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Montag, 28. September 2015

Der Kapitalismus ist alternativlos

Abteilung: TINA mit Currywurstgeschmack

Der Kapitalismus ist immer und überall.
Die letzten, noch verstreuten 'native people' werden durch den Kapitalismus bedroht. Das war schon früher so (als Beispiel sei die amerikanische Urbevölkerung genannt), und das wird auch in Zukunft so sein. Bis es keine native people mehr geben wird.
Niemanden, außerhalb kapitalistisch geprägter Strukturen.
Es ist nicht pessimistisch, sondern realistisch, dass indigene Völker (die u.A. noch im brasilianischen Urwald zu finden sind) in 50-100 Jahren nicht mehr existieren. Unzählige Tierarten werden bis dahin ausgerottet sein.
Solange sich nachhaltige, oft irreversible Umweltzerstörung ökonomisch rechnen lässt, wird diese auch praktiziert werden.
Wenn der Mensch eine Lebensspanne von, sagen wir, 300 Jahren hätte, würden auch Magnaten möglicherweise andere Entscheidungen treffen.
Aber, so?

(...)

Gibt es Alternativen zu einer kapitalistischen Lebensführung?
Kann ich mich heute noch dem kapitalistischen System gänzlich entziehen?
Eine Alternative, außerhalb kapitalistischer Strukturen leben?
Blockhütte, angeln, jagen und Gemüse anbauen?
Wo sind die autarken Kommunen, denen man sich anschließen kann?
Wo ist das Leben, in einer wählbaren Alternative (nicht wählbar durch Wahlzettel, sondern durch plumpe Entscheidung), in der man kein Giro-Konto braucht?
Keine Lohnarbeit?

Was muss ich tun, um eine lebbare Alternative herbeizuführen, oder zumindest wahrscheinlicher zu machen?
Fair Trade, BIO, veganes Leben, sogar solidarisches Spendenverhalten wurden längst von kapitalistischen Strukuren vereinnahmt. Auch damit werden riesige Gewinne eingefahren, weil es dafür einen MARKT gibt. Und, wo es einen Markt gibt, gibt es immer Profiteure.

Alleine, die Verteilungsrichtung von 'Arm' zu 'Reich' umkehren zu wollen, mutet in der heutigen Zeit wahlweise naiv oder linksextrem an.

Aber selbst mit linker Gesinnungshaltung lässt sich noch eine Menge Geld verdienen!
Wieviel Geld alleine mit der ikonischen Darstellung von 'Che' verdient wurde, mag ich mir gar nicht auszumalen...

(...)

Was zu der Frage führt:
Läßt sich der Kapitalismus aus dem Weltgefüge herausschneiden? Läßt sich eine Gesellschaft konstruieren, in der Besitz nicht in Macht (Einflußmöglichkeiten) mündet?
Das sind elementare Fragen, die leider (für mich) noch nicht zufriedenstellend beantwortet wurden.

Deshalb ist das kapitalistische System 'alternativlos' - schlicht, weil es keine nachvollziehbare, lebbare Alternative gibt.

Eine Vermögenssteuer, Transaktionssteuer, gerechtere Erbschaftssteuer besiegt ja nicht den Kapitalismus.

Ich werde auf absehbare Zeit weiterhin die LINKEN wählen. Aber selbst, wenn diese die absolute Mehrheit erlangen sollten:
Es würde höchstens um justierbare Stellschrauben gehen, aber nie den Anspruch haben, den K. bzw. Machtstrukturen abzuschaffen (ohne sie durch andere zu ersetzen).

Deshalb:
Der Kapitalismus ist alternativlos!

Und jetzt kommt mir bloß nicht mit Revolution!
Erstens wird (zumindest hierzulande) keine 'kritische Masse' in dieser weitgehend medial gleichgeschalteten Bevölkerung rekrutierbar sein.
Und zweitens, selbst wenn, wird der inthronisierte neue Weltenlenker auch nicht den Kapitalismus abschaffen. Da halte ich jede Wette!

Ich will hier keinen Trübsinn verbreiten! Auch keine Hoffnungen zerstören, oder klein reden.
Eine Alternative aber würde 'Opfer' verlangen.
Es ist konstruiert, aber trotzdem:
Wieviele, gerade junge Menschen, wären bereit (auch nur) auf ihr Handy zu verzichten, für eine bessere Welt auf fernen Kontinenten?

(...)

