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Freitag, 30. Mai 2014

Blogger.com und ich

Abteilung: Superkräfte in der Blogseiten-Welt
Oder: Der 'Heilige Gral': Editierbare gepostete Kommentare

Es ist wirklich ein Aufreger, und wenn ich Dr. David Banner wäre, würde mir das Hemd zu eng werden und meine Hautfarbe ins Grüne changieren:

Meinen mahnenden Finger weise ich hiermit anklagend in die Richtung der Blog-Seiten-Anbieter, in meinem Fall 'Blogger.com'!

Zugegebener Maßen fühle ich mich sogar wohl bei Blogger.com. Die Seite habe ich damals inklusive Design in einer Stunde gebastelt. Kurzum: Einsteigerfreundlich und auch im Späteren sehr Bedienerfreundlich.
Leicht zu handlen das Ganze.

Aber, und jetzt kommt es, das ABER!

Meine Fresse, verdammt noch mal!
Kriegt man es denn programmiertechnisch immer noch nicht hin, dass man als Kommentator gesendete Kommentare verbessern kann?
Stattdessen, muss man dumme, möglicherweise sogar sinnverfremdende, Flüchtigkeitsfehler für die digitale Ewigkeit ins Internet brennen.
Ohne Möglichkeit der Nachbesserung.

Geht nicht, oder kann nicht?!

Ich hab's erlebt! Ja, das geht auf anderen Seiten! Kommentar gepostet - und hatte dann im Nachhinein eine Viertelstunde Zeit (oder so), meinen Kommentar noch mal zu korrigieren [Gedächtnisprotokoll - weiß leider nicht mehr auf welchen Seiten - helft mir!].

Das geht wo anders, aber nicht hier.
Warum nicht?

Also, liebe Kommentaristen, steht auf und SCHREIT:

WIR WOLLEN DIE IM NACHHINEIN EDITIERBARE KOMMENTARFUNKTION!
[Nee, das ist nicht schmissig und kurz genug! Taugt nicht zur Parole. Irgendwelche Vorschläge? :-)]

@Blogger.com:
Bin kurz davor eine Petition zu verfassen! Mit der Solidarität der Masse meiner Leser und Kommentatoren in meinem Rücken! Blogger.com, da könnt ihr aber Probleme kriegen, wenn ich Euch mit meiner Petition komm!

Nehmt Euch in acht, Blogger.com - und stellt mal ein paar fähige Programmierer ein!

Ist doch wahr!



Dieser Text ist Troptard gewidmet.

Donnerstag, 29. Mai 2014

An alle ehemaligen DDR-Bürger

Abteilung: Willkommen im System

Ihr skandiertet damals: 'Wir sind das Volk!'
Ihr habt damit ein System zum einstürzen gebracht. Glückwunsch!
Ihr begehrtet auf, ihr habt euch solidarisiert und seid für die Freiheit auf die Straße gegangen.

Nun seid ihr angekommen, in unserem System. Endlich der freie Zugang zu Waren - keine Schlangen mehr, vor leeren Regalen.
Man kann sich nun alles kaufen - wenn man es sich leisten kann.
Man kann nun überall hinreisen - wenn man es sich leisten kann.

Keine Stasi mehr, nur noch NSA und Co.

Sicher, wir Wessis haben kein revolutionäres Potential. Kaufen Fahrkarten, wenn wir am Bahnsteig demonstrieren wollen.

Aber ihr, die ihr erfolgreich gegen ein unterdrückendes System auf die Straßen gegangen seid:
Seid ihr jetzt zufrieden, angekommen und glücklich - seid ihr jetzt 'das Volk'?

Befriedet es Euch genug, wenn ihr die frei wählen könnt, die Euch weiterhin knechten?

Reicht es Levis zu tragen und Bananen zu kauen, damit Ihr Euch jetzt als 'Volk' fühlt?

Wo seid ihr ehemaligen Ossis? Wir (ehemaligen Wessis) brauchen Euer revolutionäres Potential!

Alles kaufen können (Bedürfnisse), aber sich nichts leisten können (Bedarf).
Ist das Eure Freiheit, für die ihr auf die Straßen gegangen seid?

Durch die Maueröffnung ist nichts zusammengewachsen.
Ihr, die auf die Straßen gegangen seid, für die Freiheit und die Demokratie, wurdet lediglich von einem anderen Ausbeutungssystem assimiliert.


Weder 'Wessis' noch 'Ossis' gehen heute auf die Straßen um ihre Macht als Souverän einzufordern.

