen. Und das bezeichnet nun auch die Qualität seines „Tuns“. Es ist nicht blinde Geschäftigkeit, die nur die Zeit füllt oder an einem Zweck gemessen wird, sondern schöpferische Nichtarbeit, produktives Träumen, eben: Müßiggang..."
aus Zeit-Online: Siegfrid Lenz: 'Müßiggang oder das aktive Nichtstun' (1962)

Vorwort von S.L. aus 'Tagebuch eines Müßiggängers' von Ben Witters

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Bukowski: 'Diese öden Scheißer'

Abteilung: Apocalypse Now: Die Zombies sind unter uns!

Diese öden Scheißer
"Die Toten kommen angerannt und
halten quer zur Laufrichtung
Reklameschilder für Zahnpasta hoch
die Toten sind besoffen
in der Silvesternacht
zufrieden an Weihnachten
dankbar am Erntedankfest
gelangweilt am 4. Juli
untätig am Tag der Arbeit
ratlos an Ostern
albern im Krankenhaus
nervös bei jeder Geburt;
die Toten kaufen sich Socken und Unterhosen
und Gürtel und Teppiche und Vasen
und Couchtische
die Toten tanzen mit Toten
die Toten schlafen mit Toten
die Toten tafeln mit Toten.

Die Toten kriegen Hunger
sobald sie einen Schweinskopf sehen.

Die Toten werden reich
die Toten werden toter.

Diese öden Scheißer.

Dieser Friedhof
über der Erde.

Ein Grabstein für den
ganzen Schlamassel, und darauf
gehört die Inschrift:
Menschheit, du hattest
von Anfang an nicht
das Zeug dazu.
"


(Charles Bukowski)

[Hervorhebungen vom Duderich]

Darf ich trotzdem links sein?

Abteilung: Sündenfall

(Dieser Beitrag entstand unter dem Einfluss von diesem Text und den Reaktionen darauf. [Kommentare])

  • Ich schaue manchmal Trash-TV. Ich habe erstmalig 'Dschungelcamp' geschaut, als Rainer Langhans daran teilnahm. Links-Ikone. Mitbegründer der Kommune 1. Letztendlich aber nur ein weiterer, nazistischer Idiot... Durchaus erhellend, was sich unter der jeweiligen >Marke des Namens< verbirgt.
  • Ich geh auch manchmal zu McDonalds. Ausschließlich morgens um zu frühstücken. Der ganze Burger-Kram schmeckt mir nicht. Trotzdem!
  • Ich esse Fleisch. Und auch meine Schuhe, meine Gürtel sind aus Leder. Manche meiner Jacken auch.
  • Ich bin Besitzer einer XBox 360. Nutze diese mittlerweile seltener, aber wenn dann lösche ich auch mal digitale Existenzsimulationen aus.
  • Ich liebe Filme. Möchte gerne anspruchsvoll unterhalten werden, schau mir aber auch gerne mal Eye-Candy an. Und, obwohl ich Tom Cruise leiden kann wie Sodbrennen; und obwohl ich die Scientologie (zu deren Mitgliedern er zählt) verachte, haben ich trotzdem Filme mit ihm gesehen und wurde dennoch unterhalten.

Fast ausschließlich alle Sünden, die ein >Linker< begehen kann, habe ich begangen.

Darf ich trotzdem mit dem Finger auf Missstände zeigen?
Bin ich überhaupt authentisch genug, die Reichtumsverteilung anzuprangern?

Ich bin ein armer Sünder, und ich möchte, dass Ihr über mich richtet!

Mittwoch, 17. September 2014

Der oktroyierte Tellerrand

Abteilung: Tulpenzwiebeln auf der Untertasse


Eine Utopie? Die Eloi











Alle politisch Interessierten streben Veränderungen/Verbesserungen an.
Eine weitere steile These: Ein 'weiter so!', selbst im Paradies, wäre eine unpolitische Haltung.
Vielleicht war bereits der 'Sündenfall' (bin absolut unreligiös, aber diese Metapher scheint mir geeignet) dann doch eher ein Glücksfall! Der Mensch (Gottes 'Krone der Schöpfung') wurde vor eine Entscheidung gestellt!

Ja, der Apfel des Baumes der Erkenntnis war vergiftet - aber was wäre aus dem 'Projekt Mensch' denn geworden, wenn er NICHT in den Apfel gebissen hätte?
Die verdammten Eloi ?

Der Apfel als Überbringer der Erkenntnis ist als Metapher schlecht gewählt.
Gegenvorschlag vom Duderich: Der Trüffel!
Man muss eine feine Nase haben um ihn zu orten. Muss sich dann durch Erdreich wühlen (auch durch 'Wurzel'werk) um diese Beute an's Tageslicht zu befördern...
Nicht so der Apfel, der (gerade im Paradies) in den Schoss fällt, oder gar dort hin geworfen wird!(?)

Verlassen wir die biblischen Metaphern und finden uns wieder in der uns umgebenden Realität:

Jeder Mensch hat Probleme - und jeder Mensch hat (wenn auch nicht für alle P.) Lösungsansätze dazu.

Öffentlich (nicht, wie hier - in den Untiefen des Internets) werden ausschließlich Lösungsstrategien präsentiert, die innerhalb dieses Systems denken. Man kann diese Hegemonie (wird noch zu  meinem Lieblingswort...) auch 'Kapitalismus' nennen, 'neoliberal', oder 'marktgläubig':
Es ändert nichts daran, dass nachhaltige Lösungen für viele aktuelle Probleme, innerhalb der vorgegebenen, systemimmanenten Denkstrukturen, nicht lösbar sind.

Über den Kapitalismus hinausführende Gedanken hingegen haben aber schon fast einen 'volksverhetzenden' (mir ist der historische Kontext bewusst) Verdict.

Innerhalb des namensgebenden oktroyierten Tellerrandes darf gedacht werden.
Die stetig aufspreizende Schere zwischen arm und reich bspw. wird aber (bzw. deswegen) weitgehend politisch, wie medial ignoriert, weil dieses Problem systemimmanent (sprich: innerhalb des Kapitalismus nicht lösbar) ist.
Eine dieser Relevanz angemessenen öffentliche Auseinandersetzung damit (außerhalb der vorgegebenen Denkstrukturen), bleibt leider völlig aus.

Lösungsansätze, die über die ganze neoliberale Gehirnwäsche hinausgehen, sind Ausgeburten naiver Spinner, die den Knall (Globalisierung, Konkurrenz, Sachzwänge, ...) noch nicht gehört haben.

Wer Lösungsansätze außerhalb kapitalistischer Doktrinen sucht, wird verfolgt...
... oder fühlt sich so (Paranoia, oder gesunder Menschenverstand?).
Wenn die 'innere Schere' nicht greifen sollte, folgt die 'äußere' dann irgendwann per Datenabgleich und Risikobewertung.

Der Kapitalismus ist im Grundgesetz nicht festgeschrieben.
Der Verfassungsschutz (und andere Zaungäste) beobachtet aber jene, die den Kapitalismus überwinden wollen  - Lösungen außerhalb vorgegebener Denkmuster suchen.
Mit welcher Legitimation eigentlich?

(...)

Traut Euch über vorgegebene Grenzen hinweg zu denken!


Wie sagte mein Vater (Frieden seiner Seele) so schön:

"Gedanken sind zollfrei!"

Freitag, 5. September 2014

Gestöber im Archiv: Eine exemplarische Diskussion

Abteilung: Argumente, Argumente!

Beim Stöbern im Archiv bin ich auf einen älteren Beitrag von mir gestoßen, der eine wirklich interessante Diskussion angestoßen hat.

Und mit Wehmut las ich die Worte von Don M. Tingly.
Fairness, Sachwissen, Souveränität und Eloquenz bestimmten seine Einlassungen.
Leider habe ich lange nichts mehr von ihm gelesen...
Ich hoffe, Dir geht es gut, Don!

Dies soll als Lesetipp für Interessierte verstanden werden. Dieser Tipp zielt nicht auf den Beitrag, sondern ausdrücklich auf die nachfolgende Diskussion.
Exemplarisch für die Gruben, die zwischen >links< und >rechts< verlaufen...

Donnerstag, 4. September 2014

Gedanken über die Legitimation von Frustration

Abteilung: Katzenbabys!