Wie sieht Euer Utopia aus?
Und was können wir tun, um dieses mit realistischem Anspruch anzubahnen?
Wie sieht das Konstrukt Eurer Hoffnung aus; wie wahrscheinlich ist dessen eintreten?

Das sind ganz viele offene Fragen, auf deren Antwort ich gespannt bin!

P.S.: Bei der Entscheidungsfindung pro und contra Kapitalismus gebe ich zu bedenken:
Ausschließlich der Kapitalismus kann das perfekte Getränk verfügbar machen, um seine Pommes runter zu spülen:

Foto wurde von mir selbst geschossen, ist also Teil meiner Erfahrungswelt.

Montag, 21. September 2015

Apokalypsen, und andere Katastrophen

Abteilung: Ein Serienjunkie erklärt die Welt

"wie freiheit beispielsweise aussehen könnte, beschreibt John Rawls:
alles zurück auf anfang: keiner hat was, keiner kann was. dann werden die spielregeln für die gesellschaft festgelegt. und zwar BEVOR jeder weiß, welcher platz der seine sein wird.
nur wenn ich nicht weiß, ob ich später sklavenhalter oder sklave sein werde, werde ich mich für gerechte regeln und maximale freiheit einsetzen."

(Don M. Tingly)


Diese Worte hallen bei mir nach, und ich möchte meine Gedanken dazu, nachfolgend zur Diskussion stellen.

Dieses Szenario ist wohl eher akademischer Natur. Ausschließlich eine Apokalypse, die die Menschheit auf höchstens 1 Promille reduzieren würde, ließe solch ein Szenario als möglich erscheinen. 
Könnte mir gut vorstellen, dass Zombie-Filme, und im aktuellen Fall auch -Serien, sich deshalb so großer Beliebtheit erfreuen...

Könnte solch ein Szenario sich auch über demokratische Willensäußerung herbeiwählen lassen?
Ich denke, ich kann die Frage verneinen, ohne mich dadurch dem Verdacht einer antidemokratischen Haltung aussetzen zu müssen (ausschließen kann ich das aber mittlerweile auch nicht mehr).

Revolution?
Das entstehende Machtvakuum würde rasant schnell wieder gefüllt werden. Und gerade die Machthabenden (egal welcher Coleur) haben naturgemäß ein Problem damit, Machtstrukturen auflösen zu wollen.
Und nach keiner Revolution hatte die Bevölkerung auch nur ansatzweise egale ökonomische Mittel:
Reich blieb reich und arm blieb arm.



Oben genanntes Szenario ist nicht denkbar mit irgendeiner Währung. Denn selbst bei gleich verteilten Geldmitteln, würde diese nach 10 Generationen nicht mehr so gleich verteilt sein. Und dieses Ungleichgewicht der monetären Verteilung würde sich dann auch korrespondierend dazu im Hierarchie-/Machtgefüge ausdrücken.

Die Auflösung einer anerkannten Währung ist tatsächlich nur in in einem apokalyptischen Szenario vorstellbar. Und auch diese Apokalypse müßte derart gestaltet sein, dass bestehende Besitz- und Machtverhältnisse keinen Einfluß auf die eigene Mortalitätsrate haben würden. 
Damit scheidet z.B. ein Atomkrieg aus. 
Es gibt zahlreiche Bunker - aber wer würde da wohl reinkommen?
Obama, z.B.
Putin auch.
Mutter Merkel müsste sich vor einem Atompils auch nicht unter dem Bett verstecken.
Milliardäre werden sich auch einen leisten (können), oder in der Lage sein, sich Zugang in andere zu verschaffen.

Wie groß wäre aber die Chance, dass Lieschen Müller Eintritt erhalten würde?

Tatsächlich würde nur eine biologische Katastrophe (bakteriell oder viral) eine Dezimierung der Menschheit auslösen, vor der Geld/Macht nicht schützen kann (vorausgesetzt es gibt keine erwerbbaren Medikamente dagegen).

Und tatsächlich bin ich ein Fan der Serie "The Walking Dead"
Nicht weil ich auf Zombies stehe, sondern wegen der soziologischen Fragestellung: 
Wie organisieren sich Kleingruppen, nach Zusammenbruch einer Gesellschaft und einer akzeptieren Währung? Wie reagieren diese auf andere organisierte Kleingruppen (für mich eine verkürzte Beschreibung von Anarchie)?
Auch 'Lost' hat diese Serie nicht zuletzt wegen diesem Aspekt, für mich spannend gemacht. 
Der Kult-Roman "Herr der Fliegen" befasst sich genau mit diesen Fragestellungen.