Ihr habt uns gezeigt, wie es geht, aber wir haben nichts gelernt.

Ihr Ossis habt gesiegt und versagt.
Wir Wessis haben gesiegt und versagt.

In so fern sind wir dann wohl zusammengewachsen...

Wir sind das 'Volk'; dass ich nicht lache!
Und wir leben in einer Demokratie, in der das Allgemeinwohl politisch umgesetzt wird.
Jede Stimme zählt gleich, egal ob Hartz-IV-Empfänger oder Milliardär.
Niemand glaubt das, aber jeder lebt das, legitimiert das.

Letztendlich sind wir Schafe, die höchstens ein 'Mäh!' ausstoßen, wenn wir unzufrieden sind und uns betrogen fühlen..

Vielleicht sind wir sogar 'das Volk'.
Aber wir sind sicherlich nicht ein Kollektiv von kritisch hinterfragenden Menschen, die gegen Missstände aufbegehren.

Freitag, 23. Mai 2014

Einfach mal so

Abteilung: Was geht ab, und überhaupt: Was soll das?

Ich will mich mal über meinen Ist-Zustand äußern, als Blogger, im Allgemeinen und sogar im persönlichen!

Wow! Wer will da nicht weiterlesen wollen?

Aber nein, ich muss Euch enttäuschen; ich habe keine spektakulären Befindlichkeiten (oder was sonst die Phantasie beflügeln mag) mitzuteilen.

Ob es sie gibt, oder nicht: Ich spüre eine Erwartungshaltung, doch endlich mal wieder den 'Zorn' (nach Schramm) herauszulassen. Und, ja, ich spüre sehr viel Zorn.

Gegen so vieles, was mich umgibt, dass ich nicht weiß, wo anfangen und wo aufhören.

All das, was total unmenschlich und unsolidarisch abläuft, wird mir langsam echt zuviel. Ich bin überfordert! Egal welche inhumanen Zustände man anprangert - es gibt schlimmere!
Sicher gibt es auch noch schlimmere Vergehen, als die Steinigung von Frauen in Saudi Arabien. Schlimmer, falls sie uns weniger Waffen abkaufen würden. Denn es wäre schlecht für unsere Rüstungsindustrie, wenn wir nur jene Staaten belieferten, die sich elementaren Menschenrechten verpflichtet fühlen...

Ich prangere nichts Spezielles an.
Ich prangere das an, was der Vernunft (auch gerade im emanzipatorischen Sinne) und der Moral/Ethik (so konserativ bin ich dann auch) widerspricht.
Jeder, der dies liest, soll sich selbst Gedanken machen, was vernünftiger ist:
Wirtschaftswachstum, oder Nachhaltigkeit?

Es gibt unzählige Krisen. Weltweit  (oder, 'global', falls sich das schmissiger anhört).

Wer mag mir (von den ganzen Anonymussen abgesehen) widersprechen, dass die Erde vor die Hunde geht, wenn Politk und Wirtschaft sich nicht ganz schnell der Vernunft verschreiben?

Wer glaubt dran?
Irgendjemand?
Sie da?
Auch nicht?

Kapitalismus vs, Nachhaltigkeit (ja, genau - scheiß auf die Grünen!)
Verwertung vs. Lebenssinn

Niemals kann beides zusammengehen! Der K. strebt nicht nach dem Glück einer möglichst großen Masse. Nein, die (zahlenmäßig wenigen) Reichen, leben auf den Kosten der Armen.
Fakt!
Irgendein Widerspruch?

Und so blöde und abgeschmackt das auch klingen mag:
Welche Konsequenzen ziehen wir daraus?

Freitag, 9. Mai 2014

Worte, die gemeißelt gehören

Abteilung: Öl, oder Sand?

Kennt jemand Günter Eich
Ich, bis heute (auch) nicht. 
Bin heuer über ihn gestolpert, aber ich strauchelte nicht, sondern tanzte.
Vor mehr als 50 Jahren formulierte er in einem Gedicht 'Träume' folgende Worte:

[Auszug]
"Nein, schlaft nicht, während die Ordner der Welt geschäftig sind!
Seid misstrauisch gegen ihre Macht, die sie vorgeben für
euch erwerben zu müssen.
Wacht darüber, dass eure Herzen nicht leer sind, wenn mit
der Leere eurer Herzen gerechnet wird!
Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!
Seid unbequem, seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt!"