(Nachfolgendes wurde unter dem Einfluss des Dialoges zwischen @Rosi und @Troptard geschrieben:)

"Ich bin mit der Gesamtsituaton unzufrieden!" - ein Lacher im Film 'Der Schuh des Manitu'. Doch welcher Oppositionelle würde diesem Zitat nicht (mit Einschränkungen) zustimmen?
Diese 'Gesamtsituation' frustiert nämlich jeden kritisch hinterfragenden Menschen. Sicherlich würde es mir im Mittelalter nicht besser gehen. Warum also diese ewige Nörgelei? Wieso stelle ich hier nicht mal ab und zu ein Tierbaby-Bild rein? Ein Foto von einem schönen Sonnenuntergang? Warum nicht auch mal was Schönes zeigen?
Als 'kritisch hinterfragender Mensch', als den ich mich gerne sehen möchte, ist es schon schwer eine positive Grundhaltung zu bewahren. Ich fühle mich nicht gut aufgehoben, im Machtgefüge, welches die Geschicke der Menschheit leitet. Sicherlich kann ich mich auch an einem Waldspaziergang erfreuen, mich mit Leuten umgeben, die ich mag und die mich inspirieren.
Ich bin nicht unglücklich, ich bin frustriert. Und ja, der Frust lähmt. Früher habe ich öfter gepostet. Heute weiß ich nicht mehr, wo anfangen und wo aufhören? Was ist noch erwähnenswert, in einer Weltordnung, die wahnsinnig erscheint - aber durchaus 'vernunftgeleitet' ist (im eigenen Wertesystem), um Macht zu konzentrieren und Ausbeutung zu fördern?
Ich spüre eine Frustration (nicht nur in mir, sondern auch um mich herum) die daraus resultiert, dass kein grundlegender >Wandel< in Sicht ist. Da ziellos, herrscht nicht im geringsten Aufbruchstimmung.
Sicher, es gibt Lichtblicke, die Löcher in die Verzweiflung stanzen.
Grundsätzlich bleibt aber die (zu widerlegende) Erkenntnis übrig, dass die Interessen weniger Privilegierter über den Interessen der gesamten Menschheit stehen. Und dies ziemlich unangefochten (wenn man den Widerstand mit dem Grad der Ausbeutung in Relation setzt).

Ich nehme mir das Recht frustriert zu sein.
Es ist keine kreative Haltung, nicht nach vorne gerichtet - sinnlos.
Das Frustriert-Sein entspricht nicht dem Zeitgeist, lässt sich nicht verwerten.
Aber hey, es wird schon genug von mir verwertet, da bleibt mir dann wenigstens meine Frustration! :-)

Und die muss ja dann nicht zwingend in Ohnmacht und Lethargie führen...



Ach, scheiß drauf! Will ja hier keine schlechte Stimmung verbreiten!
Ausnahmsweise, und nie wieder!!!:



Dienstag, 29. Juli 2014

Das einzig Richtige: Sanktionen gegen Putin!

Abteilung: Die vierte Gewalt als Propaganda-Organ

Gerade sah ich einen Bericht des heute-journals zu den Sanktionen gegen Russland. (Erster Beitrag)
Reinstes Propaganda-Fernsehen: Die medialen Lenkraketen, werden gegen Russland in Stellung gebracht. In der Moderation wird Putin mit einem 'schwer erziehbaren Kind' verglichen, bei dem man nicht weiß, ob man strafen oder gut zureden soll. (04:25) Es wird nicht einer einzigen kritischen Meinungen zu den Sanktionen Raum gegeben. Dass die Sanktionen ganz toll und zielführend sind, dafür gab es aber genug stellvertretende Meinungsäußerungen. Eine sicherlich repräsentative Unternehmerin, die selbst Umsatzeinbußen lächelnd in Kauf nimmt, wenn es denn dem Frieden nütze. Geschäfte nicht um jeden Preis! (6:50)
Geht es noch ein wenig polemischer?
Sehr schön auch diese journalistische Stilblüte: "Viele Deutsche aber, so Umfragen, sind für die Handelsbeschränkung." (6:20)
'Viele Deutsche'? 'Umfragen'? Aha!?
Ich würde auch mal gerne ne Umfrage machen:
Möchten Sie diesen Schund weiterhin durch Zwangs-Beiträge mitfinanzieren? Ja? Nein?

Und der SPIEGEL meint noch sich beim Aufschrei der  Reaktionen auf die Cover-Gestaltung falsch verstanden zu wissen. Nee, klar, Fotos von Ünglücksopfern zu missbrauchen und diese um eine Parole zu drapieren, die an Diskursunfähigkeit nicht mehr zu unterbieten ist. "Stoppt. Putin. Jetzt!"
Jawoll!!!
Und dann meint, sich nicht entschuldigen zu müssen, sonder gegenzuhalten (inkl.."Begründung für die Titelzeile")

Hierbei werden folgende Zeilen angeführt (Textauszug aus des dazugehörigen Print-Artikels):
"Hier, in der ostukrainischen Einöde, hat sich Putins wahres Gesicht gezeigt. Der russische Präsident steht enttarnt da, nicht mehr als Staatsmann, sondern als Paria der Weltgemeinschaft. Die Toten von Flug MH17 sind auch seine Toten, er ist für den Abschuss mitverantwortlich, und es ist nun der Moment gekommen, ihn zum Einlenken zu zwingen - und zwar mit harten wirtschaftlichen Sanktionen."
Danke, Spiegel. Wir haben begriffen und sind ausgerüstet für den nächsten Stammtisch.

Es kann einem wirklich Angst und Bange werden:
Fakt ist: Der Abschuss der Passagiermaschine ist nicht restlos aufgeklärt. 'Indizienketten' (SPIEGEL) werden angeführt.Das war's.

Sind wir schon so weit, dass Sanktionen gegen Staaten verhängt werden, bevor ein offizieller Untersuchungsbericht vorliegt? 
Wie viel Propaganda brauchen wir um 'den Feind' zu erkennen? Wie viel davon sind wir bereit zu ertragen?

Sehr passend dazu: Ein mittlerweile in der Mediathek gelöschtes Video


Sonntag, 27. Juli 2014

Die Schlinge zieht sich zu...

Abteilung: Auftragsarbeit für Troptard: "... etwas mit Humor"

Es war ja nur eine Frage der Zeit! Die Überwachung wird immer enger. Kritisch mahnende Zeitgeister, investigative Blogger: All jene sind im Fokus der Überwachung. Darunter natürlich auch ich!
Es wunderte mich also nicht wirklich, dass ich aus dem Bürofenster schauend, einer Überwachungsapparatur ins rotierende Auge blickte.

Dem Qualitätsbloggertum verschrieben, nutze ich natürlich kompetent und routiniert die seit neuestem zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten:


video

Nachfolgend ein Video-Tagebucheintrag, der vielleicht mein letztes Lebenszeichen sein könnte.
Tauche jetzt unter.
Kontaktaufnahme nur über toten Briefkasten oder Chiffre-Meldungen in der Morgenpost.

Meine nächste Nachricht (falls ich nicht vorher gefasst werde) kommt dann aus irgendeinem Internetcafe aus einem Staat ohne Auslieferungsabkommen.

Ihr müsst mir nicht danken, für meine Aufopferungsbereitschaft. Der Duderich nimmt das gerne in Kauf um Euch hinter den 'Vorhang' zu führen.

Hier also mein bisher letzter (und einziger) Video-Tagebucheintrag.
Es wird mein Vermächtnis sein, falls sie mich kriegen.
Schaut dies also mit dem nötigen Respekt!


video

P.S.: Ich bitte die schlechte Tonqualität zu entschuldigen: 
In Wirklichkeit habe ich eine viel coolere Stimme.



