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Mittwoch, 17. September 2014

Der oktroyierte Tellerrand

Abteilung: Tulpenzwiebeln auf der Untertasse


Eine Utopie? Die Eloi











Alle politisch Interessierten streben Veränderungen/Verbesserungen an.
Eine weitere steile These: Ein 'weiter so!', selbst im Paradies, wäre eine unpolitische Haltung.
Vielleicht war bereits der 'Sündenfall' (bin absolut unreligiös, aber diese Metapher scheint mir geeignet) dann doch eher ein Glücksfall! Der Mensch (Gottes 'Krone der Schöpfung') wurde vor eine Entscheidung gestellt!

Ja, der Apfel des Baumes der Erkenntnis war vergiftet - aber was wäre aus dem 'Projekt Mensch' denn geworden, wenn er NICHT in den Apfel gebissen hätte?
Die verdammten Eloi ?

Der Apfel als Überbringer der Erkenntnis ist als Metapher schlecht gewählt.
Gegenvorschlag vom Duderich: Der Trüffel!
Man muss eine feine Nase haben um ihn zu orten. Muss sich dann durch Erdreich wühlen (auch durch 'Wurzel'werk) um diese Beute an's Tageslicht zu befördern...
Nicht so der Apfel, der (gerade im Paradies) in den Schoss fällt, oder gar dort hin geworfen wird!(?)

Verlassen wir die biblischen Metaphern und finden uns wieder in der uns umgebenden Realität:

Jeder Mensch hat Probleme - und jeder Mensch hat (wenn auch nicht für alle P.) Lösungsansätze dazu.

Öffentlich (nicht, wie hier - in den Untiefen des Internets) werden ausschließlich Lösungsstrategien präsentiert, die innerhalb dieses Systems denken. Man kann diese Hegemonie (wird noch zu  meinem Lieblingswort...) auch 'Kapitalismus' nennen, 'neoliberal', oder 'marktgläubig':
Es ändert nichts daran, dass nachhaltige Lösungen für viele aktuelle Probleme, innerhalb der vorgegebenen, systemimmanenten Denkstrukturen, nicht lösbar sind.

Über den Kapitalismus hinausführende Gedanken hingegen haben aber schon fast einen 'volksverhetzenden' (mir ist der historische Kontext bewusst) Verdict.

Innerhalb des namensgebenden oktroyierten Tellerrandes darf gedacht werden.
Die stetig aufspreizende Schere zwischen arm und reich bspw. wird aber (bzw. deswegen) weitgehend politisch, wie medial ignoriert, weil dieses Problem systemimmanent (sprich: innerhalb des Kapitalismus nicht lösbar) ist.
Eine dieser Relevanz angemessenen öffentliche Auseinandersetzung damit (außerhalb der vorgegebenen Denkstrukturen), bleibt leider völlig aus.

Lösungsansätze, die über die ganze neoliberale Gehirnwäsche hinausgehen, sind Ausgeburten naiver Spinner, die den Knall (Globalisierung, Konkurrenz, Sachzwänge, ...) noch nicht gehört haben.

Wer Lösungsansätze außerhalb kapitalistischer Doktrinen sucht, wird verfolgt...
... oder fühlt sich so (Paranoia, oder gesunder Menschenverstand?).
Wenn die 'innere Schere' nicht greifen sollte, folgt die 'äußere' dann irgendwann per Datenabgleich und Risikobewertung.

Der Kapitalismus ist im Grundgesetz nicht festgeschrieben.
Der Verfassungsschutz (und andere Zaungäste) beobachtet aber jene, die den Kapitalismus überwinden wollen  - Lösungen außerhalb vorgegebener Denkmuster suchen.
Mit welcher Legitimation eigentlich?

(...)

Traut Euch über vorgegebene Grenzen hinweg zu denken!


Wie sagte mein Vater (Frieden seiner Seele) so schön:

"Gedanken sind zollfrei!"