Es gibt niedergeschriebene Gedanken, die wohl nie an Aktualität und Brisanz verlieren. 
Die wirken, als wären sie erst gestern formuliert worden um das zu auszudrücken, was einem AKTUELL unter den Nägeln brennt. 
Ich vermute mal, dass diese Zeilen auch in hundert Jahren genauso frisch und zeitgemäß wirken, wie heute, oder damals, als sie geschrieben wurden.

Was dann doch irgendwie traurig ist, weil es Ausdruck der betonierten Machtverhältnisse ist, die seit jeher funktionieren und folgende Doktrin beinhalten:
Seid angepasst und funktioniert! Ordnet Euch unter und akzeptiert das bestehende Machtgefüge!
Wählt, was ihr wollt, aber erwartet nicht, dass Eure ureigensten Interessen vertreten werden.
Glaubt weiter an die Demokratie, respektive, was Euch unter diesem Etikett verkauft wird, von wegen der Macht des Volkes.

Ehrliche Demokratie lebt nämlich auch den Widerstand (und lässt diesen zu).
Ehrliche Demokratie hinterfragt Doktrinen, und lebt von dem stetigen Kampf der Deutungshoheit.
Lebt davon, bestehende Zustände kritisch zu hinterfragen, um eine bessere und gerechtere Zukunft anzustreben und zu gestalten.

Wir leben aber weder in einer demokratischen, noch in einer gerechten Gesellschaft.
In einer gelebten Demokratie wäre ziviler Ungehorsam Bürgerpflicht um bestehende Verhältnisse zu bekämpfen. 
Gewaltloser, ziviler Widerstand aber, wird von staatlicher Seite mit Wasserwerfern und Pfefferspray bekämpft. 
Sitzblockaden gegen Nazi-Aufmärsche werden statistisch als linksextreme Straftaten gewertet!

Letztendlich empfinde ich es so, dass unhinterfragter Gehorsam und Vasallentreue gefordert wird. 

Insofern ist obiges Zitat so aktuell, als wäre es gestern geschrieben worden.

Denn wir sind seit jeher Öl, statt Sand im Getriebe der bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse.

Aber haben wir uns je gefragt, ob wir Öl oder (doch nicht lieber) Sand sein wollen?

Mittwoch, 7. Mai 2014

Aus sich ergebenen aktuellem Anlass...

Abteilung: Aktivisten, die man kennen sollte

... möchte ich folgendes Video empfehlen (als Beispiel des kreativen Widerstandes).


Dies, in unterstellter und unhinterfragter Kooperation mit dem Weggenossen Pantoufle, der mir dieses Video noch einmal in Erinnerung gerufen hat, und mir und anderen (@Ruby) freundlicherweise durch Verlinkung die Mühsal des Googelns erspart hat.

Möge deren kreativer Widerstand und Engagement uns Inspiration sein.

Freitag, 2. Mai 2014

Das Kasperltheater namens 'Demokratie'

Abteilung: Die allumfassende Verarsche

Prolog:
Ja, es war still um den Duderich. Es gibt Phasen, in denen ich mich wie ein Flusskieselstein fühle. Abgeschliffen, bedeutungslos, gefällig.
Man liegt auf dem Grund eines Flusses, die Strömung (geistiges Rauschen) umschließt einen. Ecken und Kanten  wurden längst rund gelutscht von der Kaskade des täglichen Wahnsinns.

Verzweiflung macht sich breit, Resignation. Welchen Sinn macht es in der Wüste zu stehen, und gegen den allgegenwärtigen Sand anzuschreiben?
In einer Welt, die weitgehend in Ordnung wäre - aber Makel und Fehler hätte, könnte ich mehr schreiben.
In dieser Welt wäre einzeln auftretender Wahnsinn schillernd und leuchtend.

In der Welt aber, in der der Wahnsinn regiert, die Normalität definiert, wo fängt man da an mit seiner Kritik an, und wo hört man auf?

Mir ist bewusst, dass eine gewisse Erwartungshaltung besteht. Möglichst täglich dies und das des 'ganz normalen Wahnsinns' zu kommentieren. Manchmal fehlt mir (mittlerweile) dazu die Lust und Motivation, weil ich es zumindest so empfinde, dass der Wahnsinn sich selbst kommentiert. Dass der Mut sich des eigenen Verstandes zu bedienen eigentlich ausreichen müsste, dieser Kafkaeske Einhalt zu gebieten, oder sie zumindest als solche zu erkennen.