Freitag, 25. Juli 2014

Das 'Schutzinteresse der Bevölkerung'

Abteilung: Eine Politik, die nüchtern nicht zu ertragen ist

Es ging durch sämtliche Medien: Das Verwaltungsgericht Köln hat den Selbstanbau von Cannabis für chronische Patienten unter folgenden Auflagen erlaubt:
  • alle anderen Therapien müssen zuvor erfolglos verlaufen sein
  • die Wohnsituation soll den Zugang Dritter zu den Cannabis-Pflanzen verhindern
  • Sicherheitsauflagen müssen erfüllt sein (Einbruchsicherung)
Diese Bedingungen erfüllten drei von fünf Patienten, die geklagt haben. 
Interessant ist hier die Tatsache, dass dieses verbotene und verteufelte Kraut tatsächlich für manche wohl die einzige wirksame Therapie für unterschiedliche Krankheitsbilder darstellt.
Die Leber muss aber tatsächlich zuvor durch >legale< Pharmaka malträtiert werden, bevor Vernunft vernünftig wird, und zu 'Recht' gerinnt. Meiner Interpretation dieses Urteils nach, müsste ein Patient weiterhin Pharmaprodukte konsumieren, die teurer wären und mehr Nebenwirkungen und Gegenanzeigen aufweisen, wenn diese ihm AUCH helfen würden. Weitergedacht ist man als Patient also gezwungen chemische Nachahmungen natürlicher Wirkstoffe einzunehmen, wenn diese AUCH helfen.
Eine Logik, die sich mir nicht erschließen mag.

Helfen kann hier unser Gesundheitsministerium:
Das Interesse des Patienten "an einer Versorgung und Behandlung mit selbst angebautem Cannabis in seiner Privatwohnung" müsse zurückstehen gegenüber "dem Schutzinteresse der Bevölkerung." Quelle: SPIEGEL

Wer aber definiert dieses 'Schutzinteresse'? Die Bevölkerung selbst, oder Jene, die sich anmaßen unsere (Schutz-)Interessen zu definieren? Jene, die ungeachtet der Mortalitätsrate, Alkohol und Zigaretten erlauben und dabei kräftig mitverdienen? Jene, die es tolerieren, dass ihre Bevölkerung verdachtsfrei und massenhaft ausgespäht wird?
In wie fern gilt hier das "Schutzinteresse der Bevölkerung"?
Was wird hier getan, um dieses 'Schutzinteresse' zu gewährleisten?

Dieses Schutzinteresse anzuführen ist meiner Meinung nach mehr als heuchlerisch! 'Schutz' da, wo legislativ gegängelt und erzogen wird, aber nicht da, wo Freiheitsrechte (wie das informationelle Selbstbestimmungsrecht) ad absurdum geführt werden.

Der Staat maßt sich an, mir die Entscheidung, ob ich mich besaufen oder bekiffen will, abzunehmen. Ungeachtet der Tatsache, das Alkohol weitaus suchtgefährdender und schädlicher ist als Cannabis. Und das wird dann (ich wiederhole mich) mit dem 'Schutzbedürfnis der Bevölkerung' begründet!

  • Das alles in dem Wissen, dass Prohibition immer kontraproduktiv in der Bekämpfung von Drogen war.
  • Das alles in dem Wissen, das Prohibition den Nährboden für kriminelle Strukturen bildet.
  • Das alles in dem Wissen, dass die Legalisierung den Konsum von Drogen nie signifikant hat ansteigen lassen.

Das Argument, von Cannabis als Einstiegsdroge ist ebenfalls absurd: Gerade durch die Kriminalisierung von C. werden Konsumenten an jene herangeführt, die evtl. noch andere, gefährlichere Drogen im Angebot haben. Ein kontrollierter Zugang mit Altersbeschränkung in Drogerien oder zertifizierten Abgabestellen würde dies verhindern. Ebenso wie die (sehr gesundheitsschädliche) Zugabe von Blei, um das Gewicht und somit den Verkaufspreis zu erhöhen.

Ich bin nicht für die Legalisierung aller Drogen. Mich ärgert aber diese antiquierte Drogenpolitik, die ungeachtet von Erfahrungen, Studien und gesundem Menschenverstand, erkenntnisresistent weiche Drogen und harte Drogen in einen Topf wirft, schön umrührt und diesen Brei als Drogenpolitik verkauft.

Was mich aber am meisten ärgert, dass mir das auch noch so verkauft werden soll, dass dies in meinem Interesse geschieht!?

Funktioniert so parlamentarische Demokratie?

Und wo bleibt die 'Vierte Gewalt'?

Wo findet ein offener Austausch von Argumenten diesbezüglich statt?
Bei der sich unsere Drogenbeauftragte mal gegen fundierte Argumente wehren müsste?
Findet dieser nicht statt, weil dies zu wenig oder zu viel von gesellschaftlicher Relevanz ist?
Wofür bezahle ich eigentlich GEZ-Gebühren?


Es gibt also nichts zu feiern, an diesem Urteil.
Dass dieses überhaupt solch eine Sensation war, spricht seine eigene Sprache...

Abschließend noch etwas zum Schmunzeln

Donnerstag, 3. Juli 2014

Lesebefehl für den Bundespräsidenten

Abteilung: Das Kreuz mit dem Bundesverdienst

Ich wünschte wirklich, dass 'Monsieur le Président' diesen Brief (bis zum Ende) gelesen hat.

Erkenntnisresistente Vermeidungsstrategien könnten ihn davon abgehalten haben...

Chapeu, Frau (Dr. phil.) Florence Hervé!

Angela Merkel und Sebastian Hahn

Abteilung: Tor!

Was hat Angela Merkel mit Sebastian Hahn(?) gemeinsam?

Hier die Auflösung

Warning: Don't type 'tales'!!!

Donnerstag, 19. Juni 2014

The Pope vs. the Gauck

Abteilung: Celebrity deathmatch

"Weiter führte der Papst aus, das derzeitige Wirtschaftssystem brauche ähnlich wie alle großen Reiche der Geschichte zum Überleben die Kriege. Da ein Weltkrieg unmöglich sei, führe man regionale Kriege. Durch die Produktion und die Herstellung von Waffen sanierten sich die großen Volkswirtschaften und opferten so Menschenleben zu Füßen des Götzen Geld."(Tagesspiegel)


Unser Bundespfaffe ist da ganz anderer Meinung.
So hört sich das an, wenn man aus 'humanistischen Gründen' zum Krieg ruft:

 "Und in diesem Kampf für Menschenrechte oder für das Überleben unschuldiger Menschen ist es manchmal erforderlich, auch zu den Waffen zu greifen", sagte der Bundespräsident weiter. "So wie wir eine Polizei haben und nicht nur Richter und Lehrer, so brauchen wir international auch Kräfte, die Verbrechen oder Despoten, die gegen andere mörderisch vorgehen, stoppen." Für eine solche aktivere Außenpolitik sei in Deutschland ein Mentalitätswechsel nötig, argumentierte Gauck. "Ich habe das Gefühl, dass unser Land eine Zurückhaltung, die in vergangenen Jahrzehnten geboten war, vielleicht ablegen sollte zugunsten einer größeren Wahrnehmung von Verantwortung." Deutschland könne sich auf eine solche Rolle einlassen, weil es inzwischen eine "verlässliche Demokratie" sei."
(Tagesspiegel)

[Hervorhebungen vom Duderich]

Dienstag, 17. Juni 2014

Der Wert eines Menschenlebens

Abteilung: Moralische Dilemmata

Johannes Westhauser. Eine Name, der für eine Person steht. Unbekannt, auch jetzt, wo täglich Meldungen über seine Bergung gesendet werden.

Die Meldungen setzen sich ausschließlich mit der logistischen Herausforderungen der Bergung auseinander. Der überwundenen und zu überwindenden Hindernissen. Man ahnt, wie viel Planung, Man-/Woman-Power, Material, und - vor allem Einsatzbereitschaft und Mut diese Bergung fordert.
Kurz: Das kostet!
Ich nehme mit Genugtuung war, dass die kapitalistische Logik noch nicht in die Riesending-Höhle eingezogen ist. Es wird nicht aufgerechnet und abgewogen.
Ein ganz normaler Mensch (ohne wie immer gearteten Promi/VIP-Status) wird gerettet, koste es was es wolle.
Ich weiß nicht, wer letztendlich die Zeche bezahlt - und das interessiert mich auch nicht. Gerne von meinen Steuergeldern.

Aber trotzdem bleibe ich verwirrt zurück:
Warum wird sich in den Meldungen ausschließlich auf die Bergung konzentriert, und der Mensch Johannes Westhauser bekommt nicht mal eine Statistenrolle?
Erfahrener Höhlenforscher, beruflicher Status, Schädel-Hirntrauma, ähm...
Wurde jemals mehr über ihn geschrieben?
Hätte man mehr über ihn schreiben sollen? Dem Bergungsopfer ein Gesicht geben?
Hat, oder braucht es mich zu interessieren, welche Person denn da genau gerettet wird?
Ganz ehrlich - ich weiß es nicht!