Selbstverständlich kristallisieren sich auch in diesen Szenarien Machtstrukturen heraus. 
Und die damit einhergehende Konkurrenz an Macht. 
Seit der Wiege der Menschheit ist das so.

Ich halte Gleichheit für ein anzustrebendes Ideal, welches zumindest längerfristig nie erreicht werden kann.

Anspruch muss sein, Ungleichheiten (die ja schon qua Natur gegeben sind) in möglichst großen Maße zu minimieren, auszugleichen.

Dagegen werden sich - die, wie auch immer Privilegierten - aber immer wehren wollen. Und diese haben naturgemäß auch immer den größeren Einfluß...

Ein Dilemma! 

Habe ich etwas übersehen, bzw. falsch interpretiert?

Gibt es einen Ausweg?

Ich gebe es zu.
Ich bin verstört.

Denn ich weiß nicht, auf was ich hoffen soll, damit die Welt gerechter wird.

Montag, 14. September 2015

Charlie und die 'wahren Linken'

Abteilung: Die 'Premium-Linken' und deren hochgehaltene Stöckchen über die ich nicht springen möchte

Charlie hat einen Kommentar zu meinem letzten Post verfasst. Er hat sich wohl gedacht, dass dieser Kommentar zu schade ist, um auf meiner Seite zu verrotten. Also machte er auf seiner Seite einen eigenen Post dazu. Vollkommen legitim für mich, aber doch Grund genug, nachfolgend darauf zu reagieren.

Ich empfinde den infantilen Spruch "Links gegen links" in diesem Zusammenhang ebenfalls (wie altautonomer) als überdeutlichen und völlig unangebrachten Vorwurf des "Spaltens", der keineswegs neu ist, sondern seit geraumer Zeit aus gewissen Kreisen immer wieder zu vernehmen ist. Das macht ihn nicht sinnvoller.

Charlie bezog sich hier auf folgendes Zitat von mir:
"Links gegen Links. Da wird natürlich direkt mal wieder verbal aufgerüstet. Traurig."

Nun, ich vertrete tatsächlich die These, dass der Linke, des Linken größter Feind ist. Da gibt es nämlich die Premium-Linken, die anderen Linken vorschreiben wollen, welche Bücher sie zu lesen haben, ob sie Fleisch essen dürfen oder nicht, ob sie wählen MÜSSEN oder nicht wählen DÜRFEN, undsoweiter undsofort.
Das meine ich mit 'Links gegen Links'. Man kann diese Ansicht teilen, muss man aber nicht. Warum diese Wahrnehmung aber ausgerechnet 'infantil' sein soll, bleibt uns Charlie schuldig. Aber dem Verfasser reicht dieser Verdict noch nicht. Er sieht darin den 'überdeutlichen und völlig unangebrachten Vorwurf des "Spaltens" '
Nicht das ich das Wort jemals gebraucht hätte (oder auch nur gedacht hätte), nein, Charlie liest das Wort aus obigen Zitat einfach heraus (bzw. folgt altautomers Interpretation).
Es ist schlicht schäbig, mir dies zu unterstellen. Aber vermutlich reichten meine Ausführungen nicht aus, um genügend Angriffsfläche zu bieten.
Jetzt habe ich in seiner Argumentationslinie bereits den Vorwurf des Spalters also zumindest mal angedeutet. Soso. Dass dieser Vorwurf (den ich weder geschrieben, noch jemals gemeint habe) "seit geraumer Zeit aus gewissen Kreisen immer wieder zu vernehmen ist, macht diesen nicht sinnvoller". Nun, es macht ihn auch nicht per se sinnloser. Wer sind den übrigens 'gewisse Kreise'?
Das bleibt der Phantasie seiner Leser überlassen: Antisemiten? Verschwörungstheoretiker? Pegida?

Hier beziehe ich ganz klar Stellung: Oben genannte Premium-Linke bezeichne ich nicht als Spalter, da ihnen das Motiv des Spaltens fehlt. Die sind einfach nur verblendet und suchen das Trennende (um sich darauf zu stürzen - wie hier anschaulich nachzuvollziehen) anstatt das Gemeinsame zu suchen um konstruktiv zu werden. Und fühlen sich dabei denen so überlegen, die einfach zu dumm sind ihre Meinung zu teilen.
Wieso? Weshalb? Warum? Man weiß es nicht...