Manchmal komme ich mir vor (als Blogger und im Real-Life), wie jemand, der sprichwörtlich im Walde steht, in eine beliebige Richtung deutet und verkündet: 'Schaut mal, da steht ein Baum!' Wer kritisch hinterfragt, der braucht mich nicht. Andere werden wohl sowieso nie auf meiner Seite landen - und wenn doch, würde es auch nichts ändern.
In einer Welt zu leben, in der Merkel zum dritten Mal demokratisch als Bundeskanzlerin legitimiert wurde, als Jemand, der die Interessen des gemeinen Volkes vertreten soll, der 'Schaden vom deutschen Volk' abwenden soll, da fällt es dann (zumindest mir) schwer nicht zu verzweifeln. Diese Verzweiflung lähmt (mich).

Zum eigentlichen Thema: (liest noch jemand mit?)

Da gibt es also jemanden, der offen gelegt hat, dass die USA verdachtsunabhängig Kommunikationsdaten abgreift. Snowden heißt er. Das Fundament unserer Demokratie, beruht elementar darauf, selbst darüber bestimmen zu können, welche Informationen von wem genutzt wird. Wenn Telefone abgehört werden, E-Mails und SMS gelesen werden, ja sogar Spielekonsolen (X Box One) die technischen Möglichkeiten haben, das privateste auszuspähen, und dies auch offensichtlich praktiziert wird, wo genau ist da denn noch die Grenze zu einem absoluten Überwachungsstaat? Sind wir denn nicht alle vorauseilend gehorsam, weil wir nicht wissen, wer mithört?
Was ich schreibe, was ich lese, was ich sage und was ich sehe: Akzeptieren wir es mittlerweile schulterzuckend, das diese Daten mit technischen Mitteln ausgewertet werden, was in einem terroristischen Gefährdungspotential münden kann? Andersdenkende als Bedrohung?
Wie weit genau sind wir denn noch von faschistischen Strukturen entfernt, die Andersdenkende bekämpfen?

Merkel hat einen Eid darauf geschworen, Schaden vom deutschem Volke abzuwenden. Gemäß ihrem Eid müsste sie die Aufklärung gegenüber ausländischem Verfassungsbruch bekämpfen.
Aber auch inländische Geheimdienste bedienen sich gerne Daten der NSA, wenn es gilt dem Einhalt des Bundesverfassungsgerichts (Vorratsspeicherung) zu umgehen.

Man möge sich endlich mal die Frage stellen, ob diese Regierung noch verfassungsfest ist. Ob unsere Bundeskanzlerin ihrem geleistetem Eid nachkommt, oder ganz andere Interessen vertritt.

Unser Grundgesetz beruht auf den Erfahrungen einer unsäglichen Epoche deutscher Geschichte.
Unser Grundgesetz atmet einen Freiheitsgedanken, der, gerade eben dieser Erfahrungen, einen Freiheitsgedanken nicht nur zulässt, sondern anstrebt. Dazu gehört elementar, dass man Einfluss darauf hat, WEM man seine eigene Gedanken zukommen lassen will - um staatliche Verfolgung Andersdenkender zu vermeiden.

Butter bei die Fisch: 
Sind die Werte des Grundgesetzes (wir haben es versäumt bei der Wiedervereinigung über eine Verfassung abzustimmen) Verfügungsmasse, oder haben sich unsere gewählten Vertreter deren verpflichtet?

Letztendlich zählen nur noch Wirtschaftsinteressen. Geld ist Macht, und Macht dominiert die Politik.

Ging es jemals um die Interessen der Bevölkerung?

Ging es jemals darum, der Masse (Bevölkerung) Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, und überbordender Macht Einhalt zu gebieten?

In der gesamten Menschheitsgeschichte, wäre dies ein Novum.

Dass man die bestehenden Reichtums- und Machtverhältnisse demokratisch nennt, macht es auch nicht besser. Dies macht es lediglich einfacher sich verarschen zu lassen.

Letztendlich hat sich die Menschheit keinen Deut weiterentwickelt. Die Verarsche wurde letztendlich nur subtiler gestaltet und von den modernen Medien willfährig unterfeuert.

Seit jeher geht es um die Bewahrung von Macht- und Besitzverhältnissen.
Seit jeher sind die Legislative, die Judikative und die Exekutive Instanzen, um Besitz- und Machtverhältnisse zu legitimieren.

Wer noch glaubt, alle vier Jahre ein Kreuzchen machen zu dürfen und damit in einer freiheitlichen, basisdemokratischen Gesellschaft zu leben, den kann ich vermutlich auch nicht mehr erwecken können...