Und weitere Fragen tuen sich da auf, die ich alle nicht beantworten kann:
Was wäre, wenn er ein Kinderschänder wäre, Mörder, Massenmörder, gar Hedgefont-Manager?
Würde ich diesen Aufwand für ebenso gerechtfertigt halten?

Wie viele Menschenleben, in bspw. Somalia, könnten mit dem Kostenaufwand der Bergung gerettet werden?

Und genau hier kommt die kapitalistische Logik um die Ecke:
Alles einpreisen, vergleichen.
Kosten und Nutzen abwägen.

Die ökonomische Vernunft sagt:
Mit möglichst geringem Einsatz, den höchst möglichen Gewinn erzielen.

Angenommen, der Gewinn wäre, Menschenleben zu retten, dann ist die Bergung Westhausers ökonomisch total unvernünftig.
'Ökonomischer' wäre die Rettung hunderter, vielleicht tausender Menschenleben für den Aufwand der Rettung eines Einzelnen.
Fängt Euer moralischer Kompass jetzt auch an zu rotieren?

Und wer seilt sich im Zweifelsfalle ab, um Johannes Westhauser zu verkünden, dass seine Bergung doch zu teuer wäre - im Verhältnis zu einem einzigen Menschenleben. Dass so viele andere viel preiswerter gerettet werden könnten?

Typische loose-loose Situation.

Die Welt scheint mir viel davon...


Mittwoch, 4. Juni 2014

Die Naivität des Optimismus

Abteilung:  'Die Menschheit hatte von Anfang an nicht das Zeug dazu.' (Bukowski)

Alles weiter wie gehabt. Wird schon gut gehen.
Die wenigsten machen es sich bewusst, aber man kann wohl unwidersprochen konstatieren, das gesellschaftliche Interessen, denen des Kapitals geopfert werden.
Hört sich an, wie eine steile These, oder wie eine Binse - je nach Standpunkt.

Der interessierte Mensch, wird täglich informiert über irreversiblen Raubbau an der Natur - unserer Lebensgrundlage.
Man nimmt überbordenden Reichtum wahr - und auf der anderen Seite himmelschreiende Armut, bis zum Hungertod.

Ist es da so naiv, nach Ausgleich zu fragen? 

Ist man dann 'Gutmensch'?
Kommunist?
Sozialist?
Staatsfeind?

Aber ja!

Die Besitzverhältnisse sind zementiert.

In diesem System werden Reiche reicher und Arme ärmer. Das geht gar nicht anders!

Und das hat dann auch eine natürliche Grenze.
Aber bis dahin werden natürliche Ressourcen im gigantischen Ausmaß Kapitalinteressen geopfert worden sein.

Wäre schön, wenn ich glauben könnte, dass die Vernunft rechtzeitig genug siegen möge.

Ich glaube nicht, dass wir, die Menschheit, noch mal die Kurve kriegen.

Ich gebe der Menschheit noch 100 - 300 Jahre.

Danach wird sich dieser Planet erholen.

Und, wie damals die ausgestorbenen Dinosaurier, werden auch wir Platz machen, für eine nachfolgende (intelligentere?) Spezies.

Viel dümmer können die sich ja auch nicht anstellen...

Freitag, 30. Mai 2014

Blogger.com und ich

Abteilung: Superkräfte in der Blogseiten-Welt
Oder: Der 'Heilige Gral': Editierbare gepostete Kommentare

Es ist wirklich ein Aufreger, und wenn ich Dr. David Banner wäre, würde mir das Hemd zu eng werden und meine Hautfarbe ins Grüne changieren:

Meinen mahnenden Finger weise ich hiermit anklagend in die Richtung der Blog-Seiten-Anbieter, in meinem Fall 'Blogger.com'!

Zugegebener Maßen fühle ich mich sogar wohl bei Blogger.com. Die Seite habe ich damals inklusive Design in einer Stunde gebastelt. Kurzum: Einsteigerfreundlich und auch im Späteren sehr Bedienerfreundlich.
Leicht zu handlen das Ganze.

Aber, und jetzt kommt es, das ABER!

Meine Fresse, verdammt noch mal!
Kriegt man es denn programmiertechnisch immer noch nicht hin, dass man als Kommentator gesendete Kommentare verbessern kann?
Stattdessen, muss man dumme, möglicherweise sogar sinnverfremdende, Flüchtigkeitsfehler für die digitale Ewigkeit ins Internet brennen.
Ohne Möglichkeit der Nachbesserung.

Geht nicht, oder kann nicht?!

Ich hab's erlebt! Ja, das geht auf anderen Seiten! Kommentar gepostet - und hatte dann im Nachhinein eine Viertelstunde Zeit (oder so), meinen Kommentar noch mal zu korrigieren [Gedächtnisprotokoll - weiß leider nicht mehr auf welchen Seiten - helft mir!].

Das geht wo anders, aber nicht hier.
Warum nicht?

Also, liebe Kommentaristen, steht auf und SCHREIT:

WIR WOLLEN DIE IM NACHHINEIN EDITIERBARE KOMMENTARFUNKTION!
[Nee, das ist nicht schmissig und kurz genug! Taugt nicht zur Parole. Irgendwelche Vorschläge? :-)]

@Blogger.com:
Bin kurz davor eine Petition zu verfassen! Mit der Solidarität der Masse meiner Leser und Kommentatoren in meinem Rücken! Blogger.com, da könnt ihr aber Probleme kriegen, wenn ich Euch mit meiner Petition komm!

Nehmt Euch in acht, Blogger.com - und stellt mal ein paar fähige Programmierer ein!

Ist doch wahr!



Dieser Text ist Troptard gewidmet.

Donnerstag, 29. Mai 2014

An alle ehemaligen DDR-Bürger

Abteilung: Willkommen im System

Ihr skandiertet damals: 'Wir sind das Volk!'
Ihr habt damit ein System zum einstürzen gebracht. Glückwunsch!
Ihr begehrtet auf, ihr habt euch solidarisiert und seid für die Freiheit auf die Straße gegangen.

Nun seid ihr angekommen, in unserem System. Endlich der freie Zugang zu Waren - keine Schlangen mehr, vor leeren Regalen.
Man kann sich nun alles kaufen - wenn man es sich leisten kann.
Man kann nun überall hinreisen - wenn man es sich leisten kann.

Keine Stasi mehr, nur noch NSA und Co.

Sicher, wir Wessis haben kein revolutionäres Potential. Kaufen Fahrkarten, wenn wir am Bahnsteig demonstrieren wollen.

Aber ihr, die ihr erfolgreich gegen ein unterdrückendes System auf die Straßen gegangen seid:
Seid ihr jetzt zufrieden, angekommen und glücklich - seid ihr jetzt 'das Volk'?

Befriedet es Euch genug, wenn ihr die frei wählen könnt, die Euch weiterhin knechten?

Reicht es Levis zu tragen und Bananen zu kauen, damit Ihr Euch jetzt als 'Volk' fühlt?

Wo seid ihr ehemaligen Ossis? Wir (ehemaligen Wessis) brauchen Euer revolutionäres Potential!

Alles kaufen können (Bedürfnisse), aber sich nichts leisten können (Bedarf).
Ist das Eure Freiheit, für die ihr auf die Straßen gegangen seid?

Durch die Maueröffnung ist nichts zusammengewachsen.
Ihr, die auf die Straßen gegangen seid, für die Freiheit und die Demokratie, wurdet lediglich von einem anderen Ausbeutungssystem assimiliert.


Weder 'Wessis' noch 'Ossis' gehen heute auf die Straßen um ihre Macht als Souverän einzufordern.

Ihr habt uns gezeigt, wie es geht, aber wir haben nichts gelernt.

Ihr Ossis habt gesiegt und versagt.
Wir Wessis haben gesiegt und versagt.

In so fern sind wir dann wohl zusammengewachsen...

Wir sind das 'Volk'; dass ich nicht lache!
Und wir leben in einer Demokratie, in der das Allgemeinwohl politisch umgesetzt wird.
Jede Stimme zählt gleich, egal ob Hartz-IV-Empfänger oder Milliardär.
Niemand glaubt das, aber jeder lebt das, legitimiert das.

Letztendlich sind wir Schafe, die höchstens ein 'Mäh!' ausstoßen, wenn wir unzufrieden sind und uns betrogen fühlen..