Altauto hat eigentlich bereits alles Relevante dazu gesagt - allerdings reagierst Du darauf wiederum nur mit Abwehr und Ablehnung, ohne auf den Kern seines Kommentars einzugehen, und verlangst stattdessen gar von ihm, "inhaltlich" zum verlinkten Interview Stellung zu beziehen - obwohl Du das selber ebenfalls konsequent unterlässt. Diese üble Taktik ist eigentlich symptomatisch für eine dumme Agitation der Marke "Herr Karl" oder ähnlicher Gesellen - allerdings will ich Dir hier (im Gegensatz zum Karl-Troll) keine Absicht, sondern höchstens Unachtsamkeit unterstellen.

[Der Kommentar von altautonomer und meine Reaktion darauf kann im vorangegangenem Post nachvollzogen werden]
So jetzt wird der Herr Karl in Stellung gebracht. Aber meine Antwort auf altautonomer reicht wohl noch nicht aus, um mich mit ihm in einen Topf zu werfen. Dieser Niveau-Limbo folgt dann später.
Mir wird lediglich Unachtsamkeit unterstellt. Trotzdem ist es immer noch eine unfundierte Unterstellung. Die Tatsache, dass ich Charlies Wahrnehmung und Interpretation des Weltgefüges nicht teile, macht mich unachtsam. Hmm.

Des weiteren ist es unseriös und eigentlich ebenfalls typisch für Verschwörungsdeppen, die an die "Hohlwelt" oder "Chem-Trails" glauben, auf irgendwelche Texte, Videos bzw. Interviews zu verlinken und dabei ausschließlich und ausdrücklich auf den jeweiligen "Inhalt" zu verweisen. Dieser Inhalt gehört aber nunmal immer in einen gewissen personellen Kontext - in diesem Falle also zu den Personen Ken Jebsen und Daniele Ganser. Es ist schlicht und ergreifend sinnfrei, einzelne Passagen, Texte oder ganze Interviews aus diesem Kontext herauslösen zu wollen. Es ist ein sehr alter Hut, dass man gleich seitenweise Texte oder Textpassagen aus Büchern, Artikeln oder Reden von sehr üblen Figuren zitieren kann, die auf Anhieb "einleuchtend", "wahr" oder anderweitig positiv klingen mögen, es bei näherer Betrachtung des Kontextes aber ganz und gar nicht mehr sind.

Mittlerweile bin ich bereits unseriös, ein Verschwörungsdepp, der an 'Hohlwelt' und 'Chem-Trails' glaubt. Puh, das geht aber ganz schön schnell hier! Die Pfeile aus dem Argumentationsköcher könnten von Marvels Hawkeye kaum schneller abgeschossen werden. Einer der vielen Schmunzelpassagen in Charlies Ausführungen.
Sinnfrei ist es also, einfach mal ein Interview zu posten, ohne ein Dossier der Beteiligten beizufügen.
Ken Jebsen ist umstritten, und in meiner prophetischen Weitsicht habe ich im Eingangspost bereits folgendes geschrieben:

"[Übrigens: Ich weiß das Ken Jebsen das Publikum spaltet. Hier soll es nicht um die Person Ken Jebsen gehen, sondern, wie gesagt, um die Inhalte... wie bspw. Propaganda, Gleichschaltung und Kriegstreiberei.]"

Hätte ja wissen können, das Premium-Linke dies nicht als Intension sondern als Aufforderung begreifen, genau gegenteilig zu reagieren.

Wenn Du beispielsweise tatsächlich glaubst, dass Du einer Gestalt wie Elsässer auf die Schliche kommen kannst, indem Du einigen Minuten (oder meinetwegen auch einige Stunden) "googelst", dann bist Du weitaus naiver, als ich das für möglich gehalten habe.

Mechthild sagte, dass Ganser mit Elsässer aufgetreten ist. Sorry, aber das ist kein Grund für mich, Elsässer auf die Schliche kommen zu wollen. Selbst stundenlang googeln, wäre Dir ja anscheinend nicht ausreichend. Wie hoch ist denn das Stöckchen, welches ich überspringen muss, um ein Interview mit Ganser zu posten? Mir hat der Inhalt des Interviews gefallen. Wieviel Tage muss ich über jemanden recherchieren, um ein Interview mit ihm posten zu dürfen?
Aber überrasch mich! Bin ich einem Rechtsradikalen aufgelaufen? Oder teilt Ganser nur nicht in allen Facetten Deine Meinung und ist deshalb bäh?

