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Freitag, 28. März 2014

Für alle die, die es noch nicht gesehen haben

Abteilung:  Must see

Ich habe dieses Video bereits vorgestellt, aber ich befürchte, dass es zu viele meiner Leser noch nicht genossen haben.

Es wäre schade um jeden Einzelnen, finde ich.




Montag, 17. März 2014

Eine Staatsanwaltschaft, die enttäuscht

Abteilung: Feiste Ärsche und feine Roben
Oder: Eine 'ziemlich größere Sache'

Es geht mir hier - wie der Titel wohl andeuten mag, nicht vordergründig um Hoeneß.
Aber das muss ich doch mal dazu loswerden:

Es ist doch wirklich total lächerlich, eigentlich völlig absurd, Hoeneß zu einem Helden zu stilisieren, weil er einen richterlichen Spruch akzeptiert! Das ist normalerweise Standard, aber dass die Lichtgestalt Hoeneß, aber wirklich selbst(!), bereit ist für seine Verfehlungen einzusitzen, gilt ja mittlerweile schon fast als Bundesverdienstkreuz-würdig!
Auch Merkel (immerhin unsere Kanzlerin) ist sich nicht zu schade, einem überführten Steuerbetrüger ihren 'Respekt' zu zollen. Weil er seine Strafe akzeptiert..?

"Die Bundeskanzlerin hat Respekt vor der Entscheidung, die Herr Hoeneß heute in seiner persönlichen Erklärung ausgedrückt hat", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. 
(Quelle: SPIEGEL online)

Eine ähnliche Solidarisierung unseres Staatsoberhauptes mit den Unterprivilegierten, mit den Abgehängten dieses Systems, würde man sich dann doch einmal (in einer Illusion gelebter Demokratie) wünschen!

Es wäre eines eigenen Textes würdig, warum Hoeneß auf eine Revision verzichtet.
Gelebte Reue wird für diese Entscheidung sicherlich nicht das leitende Motiv gewesen sein.

Der Verzicht auf die Revision war strategisch eigentlich zwingend - wenn man wie ich (als Verschwörungstheoretiker - und Gutmensch) davon ausgeht, dass sich noch viel mehr hinter dieser Geschichte verbirgt. Möglicherweise andere illegale Geschäfte namhafter Persönlichkeiten, die im Rahmen erweiterter Ermittlungsarbeiten in das Licht der Öffentlichkeit gezerrt werden könnten...

Das Gerichtsverfahren fühlte sich an, wie durchgewunken.

Die hinterzogenen Millionenbeträge überschlugen sich, 70.000(!)-seitige Dokumente wurden lange nach Fristsetzung und kurz vor Gerichtsverfahren der Staatsanwaltschaft zur Verfügung gestellt.
Wie lange dauerte das Gerichtsverfahren noch mal?

Es geht mir hier nicht um Hoeneß. Wenn dem mal für ein paar Monate jemand sagt, wann er seinen Kaffee trinken darf, dann bin ich schon zu frieden.

Aber:
Sehe ich das falsch, dass es ein öffentliches Interesse zur Weiterverfolgung dieser Spekulationsgeschäfte über die Schweiz (insbesondere im Umfeld von Hoeneß) gibt?

"Wie schaffte es Hoeneß, bis zu 30 Börsentransaktionen täglich abzuwickeln? Reichte dazu ein Pager oder hätte er nicht eher tagtäglich vor mindestens zwei Monitoren sitzen müssen, um den Überblick über Kurs- und Chartverläufe, Transaktionen und Hebelprodukte zum Devisenhandel bewahren zu können? Wie passt das zu einem Uli Hoeneß, der stets damit kokettierte, keinen Computer im Büro stehen zu haben und nichts anfangen zu können mit moderner Technik?

Wurden wirklich alle Hoeneß-Konten in der Schweiz durchforstet, denn er soll nicht nur bei Vontobel Kunde gewesen sein, sondern möglicherweise auch bei der Graubündner Kantonalbank? Was hat er im Mai vergangenen Jahres eine Stunde lang in einer Filiale dieser Bank gemacht? Wieso klagte der Staatsanwalt nur 3,5 Millionen Euro hinterzogene Steuern an und nicht jene 28,5 Millionen, die dann im Prozessverlauf genannt wurden? Hing das mit den verspätet eingereichten Dokumenten der Hoeneß-Seite zusammen oder gab es doch so etwas wie einen Deal zwischen Staatsanwaltschaft und dem Angeklagten?"

Wäre es dann, möge die Staatsanwaltschaft meine Einschätzung teilen, nicht ihre Aufgabe gewesen, in Revision zu gehen?

Ich werde das Gefühl nicht los, dass hier eine 'ziemlich größere Sache' unter den Teppich gekehrt werden soll...

Übrigens: Die Staatsanwaltschaft ist weisungsgebunden...