Vielleicht sind wir sogar 'das Volk'.
Aber wir sind sicherlich nicht ein Kollektiv von kritisch hinterfragenden Menschen, die gegen Missstände aufbegehren.

Freitag, 23. Mai 2014

Einfach mal so

Abteilung: Was geht ab, und überhaupt: Was soll das?

Ich will mich mal über meinen Ist-Zustand äußern, als Blogger, im Allgemeinen und sogar im persönlichen!

Wow! Wer will da nicht weiterlesen wollen?

Aber nein, ich muss Euch enttäuschen; ich habe keine spektakulären Befindlichkeiten (oder was sonst die Phantasie beflügeln mag) mitzuteilen.

Ob es sie gibt, oder nicht: Ich spüre eine Erwartungshaltung, doch endlich mal wieder den 'Zorn' (nach Schramm) herauszulassen. Und, ja, ich spüre sehr viel Zorn.

Gegen so vieles, was mich umgibt, dass ich nicht weiß, wo anfangen und wo aufhören.

All das, was total unmenschlich und unsolidarisch abläuft, wird mir langsam echt zuviel. Ich bin überfordert! Egal welche inhumanen Zustände man anprangert - es gibt schlimmere!
Sicher gibt es auch noch schlimmere Vergehen, als die Steinigung von Frauen in Saudi Arabien. Schlimmer, falls sie uns weniger Waffen abkaufen würden. Denn es wäre schlecht für unsere Rüstungsindustrie, wenn wir nur jene Staaten belieferten, die sich elementaren Menschenrechten verpflichtet fühlen...

Ich prangere nichts Spezielles an.
Ich prangere das an, was der Vernunft (auch gerade im emanzipatorischen Sinne) und der Moral/Ethik (so konserativ bin ich dann auch) widerspricht.
Jeder, der dies liest, soll sich selbst Gedanken machen, was vernünftiger ist:
Wirtschaftswachstum, oder Nachhaltigkeit?

Es gibt unzählige Krisen. Weltweit  (oder, 'global', falls sich das schmissiger anhört).

Wer mag mir (von den ganzen Anonymussen abgesehen) widersprechen, dass die Erde vor die Hunde geht, wenn Politk und Wirtschaft sich nicht ganz schnell der Vernunft verschreiben?

Wer glaubt dran?
Irgendjemand?
Sie da?
Auch nicht?

Kapitalismus vs, Nachhaltigkeit (ja, genau - scheiß auf die Grünen!)
Verwertung vs. Lebenssinn

Niemals kann beides zusammengehen! Der K. strebt nicht nach dem Glück einer möglichst großen Masse. Nein, die (zahlenmäßig wenigen) Reichen, leben auf den Kosten der Armen.
Fakt!
Irgendein Widerspruch?

Und so blöde und abgeschmackt das auch klingen mag:
Welche Konsequenzen ziehen wir daraus?

Freitag, 9. Mai 2014

Worte, die gemeißelt gehören

Abteilung: Öl, oder Sand?

Kennt jemand Günter Eich
Ich, bis heute (auch) nicht. 
Bin heuer über ihn gestolpert, aber ich strauchelte nicht, sondern tanzte.
Vor mehr als 50 Jahren formulierte er in einem Gedicht 'Träume' folgende Worte:

[Auszug]
"Nein, schlaft nicht, während die Ordner der Welt geschäftig sind!
Seid misstrauisch gegen ihre Macht, die sie vorgeben für
euch erwerben zu müssen.
Wacht darüber, dass eure Herzen nicht leer sind, wenn mit
der Leere eurer Herzen gerechnet wird!
Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!
Seid unbequem, seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt!"


Es gibt niedergeschriebene Gedanken, die wohl nie an Aktualität und Brisanz verlieren. 
Die wirken, als wären sie erst gestern formuliert worden um das zu auszudrücken, was einem AKTUELL unter den Nägeln brennt. 
Ich vermute mal, dass diese Zeilen auch in hundert Jahren genauso frisch und zeitgemäß wirken, wie heute, oder damals, als sie geschrieben wurden.

Was dann doch irgendwie traurig ist, weil es Ausdruck der betonierten Machtverhältnisse ist, die seit jeher funktionieren und folgende Doktrin beinhalten:
Seid angepasst und funktioniert! Ordnet Euch unter und akzeptiert das bestehende Machtgefüge!
Wählt, was ihr wollt, aber erwartet nicht, dass Eure ureigensten Interessen vertreten werden.
Glaubt weiter an die Demokratie, respektive, was Euch unter diesem Etikett verkauft wird, von wegen der Macht des Volkes.

Ehrliche Demokratie lebt nämlich auch den Widerstand (und lässt diesen zu).
Ehrliche Demokratie hinterfragt Doktrinen, und lebt von dem stetigen Kampf der Deutungshoheit.
Lebt davon, bestehende Zustände kritisch zu hinterfragen, um eine bessere und gerechtere Zukunft anzustreben und zu gestalten.

Wir leben aber weder in einer demokratischen, noch in einer gerechten Gesellschaft.
In einer gelebten Demokratie wäre ziviler Ungehorsam Bürgerpflicht um bestehende Verhältnisse zu bekämpfen. 
Gewaltloser, ziviler Widerstand aber, wird von staatlicher Seite mit Wasserwerfern und Pfefferspray bekämpft. 
Sitzblockaden gegen Nazi-Aufmärsche werden statistisch als linksextreme Straftaten gewertet!

Letztendlich empfinde ich es so, dass unhinterfragter Gehorsam und Vasallentreue gefordert wird. 

Insofern ist obiges Zitat so aktuell, als wäre es gestern geschrieben worden.

Denn wir sind seit jeher Öl, statt Sand im Getriebe der bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse.

Aber haben wir uns je gefragt, ob wir Öl oder (doch nicht lieber) Sand sein wollen?

Mittwoch, 7. Mai 2014

Aus sich ergebenen aktuellem Anlass...

Abteilung: Aktivisten, die man kennen sollte

... möchte ich folgendes Video empfehlen (als Beispiel des kreativen Widerstandes).


Dies, in unterstellter und unhinterfragter Kooperation mit dem Weggenossen Pantoufle, der mir dieses Video noch einmal in Erinnerung gerufen hat, und mir und anderen (@Ruby) freundlicherweise durch Verlinkung die Mühsal des Googelns erspart hat.

Möge deren kreativer Widerstand und Engagement uns Inspiration sein.

Freitag, 2. Mai 2014

Das Kasperltheater namens 'Demokratie'

Abteilung: Die allumfassende Verarsche

Prolog:
Ja, es war still um den Duderich. Es gibt Phasen, in denen ich mich wie ein Flusskieselstein fühle. Abgeschliffen, bedeutungslos, gefällig.
Man liegt auf dem Grund eines Flusses, die Strömung (geistiges Rauschen) umschließt einen. Ecken und Kanten  wurden längst rund gelutscht von der Kaskade des täglichen Wahnsinns.

Verzweiflung macht sich breit, Resignation. Welchen Sinn macht es in der Wüste zu stehen, und gegen den allgegenwärtigen Sand anzuschreiben?
In einer Welt, die weitgehend in Ordnung wäre - aber Makel und Fehler hätte, könnte ich mehr schreiben.
In dieser Welt wäre einzeln auftretender Wahnsinn schillernd und leuchtend.

In der Welt aber, in der der Wahnsinn regiert, die Normalität definiert, wo fängt man da an mit seiner Kritik an, und wo hört man auf?

Mir ist bewusst, dass eine gewisse Erwartungshaltung besteht. Möglichst täglich dies und das des 'ganz normalen Wahnsinns' zu kommentieren. Manchmal fehlt mir (mittlerweile) dazu die Lust und Motivation, weil ich es zumindest so empfinde, dass der Wahnsinn sich selbst kommentiert. Dass der Mut sich des eigenen Verstandes zu bedienen eigentlich ausreichen müsste, dieser Kafkaeske Einhalt zu gebieten, oder sie zumindest als solche zu erkennen.

Manchmal komme ich mir vor (als Blogger und im Real-Life), wie jemand, der sprichwörtlich im Walde steht, in eine beliebige Richtung deutet und verkündet: 'Schaut mal, da steht ein Baum!' Wer kritisch hinterfragt, der braucht mich nicht. Andere werden wohl sowieso nie auf meiner Seite landen - und wenn doch, würde es auch nichts ändern.
In einer Welt zu leben, in der Merkel zum dritten Mal demokratisch als Bundeskanzlerin legitimiert wurde, als Jemand, der die Interessen des gemeinen Volkes vertreten soll, der 'Schaden vom deutschen Volk' abwenden soll, da fällt es dann (zumindest mir) schwer nicht zu verzweifeln. Diese Verzweiflung lähmt (mich).