Ich muss zwar auch dem Altauto ein wenig widersprechen, denn einen Satz wie "Und es ist nun mal so, dass man hinter eine einmal gewonnene, gesicherte Erkenntnis nicht mehr zurückgehen kann" kann ich nicht unwidersprochen so stehen lassen - es gibt schließlich immer die Möglichkeit, dass ein Mensch sich irgendwann eingestehen muss, sich geirrt zu haben. Das hat allerdings nichts mit einer äußerst naiven Einstellung zu tun, wie Du sie hier vertrittst: Nein, man "muss" nicht offen für alle und alles sein, und man darf bzw. MUSS sogar gewisse, "gesicherte" Überzeugungen auch vehement verteidigen, wenn man dabei auch für eventuelle Gegenargumente (sofern diese denn vorgebracht werden, was vorliegend nicht der Fall ist) offen bleibt.

Äußerst naiv bin ich auch. Begründung: Ich hätte vertreten, man muss offen für alles sein. Wann habe ich das jemals geschrieben? Du führst hier, äußerst miese Unterstellungen als Fakt an. Miese und schlecht gemachte (weil offensichtlich durchschaubare) Rabulistik. Was Dir fehlt an Angriffspunkten interpretierst Du einfach mal rein. Ich erkenne da mittlerweile einen roten Faden...

Deine 'gesicherten Überzeugungen' haben Dich offensichtlich noch nicht zu einer fairen Diskussionskultur aufschwingen lassen. Vielleicht hast Du die falschen Bücher gelesen? Vielleicht aber auch kannst Du die angelesenen Kenntnisse nicht zu etwas verweben, was eine faire Diskussionskultur ausmacht. Das nennt man dann wohl 'kognitive Dissonanz'.

Das hat nun rein gar nichts mit einem absurden "in den Block diktieren" zu tun, sondern mit persönlicher Überzeugung. Das "Diktieren" übernimmst in diesem Falle ja Du, da Du anderen eben diese Überzeugungen absprichst.

Was genau unterscheidet Dich nun von mir?

Ganser ist für mich persönlich ein sehr gutes Beispiel dafür: Vor einigen Jahren fand ich den Knaben auch noch bemerkenswert, nachdem ich sein Buch "Gladio" gelesen hatte. Ich habe ihn damals sogar zwei- oder dreimal im Blog verlinkt. Mit zunehmender Auseinandersetzung kamen mir jedoch arge Zweifel - und heute bin ich an einem Punkt angelangt, an dem mir diese Entgleisung ziemlich peinlich ist. In der Pädagogik nennt man das lapidar "Erkenntnisgewinn". Und den musst Du anderen Menschen zugestehen, auch wenn Du selber ihn vielleicht noch nicht erfahren hast.

Ach, Erkenntnisgewinne hast Du mir auch voraus! Mann, wie ich Dich beneide! Wie selbstgerecht muss man denn sein, um solche Sätze zu formulieren? Du demontierst Dich unbewusst selbst, gibst Dich der Lächerlichkeit preis, und denkst noch dabei wie erhaben Deine Ausführungen sind?

Jeder Mensch, der einigermaßen bewusst lebt und nicht nur vor sich hin vegetiert, durchlebt diesen Prozess, der oft genug mit vielerlei Irrungen, Wirrungen und auch Rückschlägen verbunden ist (ich kann davon ein langes Lied singen!). Dir könnte vielleicht der Roman "Narziss und Goldmund" von Hermann Hesse hier weiterhelfen, der mir in jungen Jahren erste, wenn auch zunächst kleine, Augen geöffnet hat. Falls Du das möchtest, schenke ich Dir das Buch.

Nee, danke! Ich suche mir meine Literatur lieber selbst aus. Da vegitiere ich liebe dummdoof vor mich hin, als Deine Literaturvorschläge anzunehmen. Einen Vorschlag auf Augenhöhe wäre ich vermutlich gerne nachgekommen. Willst Du einen Literaturvorschlag von mir? Nein? Ach so, Du bist ja bereits angekommen. Weißt alles, welche Bücher man zu lesen hat, und welchen Erkenntnisgewinn man daraus zu ziehen hat. (Gähn)

Wenn Du heute also Ken Jebsen, Daniele Ganser und meinetwegen sogar den Elsässer gut findest, ist Dir das unbenommen - dann begründe das aber bitte auch möglichst genau und lasse Dich auf eventuelle Kritik daran ein. Das hat nicht das geringste mit "Spaltung" oder "Links gegen links" zu tun, sondern ist sogar zwingend notwendig, um irgendwann überhaupt zu einer "gesicherten" Erkenntnis zu gelangen, die man vor sich selbst und anderen guten Gewissens vertreten kann und die nicht nur - wie so oft in dieser perversen, dummgehaltenen Welt - nur aus nachgeplapperten Sprechblasen besteht.

Ich habe meines Wissens noch nicht behauptet, dass ich Jebsen, Ganser, Elsässer und Co. gut finde. Ich bin kein Fan genannter Personen, aber ich nehme mir das Recht heraus, Worte von denen zu posten, wenn ich sie für publizierbar halte. Wenn ich mir einen Erkenntnisgewinn davon verspreche, jenen Ausführungen zu folgen.
Ob Du das nun gut findest, oder nicht, ist mir ehrlich gesagt, scheißegal.
Durch Deine Ausführungen hast Du Dich als Verblendeter geoutet, der nicht diskursfähig ist und nur noch sein Weltbild runterbetet. Das noch mit ziemlich rabulistischen Methoden, die Rückschlüsse auf Deinen Charakter offenbaren.
Für mich bist Du kein Linker im meinem Sinne, da Du die Deutungshoheit vorgibst und alles Abweichende ablehnst. Nichts anderes geht momentan in dem System ab, welches Du zu bekämpfen vorgibst. Für Dich bin ich auch kein Linker, aber wie gesagt, da scheiß ich drauf, weil ich Dich nicht als Instanz akzeptiere.
Ich bin durchaus kritikfähig, aber nicht einer Kritik gegenüber, die so selbstgerecht und ach so überlegen daher kommt. Mag sein, dass Du so weit über mir stehst, aber immerhin hab ich hier unten nicht so dünne Luft zum Atmen.

Links gegen Links. Sag ich doch. Allerdings hast Du damit angefangen. Ich nenne Dich nicht Spalter, Du bist einfach nur verblendet, hast ein Weltbild, welches Du unter meterdicken Bunkerwänden vergraben hast.
Ein bisschen mehr Diskursfähigkeit und der selbstkritischen Reflexion eigener erstarrter Wahrnehmung könnten helfen.
Aber, ich fürchte, Du wähnst Dich zu weit oben, bist mir doch ach so überlegen, um diesen Ratschlag anzunehmen.
Vielleicht könntest Du gar von mir etwas lernen?
Wir werden es nie erfahren.

Zum Abschluss noch Kommentare von mir und von Charlie auf seiner Seite:




Charlie hat gesagt…
Ich bin gespannt, ob Du auf das Geschriebene tatsächlich eingehst oder den Troll-Vorbildern folgst. ;-)

Der Duderich hat gesagt…
Deine Spannung kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Denn Du hast doch offensichtlich die Deutungshoheit, wer ein Troll ist und wer nicht. Diese Deutung scheint im hohen Maße davon abzuhängen, ob man Deine Meinung teilt, oder nicht.
Da ich Deine Meinung (wie ich später ausführen werde) NICHT teile, werde ich in Deiner Wahrnehmung höchstwahrscheinlich "den Troll-Vorbildern" folgen.

Charlie hat gesagt…
Ich hege keine "Deutungshoheit", sondern beziehe mich lediglich auf (anfechtbare!) Argumente. Du zeigst allerdings schon jetzt, dass Du kein Interesse an einer wirklichen Diskussion hast und Dich weder mit dem Geschriebenen, noch mit den lächerlichen "Spaltungs"-Vorwürfen näher auseinandersetzen möchtest. Damit landest Du in der gruseligen Jauchegrube des "Herrn Karl", der Dir drüben in Deinem Blog ja auch schon fleißig Beifall gespendet hat.
[Einschub: Hier wird dann doch in die Jauchegrube der Argumentation gegriffen! Schlechter geht es dann eigentlich auch nicht mehr.]
 Das ist sehr schade, überrascht mich aber auch nicht sonderlich.
Deine nachfolgenden Ausführungen interessieren mich nun nicht weiter, da Du alles Relevante bereits gesagt und Dein Unvermögen, Dich selbst kritisch zu hinterfragen, ausführlich zur Schau gestellt hast.
 Also "spalte" ich weiterhin ... und trenne rigoros das Pseudo-Linke vom Linken. Es ist nicht zu fassen, dass groteske Dummheiten immer und immer wieder wiederholt werden .. und Leute wie Du, die sich selbst als "links" bezeichnen, wirken wie immer maßgeblich daran mit. Diese Menschheit lernt es einfach nicht.
Verzweifelte Grüße!
Liebe Grüße!