Alles in Allem:
Zumindest für mich ein weiterer Verlust in dem Glauben an die Rechtsstaatlichkeit (insbesondere an deren Unabhängigkeit).

An 'Gerechtigkeit' glaube ich übrigens schon lange nicht mehr...


Euer Verschwörungstheoretiker und Gutmensch
Duderich

Donnerstag, 13. März 2014

Hohn und Hoeneß

Abteilung: 'Steuergerechtigkeit' heißt mehr, als Strafvollzug

Als ich heute um 14:00h das Urteil per Liveticker erwartete, brach der Server auf SPIEGEL-online wohl zusammen. Ähnlich bei anderen Nachrichten-Seiten. Sowas hatte ich zuvor noch nicht erlebt. Die Seiten wollten sich einfach (wohl wegen Überlastung) nicht aufbauen.
Warum der Fall Hoeneß soviel Aufmerksamkeit erzeugt (in Rückkopplung mit den Medien) hat viele Gründe. Der wirksamste ist wohl, dass es erstmals möglich, sogar wahrscheinlich erschien/erscheint, dass einer von den (Einfluss-)Reichen öffentlichen Persönlichkeiten tatsächlich (ohne Bewährung) einsitzen muss!

Nebenbei wurde bei der Verfolgung der Causa Hoeneß die Dimension des täglichen, systemgeschuldeten Irrsinns, den es 'dort draußen' gibt, bewusst gemacht (zumindest mir ging es so).
Man muss sich nur einmal das Gezappel der Broker an der Börse ansehen - da hat man dann eine visuelle Vorstellung davon, welch' Wahn ansonsten, nur in Bruchteilen von Sekunden, digital vonstatten geht.
Jede Sekunde, millionenfach.

Einer, der immense Summen (Hochrechnungen sehen ein Zocker(!)-Kapital im dreistelligem Millionenbereich) digital von A nach B geschoben hat - um so seinen Reichtum ohne Leistung zu vermehren, ist Ulrich Hoeneß.
Das ist alles legal und auch so gewollt!
Nicht umsonst ist die Kapitalertragssteuer niedriger als die Einkommens- steuer (Steuern sollen steuern).
Man muss sich das mal zwischen den beiden Gehirnhälften zergehen lassen:
In unserer 'Leistungsgesellschaft' wird die Ertragsarbeit höher besteuert, als Spekulationsgewinne!

Zur 'Steuergerechtigkeit' gehört EBEN NICHT nur, dass Menschen wie Hoeneß wirklich mal einsitzen, sondern vielmehr, 'Steuergerechtigkeit' als Anspruch zu verstehen, den Reichtum dieser Gesellschaft gerechter zu verteilen!
Die momentanen Verhältnisse sind nicht mehr 'verhältnismäßig'.
Die Gesellschaft bricht auseinander - nicht nur in Deutschland; auch in Europa und dem Rest der Welt.

(...)

Wie man sieht, kann man sich in der Auseinandersetzung mit dem Fall Hoeneß, munter auf die Meta-Ebenen schwingen...

Die Person Hoeneß selbst ist mir egal. Ein Sack von vielen. Ich mag ihn nicht, zugegeben.

Noch ist er nicht im Knast - aber wenn dann irgendwann einmal tatsächlich die Zellentür hinter Ulrich Hoeneß zufällt, dann falle ich auch nicht entspannt zurück, und wähne mich in einer gerechteren Welt.

Ach ja: Das letztendliche Urteil ist ein El Dorado linker Rechenspiele!
Denn es stellt eine, der Gesellschaft hinterzogenen Summe, einem Strafmaß gegenüber:

27.200.000 € und 3.5 Jahre Haft.

Beispiele?

  • Wie viel Millionen hätte Hoeneß (rechnerisch) hinterziehen müssen, um die Höchststrafe von 10 Jahren zu bekommen?
  • Wie vielen Harz IV-Empfängern könnte man mit 27,2 Millionen ein Weihnachtsgeld von 100€ auszahlen? (Hoeneß betonte während des Verfahrens, er sei kein Sozialschmarotzer)


Weitere Vorschläge? :-)


Letztendlich ist die soziale Frage eine Frage der Verteilungsgerechtigkeit.
Eine Binsenweisheit, die wir zu oft aus den Augen verlieren.
Überbordender, unverhältnismäßiger Reichtum muss genauso bekämpft werden, wie die Armut.

Beides ist der SELBE Kampf!


Diesen Text widme ich Ulrich Hoeneß, dessen Gier und Dummheit mich zu diesem Geschreibsel inspiriert hat. 
Danke übrigens auch für Dein soziales Engagement.


Dienstag, 4. März 2014

Ein Foto als politisch inkorrekter Bilderwitz

Abteilung: Es darf gelacht werden... 
Unterabteilung: ... muss aber nicht


Zur 'German School' REEECHTSSCHWENK! Marsch!