Zum eigentlichen Thema: (liest noch jemand mit?)

Da gibt es also jemanden, der offen gelegt hat, dass die USA verdachtsunabhängig Kommunikationsdaten abgreift. Snowden heißt er. Das Fundament unserer Demokratie, beruht elementar darauf, selbst darüber bestimmen zu können, welche Informationen von wem genutzt wird. Wenn Telefone abgehört werden, E-Mails und SMS gelesen werden, ja sogar Spielekonsolen (X Box One) die technischen Möglichkeiten haben, das privateste auszuspähen, und dies auch offensichtlich praktiziert wird, wo genau ist da denn noch die Grenze zu einem absoluten Überwachungsstaat? Sind wir denn nicht alle vorauseilend gehorsam, weil wir nicht wissen, wer mithört?
Was ich schreibe, was ich lese, was ich sage und was ich sehe: Akzeptieren wir es mittlerweile schulterzuckend, das diese Daten mit technischen Mitteln ausgewertet werden, was in einem terroristischen Gefährdungspotential münden kann? Andersdenkende als Bedrohung?
Wie weit genau sind wir denn noch von faschistischen Strukturen entfernt, die Andersdenkende bekämpfen?

Merkel hat einen Eid darauf geschworen, Schaden vom deutschem Volke abzuwenden. Gemäß ihrem Eid müsste sie die Aufklärung gegenüber ausländischem Verfassungsbruch bekämpfen.
Aber auch inländische Geheimdienste bedienen sich gerne Daten der NSA, wenn es gilt dem Einhalt des Bundesverfassungsgerichts (Vorratsspeicherung) zu umgehen.

Man möge sich endlich mal die Frage stellen, ob diese Regierung noch verfassungsfest ist. Ob unsere Bundeskanzlerin ihrem geleistetem Eid nachkommt, oder ganz andere Interessen vertritt.

Unser Grundgesetz beruht auf den Erfahrungen einer unsäglichen Epoche deutscher Geschichte.
Unser Grundgesetz atmet einen Freiheitsgedanken, der, gerade eben dieser Erfahrungen, einen Freiheitsgedanken nicht nur zulässt, sondern anstrebt. Dazu gehört elementar, dass man Einfluss darauf hat, WEM man seine eigene Gedanken zukommen lassen will - um staatliche Verfolgung Andersdenkender zu vermeiden.

Butter bei die Fisch: 
Sind die Werte des Grundgesetzes (wir haben es versäumt bei der Wiedervereinigung über eine Verfassung abzustimmen) Verfügungsmasse, oder haben sich unsere gewählten Vertreter deren verpflichtet?

Letztendlich zählen nur noch Wirtschaftsinteressen. Geld ist Macht, und Macht dominiert die Politik.

Ging es jemals um die Interessen der Bevölkerung?

Ging es jemals darum, der Masse (Bevölkerung) Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, und überbordender Macht Einhalt zu gebieten?

In der gesamten Menschheitsgeschichte, wäre dies ein Novum.

Dass man die bestehenden Reichtums- und Machtverhältnisse demokratisch nennt, macht es auch nicht besser. Dies macht es lediglich einfacher sich verarschen zu lassen.

Letztendlich hat sich die Menschheit keinen Deut weiterentwickelt. Die Verarsche wurde letztendlich nur subtiler gestaltet und von den modernen Medien willfährig unterfeuert.

Seit jeher geht es um die Bewahrung von Macht- und Besitzverhältnissen.
Seit jeher sind die Legislative, die Judikative und die Exekutive Instanzen, um Besitz- und Machtverhältnisse zu legitimieren.

Wer noch glaubt, alle vier Jahre ein Kreuzchen machen zu dürfen und damit in einer freiheitlichen, basisdemokratischen Gesellschaft zu leben, den kann ich vermutlich auch nicht mehr erwecken können...

Montag, 21. April 2014

In eigener Sache

Leider muss ich vorrübergehend die Moderationsfunktion aktivieren, weil ein gewisser Troll dass Kommentarverbot nicht akzeptiert.

Ich bitte alle Leser, die nicht auf Stunk aus sind für Verständnis.

Zwei hübsche blonde Frauen, die Jimi Hendrix spielen

Abteilung: Zwei Überraschungs-Eier zu Ostern

Reinziehen!




Und in der Konsequenz Frauen mehr zutrauen, als man vom Äußeren schließen mag.

Klingt das jetzt sexistisch oder emanzipatorisch?

Vermutlich beides...

Egal, hebt Eure müden, fetten Ärsche vom Sofa und rockt mit!

Euer dialektischer Duderich


Samstag, 19. April 2014

Uiuiui, die NSA hat mich am Arsch

Abteilung: Vorauseilende Selbstzensur

Ich wurde Zeuge eines Phänomens, welches ich bei all meiner Paranoia nicht für möglich gehalten habe.

Natürlich ging ich davon aus, dass ich auf irgendeiner Liste in der NSA auftauche. Ein Kollege sagte in diesem Zusammenhang, dass das sicherlich der Fall wäre - ich aber unter der Kategorie 'Harmloser Spinner' laufen würde. Dies war nicht böse gemeint und kam auch nicht so an. Ich teilte seine Meinung - irrelevant, wie ich im Machtgefüge des Internets nun mal bin.

Wenn es denn aber so wäre - und vieles deutet darauf hindass eine andere Instanz als ich hier Kommentare lösche, dann gibt das dann schon Vorschub für gewisse Verschwörungstheorien...

Anscheinend wurden Kommentare auf diesem Blog gelöscht - ohne mein Zutun.
Bin natürlich deswegen ein bisschen angepisst: Wieso bleiben meine Beiträge im Netz, während andere gelöscht werden? Bin ich zu angepasst und konform?

Ich wundere mich immer wieder über die Tatsache, dass so viele Zugriffe auf meine Seite vom nordamerikanischen Kontinent heraus erfolgen. Ich habe nicht das Bedürfnis die USA zu besuchen, aber wenn, würde ich mich über Komplikationen bei der Einreise nicht sehr wundern.
Denn ich bin kritisch gegenüber gewisser Haltungen (innen- aber vielmehr außenpolitisch).
Eben wegen diesen Gesichtspunkten akzeptiere ich die USA nicht als moralische Instanz an, denen ich das
Weltgefüge nicht unreflektiert anvertrauen möchte. Dies nennen dann viele 'anti-amerikanisch'.
Es ist dieses 'lieb mich, oder hass mich'-Prinzip. Ich liebe nicht die USA, und ich hasse sie nicht.

Aber es bleibt einfach festzustellen, dass unter der Ägide der USA gefoltert wird (unter Missachtung rechtsstaatlicher Prinzipien - wie auch sonst?), dass in der USA die Todesstrafe exekutiert wird.
Dass die USA imperiale militärische Interventionen betreibt, die dem Völkerrecht widersprechen.
Und nicht zuletzt, dass die USA, das Recht auf informationelle Selbstbestimmung von Angehörigen anderer Staaten schlicht missachten.

Wenn ich dies so ausspreche - macht mich das zum Putin-Freund?

Nein, auch wenn dieser Widerspruch viele intellektuell überfördern mag.

Schwarz und Weiß?
Russland und USA?

Auf beiden Seiten werden Menschenrechte gebrochen.
Wer denn so schlau ist, möge mir sagen, wo mehr.

Zurück zum Thema:
Bei Bloggern und deren Kommentatoren, ist mittlerweile eine Schere (die nicht mal bewusst sein muss), am schneiden.
Darf ich dies und das sagen, ohne in den Fokus von Geheimdiensten zu landen?
Gibt es noch eine freie Meinungsäußerung, ohne Angst vor möglichen Repressionen?

Ganz spannendes Thema, wie ich finde.
Kann man angstfrei noch Meinungen vertreten, die dem vorgekautem Mainstream widersprechen?
Ist der Anspruch auf Sozialismus mittlerweile verfolgungsbewehrt?

Meinungen werden vorgegeben.
Der Pluralismus ist die Basis der Demokratie.
Zur Zeit wirkt es aber so auf mich, dass es eine 'richtige' Meinung gäbe, und eine 'falsche'.
Und genau diese Unterscheidung führt uns ideologisch in die Hegemonie des kalten Krieges. Deren unüberwindbare ideologische Gräben - jenseits der Vernunft.

Aber, wer gibt vor, was richtig und was falsch ist?

Ich für meinen Teil, halte weder die Politik von Obama, noch die von Putin für richtig und unfehlbar.
Ich hoffe, dass ist nicht zu komplex...

Wäre schön, wenn wir unsere Zukunft im Graubereich beider Mächte suchen würden...

Es gilt, die Ideologien beider Herrschaftsansprüche zu überwinden, und die Bedürfnisse der Weltbevölkerung in den Mittelpunkt zu rücken:
Denn weder Putin, noch Obama, interessiert es einen Scheiß, wenn bspw. in Somalia Menschen an Hunger verrecken...

Wer hat mehr Angst vor der Überwachung von amerikanischen, oder russischen Geheimdiensten?

Und übrigens:
Ich halte Putin für ein A....loch.
Und Obama?
Noch schlimmer: Für einen Verräter.
Einer, der angetreten ist, Guantanamo abzuschaffen.
Heute, kein Thema mehr.
Foltern ohne Rechtsstaatlichkeit.

Ich traue Euch beiden Scheißern nicht über den Weg!

Und ich bin sicher, ihr traut euch selber nicht.

Aber ihr vertraut auf die Dummheit Eurer Gefolgschaft.

Putin und Obama.
Beide Abziehbilder einer überholten Ideologie.
Witzbilder.
Ich nehme euch beide nicht ernst.

Hoffentlich beginnt irgendwann einmal eine Ära, in deren wir solche Leitfiguren nicht mehr brauchen und unsere eigene Zukunft gestalten.

Update: [20.04.]
Der Spam-Ordner wars:
Scheiß NSA - hat mittlerweile schon Blogger.com gehackt! :-P

Freitag, 18. April 2014

Alles ist politisch

Abteilung: Erwartungshaltungen, denen ich nicht folgen will

Habe versucht meinen Lesern einen Einblick in meinen kulturellen Hintergrund zu geben.
Denn: Der kulturelle Hintergrund prägt die politische Einstellung, und letztere hat eben auch Einfluss auf erstere.
Beide sind sozusagen 'kommunizierende Röhren'.

Dies ist ein politischer Blog mit eindeutiger Stoßrichtung. Dieser Blog ist zweifellos >linksgerichtet<.
Dieses >Links-Sein< speist sich aber nicht aus einer ideologischen Prägung, sondern aus einem Gerechtigkeitsgefühl heraus. Vermeidbare Not gilt es in meinen Augen zu bekämpfen. Und diese Not, die ökologisch, ökonomisch und sozial auftritt, ist zum größten Teil dieser Ideologie gezollt, die Vermögenden Reichtum verspricht und die Verlierer dieses Konkurrenzsystems schulter- zuckend über die Klinge springen lässt.
Die größte Lüge dieser Ideologie, ist, dass jeder seines Glückes Schmied ist, dass jeder erfolgreich sein könnte, wenn er denn nur genug wollte. Jeder der nur genug an sich selbst glaubt - und natürlich an das System.

'Sozial benachteiligt' heißt nicht vom ausgleichenden (Sozial-)Staat allein gelassen. Es heißt, und meint, unwillig, faul und bildungsfern.
Ohne Antrieb, biersaufend, die eigenen Kinder vernachlässigend.

Politisch beeinflusste Propaganda, die leider an die überwunden geglaubte Geschichte erinnert...

Sämtliche sog. Sparmaßnahmen innerhalb der EU (und auch außerhalb) laufen darauf hinaus, Sozialleistungen zu kürzen.
Undiskutiert, weil nicht kompatibel mit der kapitalistischen Ideologie, bleibt eine Erhöhung der Vermögens-, Reichen-, Erbschafts- und Luxussteuer. Die Reichtumsverteilung von Arm zu Reich scheint als naturgegeben und unabwendbar.

Wie kann das sein in einer Demokratie, wo es doch so viel mehr stimmberechtigte Unterprivilegierte wie Reiche gibt?

  • Die Abgehängten versprechen sich nicht mehr eine Verbesserung ihrer Lebensumstände durch politische Partizipation.
  • Durch Lobbyismus und Korruption beeinflussen die Gewinner dieser Verteilungsmaschine von arm zu reich immer mehr die Gesetzgebung.
  • Was Kant mit 'selbstverschuldeter Unmündigkeit' meinte, gilt heute so nicht mehr: Die Unmündigkeit wird gezielt und manipulativ herbeigeführt. Medien werden durch Konzerne gleichgeschaltet. 
  • Bereits im Kindergartenalter, wie auch in der Grundschule und nachfolgenden Schulformen, nehmen Konzerne immer mehr Einfluss auf den Schulstoff. Kritisches Hinterfragen wird nicht gefördert - vielmehr die unreflektierte Wiedergabe des Gelehrten. Dies gilt insbesondere auch für Universitäten um eine kritisch reflektierende Intelligenzia zu unterbinden.

Tagtäglich prasseln Werbebotschaften auf uns ein, die uns suggerieren, dass uns der Konsum glücklich und erfolgreich macht. Tagtäglich werden wir degradiert, vom mitbestimmenden Bürger herab zum Konsumenten, der schick gekleidet ist, im vorauseilendem Gehorsam modischen Trends folgt. Der ein Smartphone der neusten Generation besitzt, mit überflüssigen Apps, die uns vom wirklich Wichtigen ablenken. Wir fahren Autos, die noch smarter sind als wir selbst, benutzen Rasierer die Schärfer sind als die Klauen des Wolferine. Essen Pizza, die so lecker sind, dass man bei deren Genuss auch Frauenfilme ertragen kann. Trinken Jägermeister als bodenständige, kernige Typen.
Der Konsum von Markenartikeln wird emporgehoben zum nonkonformen, semipolitischem Statement:
Nein, ich laufe nicht der Masse hinterher - ich benutze ein Produkt, welches COOL ist!

Schwachsinnige Messages, die nur durch die ständige Wiederholung und der Gleichschaltung funktionieren.
Das alles soll uns davon ablenken, dass wir nicht dadurch Individuen werden, weil wir ein bestimmtes Produkt benutzen.
Wir sind Individuen, durch unsere HALTUNG, und diese sollte - bei entsprechenden Widerstandspotential sich nicht dadurch ausdrücken, welches Produkt wir kaufen!

Leider!
Denn ich habe als Konsument nicht mehr die Wahl, eine krumme, dafür schmackhaftere Möhre zu kaufen. Ist alles geregelt. EU-Normen und so.

Verdammt, ich möchte die Wahl haben, zwischen genmanipulierten Produkten, die EU-reglementiert sind, und der Artenvielfalt!

Das alles ist politisch!

Dass ich 'The Big Lebowski' den geilsten Film ever finde, ist politisch.

Dass Motörhead meine erste und letzte Liebe ist, ist politisch. (Must-see-Doku über Lemmy HIER!)

Dass der 'Fan Man' das inspierierenste Buch für mich ist (und Mann, ich habe eine Menge gelesen!) ist politisch.

Ich bin nicht nur der, der eine politische Haltung vertritt.

Ich bin ein Individuum, das Vorlieben hat.

Ich hoffe, ich wirke nicht so, als Einer der sich narzisstisch selbst feiert.

Ich bin Jemand, mit Stärken und Schwächen.

Ihr könnt, 'The Big Lebowski' scheiße finden, ebenso, Motörhead, oder den 'Fan Man'.

Ja, ihr könnt sogar mich scheiße finden (dürft ihr).

Ich bin weitaus mehr, als meine politische Haltung!
Das mag den Einen überfordern  und den Anderen langweilen,.
Ich masse mir an, mit dem einen, wie auch dem anderen, leben zu können..

Ich bin ein Mensch unter Vielen.
Genau so, möchte ich mich verstanden wissen.

Und ich möchte auch nicht denen folgen, die eine Richtung vorgeben, wohin eine konkurrierende Richtung des Andersdenkends folgen soll:

Ich will eine andere Welt!
Bin nicht Jener, der diese Welt durch angepasst-sein stützen will.

Habe keine Lösung, nur einen Anspruch, den ich hier hinausschreie!

Kein Utopia, welches ich hier ausrufe.

Wünsche mir eine Kultur herbei des Nonkonformismus.
Des kritischen Hinterfragens.
Wünsche mir eine Gegenkultur herbei, die die Untiefen des bestehenden Systems erkennt und eine Alternative dazu entwickelt.

Ein Jeder mag diese 'Gegenkultur' für sich selbst entwickeln!

Ich hoffe, dass gerade die Vielfalt dieser Gegenkultur bereichert und nicht spaltet.

Es liegt vielen daran, einer möglichen Gegenbewegung entgegenzuwirken. Deren Waffe ist die Spaltung.

Umso mehr sind wir aufgerufen, einen gemeinsamen Nenner zu finden!

Und diesen auch zu formulieren.
Dafür einzutreten!

Für politische Opposition reicht es nicht, die LINKE zu wählen...

Montag, 14. April 2014

Fan Man

Abteilung: Lesetipp

Bester Film, ever: The Big Lebowsiki
Beste Gruppe, ever: Motörhead
So sah die erste deutsche Ausgabe aus. Hatte ich mal; jetzt nicht mehr - verschenkt oder verliehen - ich weiß es nicht....
... und das verdammteste, schrägste, lustigste Buch, was ich jemals gelesen habe, ist 'Fan Man', von William Kotzwinkle. Horse Badortie, Mann, ist der Held, den wir meiden und bemitleiden würden. Er ist der, der aus Kindern wird, die in der Kirche furzen. Einer, der eine Gummischlange als Krawatte trägt - nicht mit Stolz, sondern einfach so. Er hat so viele Pläne, dass er keinen verwirklichen kann, weil immer irgendetwas total wichtiger ist, als das, was er gerade tut.
Horse Badortie lebt den Moment. Es gibt kein gestern und kein morgen. Und selbst das Jetzt ist ein unübersehbares Bündel an Möglichkeiten, die man jeweils nicht wählen kann, weil man die anderen nicht auslassen will. Der 'Fan Man' ist eine aberwitzige Figur, die unvernünftiger nicht sein könnte.
Andererseits ist er ein Phänomen der Gesellschaft, die maßlosen Müll produziert. Er liebt den Müll, ja, er LEBT ihn!
Stapelt in meterhoch auf, in seinem Apartment Eins und Nummer Zwei.


In der verbreiteten Wahrnehmung einer, der therapiert werden, geläutert werden müsste.

In Deutschland jemand, der als Sozialschmarotzer verfolgt gehört.

Für all Jene, die sich nicht um Konventionen scheren, sich nicht den Dogmen unterwerfen, sondern einfach ihr Leben leben, egal wie andere darüber denken.

Wenn ihr die Bibel der Unvernunft lesen wollt, dann versucht Euch dieses Buch zu besorgen!

Donnerstag, 10. April 2014

F.R.E.E.D.O.M.

Abteilung: Texträtsel

Nachfolgend ein Auszug eines Songtextes, der vor längerer Zeit verfasst wurde, aber an Aktualität nichts eingebüßt hat. Halte die Quelle dieses Textes erstmal zurück, falls jemand raten möchte, von wem diese Lyrics stammen. Werde dann gegebenenfalls diesen Post mit Quellenangabe in ein paar Tagen updaten.

(...)
Rewrites every story, every poem that ever was.
Eleminates incompetence, and those who break the laws.
Follow the instructions of the New Ways' Evil Book of Rules.
Replacing rights with wrongs, the files with records in the schools.

You say, you've got the answers, well who ask you anyway?
Ever think maybe it was meant to be this way?
Don't try to fool us, we know the worst is yet to come.
I believe my kingdome will come.

Chorus:
F, is for fighting, R, is for red.
Ancestors' blood in battles they've shed.
E, we elect them, E, we eject them.
In the land of the free, and the home of the brave
D, for your dying, O, your overture.
M, they will cover your grave with manure.
(M, is for money, you know what that cures.)
This speels out freedom, it means nothing to me.
As long as there's is a P.M.R.C.
(...)
[Hervorhebungen vom Duderich]

Update:
Rätsel gelöst.
Die Lyrics stammen von Megadeth 'Hook in Mouth' (1988)



Montag, 7. April 2014

Die CDU und die Gewaltenteilung

Abteilung: Verfassungsschutz gehört dem Verfassungsschutz!

Ist aber auch wirklich eine Frechheit:
Das Bundesverfassungsgericht - oberstes Organ der Judikative - maßt sich doch tatsächlich an, sich nicht als Erfüllungsgehilfe und Durchwinker des Legislative zu sehen. Skandal!

Sogar Verfassungsrichter mit CDU-Parteibuch (Peter Huber) verstehen sich mehr als Interpreten des Grundgesetzes als Vertreter von Parteipolitik!

Glücklicherweise wurde dieser offensichtliche Missstand nicht nur erkannt und angeprangert, sondern auch mit Lösungsvorschlägen flankiert:

  • Kontrolliertere Auswahl der Kandidaten für die Richterposten
  • Die Zuständigkeit des Bundesverfassungsgerichts beschneiden
  • Die Amtszeit der Bundesverfassungsrichter verringern um unliebsame Richter schneller austauschen zu können.

Wer also wie Volker Kauder und Gleichgesinnte in diesem Sinne unterstützen will, der sollte auch in Zukunft die CDU wählen. Denn das lästige Grundgesetz sollte schließlich spätestens dann seine Wirkung verlieren, wenn es das Wirtschaftswachstum, respektive die allumfassenden Weisheit der Christlich-Demokratischen-Union und deren Allmachtsphantasien behindert.

Wer derweil auf eine Stellungnahme von unserer Kanzlerin und Bundesvorsitzende der CDU wartet, sollte nicht enttäuscht sein, wenn diese ausbleibt. Schließlich sprechen die Argumente für sich...

Nachzulesen hier (Quelle SPIEGEL)
Aus Unmut über die jüngsten Urteile des Bundesverfassungsgerichts will die Führung der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag künftig stärker auf die Auswahl von Kandidaten für die Richterposten achten. Entsprechende Überlegungen stellten konservative Unionsabgeordnete um Fraktionschef Volker Kauder (CDU) am vergangenen Donnerstag bei einem Treffen des "Xantener Kreises" an. Die Unionsabgeordneten beklagten, dass Karlsruhe mit seinen Urteilen eine Liberalisierung der Gesellschaft vorantreibe und dabei die eigenen Zuständigkeiten überschreite. Das Gericht mache Gesellschaftspolitik, sagte der ehemalige Verteidigungsminister und Verfassungsrechtler Rupert Scholz. Die Verfassungsrichter hatten zuletzt das Ehegattensplitting auf homosexuelle Paare ausgeweitet und deren Adoptionsrechte gestärkt. Die Richter werden mit Zweidrittelmehrheit von Bundestags-Wahlausschuss und Bundesrat gewählt. Den bestimmenden Einfluss haben daher bislang stets Union und SPD. Besonders verärgert waren einige Teilnehmer der Runde über den amtierenden Richter Peter Huber, zuvor CDU-Innenminister in Thüringen. Huber ist Mitglied des Senats, der die Dreiprozenthürde zur Europawahl gekippt hatte, was in der Union auf Empörung gestoßen war. Huber tue so, als hätte er nie etwas mit der Union zu tun gehabt, hieß es. In der Runde der konservativen Unionspolitiker sitzen unter anderem der Innenpolitiker Wolfgang Bosbach (CDU) sowie Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer (CSU). Zuvor hatte sich schon Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) Rat von Verfassungsrechtlern eingeholt, wie man die Zuständigkeit des Gerichts beschneiden könnte. Es wurde auch darüber gesprochen, die zwölfjährige Amtszeit der Richter zu verkürzen. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) sieht die Debatte über das Gericht mit Unbehagen. "Die Kritik ist überzogen und unangemessen", sagte Maas. "Mit mir wird es keine Änderung der Struktur und der Kompetenzen des Bundesverfassungsgerichts geben. Die Politik sollte sich vielmehr selbstkritisch fragen, was sie dazu beigetragen hat, dass so viele grundsätzliche politische Fragen in Karlsruhe geklärt werden müssen."
(Hervorhebungen vom Duderiich)

Glücklicherweise funktioniert wenigstens der Verfassungsschutz im Sinne der CDU!