Freitag, 5. September 2014

Gestöber im Archiv: Eine exemplarische Diskussion

Abteilung: Argumente, Argumente!

Beim Stöbern im Archiv bin ich auf einen älteren Beitrag von mir gestoßen, der eine wirklich interessante Diskussion angestoßen hat.

Und mit Wehmut las ich die Worte von Don M. Tingly.
Fairness, Sachwissen, Souveränität und Eloquenz bestimmten seine Einlassungen.
Leider habe ich lange nichts mehr von ihm gelesen...
Ich hoffe, Dir geht es gut, Don!

Dies soll als Lesetipp für Interessierte verstanden werden. Dieser Tipp zielt nicht auf den Beitrag, sondern ausdrücklich auf die nachfolgende Diskussion.
Exemplarisch für die Gruben, die zwischen >links< und >rechts< verlaufen...

Donnerstag, 4. September 2014

Gedanken über die Legitimation von Frustration

Abteilung: Katzenbabys!

(Nachfolgendes wurde unter dem Einfluss des Dialoges zwischen @Rosi und @Troptard geschrieben:)

"Ich bin mit der Gesamtsituaton unzufrieden!" - ein Lacher im Film 'Der Schuh des Manitu'. Doch welcher Oppositionelle würde diesem Zitat nicht (mit Einschränkungen) zustimmen?
Diese 'Gesamtsituation' frustiert nämlich jeden kritisch hinterfragenden Menschen. Sicherlich würde es mir im Mittelalter nicht besser gehen. Warum also diese ewige Nörgelei? Wieso stelle ich hier nicht mal ab und zu ein Tierbaby-Bild rein? Ein Foto von einem schönen Sonnenuntergang? Warum nicht auch mal was Schönes zeigen?
Als 'kritisch hinterfragender Mensch', als den ich mich gerne sehen möchte, ist es schon schwer eine positive Grundhaltung zu bewahren. Ich fühle mich nicht gut aufgehoben, im Machtgefüge, welches die Geschicke der Menschheit leitet. Sicherlich kann ich mich auch an einem Waldspaziergang erfreuen, mich mit Leuten umgeben, die ich mag und die mich inspirieren.
Ich bin nicht unglücklich, ich bin frustriert. Und ja, der Frust lähmt. Früher habe ich öfter gepostet. Heute weiß ich nicht mehr, wo anfangen und wo aufhören? Was ist noch erwähnenswert, in einer Weltordnung, die wahnsinnig erscheint - aber durchaus 'vernunftgeleitet' ist (im eigenen Wertesystem), um Macht zu konzentrieren und Ausbeutung zu fördern?
Ich spüre eine Frustration (nicht nur in mir, sondern auch um mich herum) die daraus resultiert, dass kein grundlegender >Wandel< in Sicht ist. Da ziellos, herrscht nicht im geringsten Aufbruchstimmung.
Sicher, es gibt Lichtblicke, die Löcher in die Verzweiflung stanzen.
Grundsätzlich bleibt aber die (zu widerlegende) Erkenntnis übrig, dass die Interessen weniger Privilegierter über den Interessen der gesamten Menschheit stehen. Und dies ziemlich unangefochten (wenn man den Widerstand mit dem Grad der Ausbeutung in Relation setzt).

Ich nehme mir das Recht frustriert zu sein.
Es ist keine kreative Haltung, nicht nach vorne gerichtet - sinnlos.
Das Frustriert-Sein entspricht nicht dem Zeitgeist, lässt sich nicht verwerten.
Aber hey, es wird schon genug von mir verwertet, da bleibt mir dann wenigstens meine Frustration! :-)

Und die muss ja dann nicht zwingend in Ohnmacht und Lethargie führen...



Ach, scheiß drauf! Will ja hier keine schlechte Stimmung verbreiten!
Ausnahmsweise, und nie wieder!!!: