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Dienstag, 28. April 2015

Ausgebrannt

Abteilung: Die allgegenwärtige Verarsche

Hey, liebe noch verbleibende Leser.

Habe lange nichts mehr gepostet.
Selbst zahllose, verreckende Flüchtlinge über's Mittelmeer konnten mich nicht zur Tastatur rufen.
Es gibt so viel zu schreiben.
Aber in Zeiten, in denen sämtliche Menschenrechte relativiert werden, fühle ich mich paralysiert.
Das elementarste Recht, nämlich das Recht auf Leben; darauf wird täglich geschissen.
Nicht nur in den 3. Welt-Ländern, nein auch hier in Europa verhungern Menschen oder werden in den Suizid getrieben.
Politsch Verfolgten müssen wir nach unserer Gesetzeslage Asyl gewähren. Wer dem Hungertod entfliehen will, der ist Wirtschaftsflüchtling. Wir weigern uns, die Konsequenzen der Armut zu übernehmen, die wir produzieren.
Wir werden vom BND verraten, von der Regierung, ja vom Wahlverhalten unseres eigenen Volkes.
Humanität drückt sich tendenziell nur noch in der Spendenbereitschaft zur Weihnachtszeit aus.
Sicherlich gibt es Ausnahmen, aber zuerst mal geht es um den Wirtschaftsstandort Deutschland, dann um die Europäische Union, und ferner läuft der Rest der Welt.
Politik wird von DAX-Unternehmen bestimmt.
Wenn der demokratische Wille dem nicht mehr folgen will (Beispiel: Griechenland) dann werden sie in Zwangshaft genommen und diskriminiert. Unter Begleitschutz der deutschen 'Qualitätspresse'.

Ich bin einfach müde, auf das Offensichtliche aufmerksam zu machen.

Wer die tägliche Verarsche nicht durchschaut, der brauch auch mich nicht.
Wer sie durchschaut, braucht mich ebenfalls nicht.

Immer mehr tendiere ich zu folgenden, zugegebenermaßen fatalistischen Worten von Charles Bukowski:

"Ein Grabstein für den
ganzen Schlamassel, und darauf
gehört die Inschrift:
Menschheit, du hattest
von Anfang an nicht
das Zeug dazu."


All das, was ich täglich erfahre, hat mir den Schneid abgekauft.
Ich möchte nicht niederknien, aber meine Beine geben nach.

Ich brauch ne Pause um Kraft zu sammeln...
... oder um zu erkennen, dass mein ganzes Handeln und Schreiben sinnlos ist.

Vielleicht bin ich einfach nur zu schwach.
Ich bin Zeitzeuge davon, dass Vernunft und Humanität obsolete Werte sind, die von der Marktgläubigkeit vereinamt wurden.
Die Hoffnung darauf, dass ich einen relevanten Beitrag leisten kann, dem entgegenzusetzen, tendiert gleich null.
Ich will nicht bemitleidet werden. Denn jeder, der das tut, muss sich gleichzeitig selbst bemitleiden.
Ich bin das Opfer, der selben Umstände, unter denen jeder andere leidet, der nicht selbt Systemprofiteur ist.

Ich brauch ne Pause.

Kann sein, dass ich mich in einer Woche wieder melde, in einem Monat, einem Jahr, oder nie.

Wäre aber trotzdem schön, wenn ihr mich nicht aus eurer Blog-Roll löscht.

Liebe Grüße
Euer Dude


Mittwoch, 8. April 2015

Diamanten des Internets (3)

Abteilung: Arbeitskult(ur)

Bin über diesen wunderbaren Text gestolpert, den ich mit meinen treuen Lesern teilen möchte.
Er beschäftigt sich mit dem Fetisch Arbeit und dessen Einbindung in unsere kapitalistische Gesellschaftsstruktur, die bis in unsere eigenen Synapsen vordringt.
Anschaulich und mit einfachen, klaren Worten, werden hier Zusammenhänge aufgezeigt, die man zwar kennt - oder zumindest ahnt. Aber die Lektüre des Textes sensibilisiert dafür, den Wahnsinn zu erkennen, der sich in allgegenwertiger 'Normalität' verbirgt.

Die, denen dieser Text ebenso gefällt wie mir, möchte ich bitten, ihn weiter zu verbreiten.

Montag, 6. April 2015

Neues von der Kanzlerin

Abteilung: Frittierte Sardellen

Hier ein kleines Osterei zu den Feiertagen.
Habe selten solch eine substanzlose Aneinanderreihung von Wörtern gelesen.
Merke: Auch der 'Qualitätsjournalismus' kann Boulevard!
Zugegeben ein überflüssiger Erkenntnisgewinn, aber ich hoffe als Anekdote zum Schmunzeln durchaus zu gebrauchen.

Freitag, 3. April 2015

Die Medien, die Recht behielten, aber nie im Recht waren

Abteilung: Die Sicherung des Flugverkehrs und andere mögliche Konsequenzen

Meiner (nachzulesenden) Meinung nach, wurde seitens der fränzösischen Staatsanwaltschaft und deren unkritscher Auswertung durch die Medien, allzu früh von Schuld gesprochen.
Das rechtsstaatliche Prinzip der Unschuldsvermutung wurde in den öffentlichen Medien allzu selten bemüht.

Aufgrund der neuesten Erkenntnisse, bin auch ich aber nun mittlerweile davon überzeugt, dass sich die kolportierte Schuldzuweisung im nachhinein als 'Treffer' erwies.

Trotz alldem sollten wir uns folgendes vergegenwärtigen:
  • Die französische Staatsanwaltschaft ermittelt noch gegen ihn. Noch sind nicht alle Daten/Beweise ausgewertet. Obwohl nach publizierter Faktenlage alles gegen ihn spricht, ist er immer noch ein mutmaßlicher(!) Täter. Diese rhetorische Genauigkeit sollte uns die Unschuldsvermutung wert sein.
  •  Dass die übereilte mediale Schuldzuweisung sich wohl letztendlich bewahrheitet, ändert NICHTS daran, dass dies wider dem Pressekodex geschah. Es legitimiert in keinster Weise begangenes, journalistisches Fehlverhalten.

Aus der rückblickenden Betrachtung genannter Vorfälle ergeben sich mehr Erkenntnisse, als durch Änderung von Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen sind.

Mindestens eben so wichtig ist die Auseinandersetzung damit, wie unantastbar Menschenrechte sein sollten, aber im publizistischen Spiegel unserer Gesellschaft offensichtlich nicht sind (Anspruch und Wirklichkeit).

Eine Auseinandersetzung mit den zurückliegenden Ereignissen muss auch eine Medienkritik beinhalten!