Der Duderich hat gesagt…
Geil, Deine Reaktion spricht echt Bände!
Habe lediglich vorweg genommen, dass ich anderer Meinung bin als Du. Und das reicht Dir dann schon sich nicht mehr für meine Antwort zu interessieren.
Na ja, Beifall und die Bestätigung Deiner eigenen Meinung kannst Du ja dann bei anderen abholen.
Wer von uns beiden sich mal kritisch hinterfragen sollte, ist durchaus diskussionswürdig...

Das mit Herrn Karl und der Jauchegrube nehme ich Dir echt übel! Letztendlich rundet es das Bild Deiner Rabulistik aber nur nach unten ab.

P.S.: Falls Dich die Neugierde dann doch noch übermannt, kannst Du im späteren Verlauf des Abends bei mir lesen. Meinungen, die Deinen Denkdiktaten nicht folgen, sind hier ja offensichtlich unerwünscht.
Gott bewahre uns vor "wahren Linken" wie Dir. Da lass ich mich lieber vom Kapitalismus ausquetschen, als mit Leuten wie Dir eine alternative Welt zu gestalten.
Verzweifelte Grüße zurück!

Nachtrag:
Ich finde Links gegen Links absolut scheiße und kontraproduktiv! Und genau das läuft hier und ich lasse mich darauf ein.
Aber ich habe nun mal echt ein Problem damit, mich dermaßen selbstgerecht von oben herab abkanzeln zu lassen. Meine Ausführungen dienen nicht der 'linken Sache', dass ist mir bewusst.
Aber mir dermaßen blöde an's Bein pinkeln lassen, da habe ich dann auch keinen Bock drauf. Und auf ausgrenzende Selbstgerechtigkeit reagiere ich dann eben so, wie hier geschehen.
Ob das klug und zielführend ist, mag ich bezweifeln. Aber wenn man mich schon anpisst, dann sollte man zumindest ein diskursfähiges Bein heben...

Und @altautonomer, falls Du noch mitliest:
Große Reden schwingen und bei dem geringsten Gegenwind die Segel streichen ist ist bei Dir auch erfahrungsgemäß mehr die Regel als die Ausnahme. Diskursfähigkeit geht anders!
Aber sich mit dem 'Pöbel' auseinandersetzen, die Dir mal Konter geben, dafür bist Du Dir dann ja auch zu schade.
Brauchst also hier nicht mehr zu kommentieren, denn ich kann und will nicht garantieren, dass sämtliche Leser Deiner Meinung unwidersprochen folgen.
Also lass es in Zukunft doch einfach ganz und kuschel Dich woanders unter. Ohne Zugluft.
Im Narrenschiff ist sicher noch eine Koje frei..




Samstag, 12. September 2015

Verschwörungstheorien: Wie die Gleichschaltung mit medialer Unterstützung funktioniert.

Abteilung: Selten gute Interviews

Über die Seite Propagandaschau bin ich auf DIES hier gestoßen.


Unvorstellbar, dass solch ein Interview in den öffentlich rechtlichen Sendungen zu hören/sehen wäre.

Es mag sein, dass es die 'vierte Gewalt' in unserer Medienlandschaft weitgehend nicht mehr gibt.
Die so oft beschworene vierte (kritisch hinterfragende) Gewalt, manifestiert sich aber z.B. in solch publiziertem Gedankenaustauschs, welche man in vergleichbarer Form nur noch nur in den Tiefen des Internets findet.

Über die Inhalte(!) des Interviews kann hier gerne diskutiert werden. Würde mich freuen!

[Übrigens: Ich weiß das Ken Jebsen das Publikum spaltet. Hier soll es nicht um die Person Ken Jebsen gehen, sondern, wie gesagt, um die Inhalte... wie bspw. Propaganda, Gleichschaltung und Kriegstreiberei.]

Wer noch mehr davon will (diesmal sogar mit bewegten Bildern!) kann sich hier reinklicken: