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Donnerstag, 23. November 2017

Dieser Blog ist außer Betrieb

Abteilung: Manchmal wird man vom Bären gefressen

"In Deiner Eitelkeit ist es Dir anscheinend wichtiger, Deine subtile Affinität zu Rechten zu pflegen, als Dir einmal etwas Zeit zu nehmen, die Blogroll des Paulinchens zu analysieren. Selten habe ich eine derart große Ansammlung von völkischem braunen Dreck gesehen. Teufelsaustreiber, Illuminaten, Holocaustleugner, Klimawandelleugner, Völkische Untergangsapologeten, Truther und Werbeblogs für Hokuspokusmedizin geben sich dort ein Stelldichein.

Den Vogel schießt der Blog "Wir denken deutsch" ab, dort behauptet der Autor in einem ermüdend langen Text, die beiden Weltkriege wären nicht durch Deutschland verschuldet worden, sondern durch die jüdische Weltverschwörung zur Gründung der NWO.

Wann machst Du endlich Schluss? Jakebaby hat dich doch gewarnt."

Das Murmeltier

Ich mache genau jetzt Schluss, Murmeltier.

Dieser Blog erwuchs aus dem Wunsch, über politische Themen zu diskutieren. Gerade in letzter Zeit ist das immer weniger gelungen. Das war oft Kindergarten und ich war viel zu oft Teil des Kindergartens. Der Kindergarten wird geschlossen. Jetzt und für immer.

Das Murmeltier ist nicht Verursacher dieser Entscheidung, aber Auslöser. Das hat er hiermit amtlich und dafür kann er sich auch gerne in gewissen Kreisen abfeiern lassen. Man muss auch jönne könne!

Ich will hier kein Forum für Rechtsgerichtete bieten.
Was ich aber auch nicht will,  ist, jedes Mal einen Gesinnungstest durchführen zu müssen, bevor ich einen Kommentar freischalte. Ich habe weder die Zeit, noch die Lust dazu, die Blogroll von Kommentatoren nach bedenklichen Inhalten durchforsten zu müssen.
Ich bin es einfach müde, daran gemessen zu werden, wie effektvoll ich das Zensurschwert schwinge, und meine Inhalte dabei so nachrangig werden, bis sie verschwinden.

Und ich will rechtzeitig aufhören, bevor ich gegen alles und jeden misstrauisch werde.

Da gibt es schönere und befriedigendere Hobbys, denen ich mich jetzt intensiver widmen kann und auch möchte.
Bowling, vielleicht? :-D




Den in der Blogroll aufgeführten Bloggerkollegen wünsche ich alles Gute. Macht weiter so!

Euer Duderich




Die Kommentarfunktion wurde deaktiviert.

Dienstag, 21. November 2017

Pest und Cholera

Abteilung: Wir haben keine Chance. Nutzen wir sie!

Als ich erfahren habe, dass die Schwampel (hört sich nicht so gut an, wie 'Jamaika' und ist deshalb geeigneter) geplatzt ist, hat das nicht gerade meinen Tag versaut. Den beteiligten Parteien traue ich sowieso nicht weiter, als ich eine vollbeladene Waschmaschine werfen kann.

Blöde nur, dass sich keine verlockenden Alternativen ausmachen lassen.

Das geringste Übel (also die Cholera) wäre meiner Meinung nach eine Minderheitenregierung. Deren Schwächen würden einen gewissen Charme haben, weil dort um Mehrheiten gerungen werden müsste. Das würde inhaltliche Auseinandersetzungen von hermetisch abgeschotteten Hinterzimmern immerhin wieder in das Parlament tragen.
Eine verschärfte Einwanderungspolitik mit Hilfe der AfD? Ja, das wäre mal richtig schön peinlich, mit schauderndem Fremdschämen. Das würde mal anschaulich demaskieren, wie viele inhaltliche Gemeinsamkeiten die CDU/CSU/FDP mit den Braunen haben.
Auch für Sozialabbau steht die AfD sicherlich als Mehrheitsbeschaffer gerne zur Verfügung. Nicht nur die Kaiserin/Kanzlerin stände sehr schnell ohne Kleider nackt da (upps, übles Kopfkino!) sondern auch deren gesamter Hofstaat. Obwohl sich alle Beteiligten gerne rechts überholen, im Kampf um die Mitte, wäre dass dann schon sehr peinlich, vergiftetes Lob (über Mehrheitsbeschaffungen) von der AfD zu bekommen. "Spiel nicht mit den Schmuddelkindern, sing nicht ihre Lieder..."

In der Konsequenz aber, würde der neoliberale, rechtsnationale und sozialstaatsfeindliche Kurs (auf dem wir uns bereits befinden) noch einmal beschleunigt werden.
Die SPD würde vermutlich als Oppositionssimualtion und Linksblinker in der Zustimmung wachsen, da es wahrscheinlich immer noch genug Menschen gibt, deren Verdrängungsmechanismen sie vergessen lassen, dass spätestens in Regierungsverantwortung sozialdemokratische Absichtserklärungen Schnee von gestern sind.

Und Neuwahlen?
Das kann dauern (denn Steinmeier hat keinen Bock auf Überstunden) wird aber auf lange Sicht das wahrscheinlichste Szenario sein.
Diese würden aber nur dann Sinn machen, wenn die SPD sämtliches Führungspersonal austauschen würde, sich von der Agenda 2010 glaubwürdig distanziert und für ein linkes Gegenmodell werben würde. Aber wie wahrscheinlich ist das?
Und wie wahrscheinlich ist eine rot-rot-grüne Koalition? Mit den LINKEN, die mehr mit innerparteilichen Streitigkeiten und Machtgerangel beschäftigt sind, als eine glaubwürdige Alternative zu bieten? Mit den GRÜNEN die sich gar nicht genug verbiegen konnten, um eine Schwampel zu realisieren - und sich dafür als staatstragende Helden feiern lassen?

Die Hoffnung stirbt zu Letzt.
Meine Hoffnung, dass die politischen Machtverhältnisse eine Reichtumsverteilung von arm zu reich umkehren, dass globaler Humanismus Raum greift, und beherzt eine nachhaltige Ökologie angegangen wird, geht gegen null.

Obwohl der Kapitalismus und die Wirtschaftsgläubigkeit nachweislich in eine soziale, ökonomische und ökologische Sackgasse führt, ist dieser immer noch 'common sense'.
Ein überholtes, aber weitgehend unangefochtenes Dogma, welche alle Andersdenkende als Spinner und Gutmenschen abtut.

Hinter der vermeintlichen Staatskrise lauert eine Systemkrise.
Denn ein "Weiter so!" wollen nur die Systemprofiteure.

Aber ein glaubhafter und gangbarer Alternativentwurf fehlt leider gänzlich.
"Wir brauchen etwas WOFÜR wir kämpfen, und nicht nur etwas WOGEGEN wir kämpfen."


Was so alles verkehrt läuft, und wie die Masse manipuliert wird, fasst Dr. Rainer Mausfeld sehr gut und verständlich zusammen.

Hier noch mal das Video, welches bereits bei den Nachdenkseiten verlinkt wurde.
Für mich, ein 'must see':

 
Wer es noch nicht gesehen hat, sollte das unbedingt nachholen!

Sonntag, 19. November 2017

Die Mehrheit von 49%

Abteilung: Absolute und relative Mehrheit

Ja, es ist schon ein wenig komplizierter als manche Schlagzeilen suggerieren mögen.

Im ersten Moment mag man glauben, dass die "meisten Deutschen" mehr als die Hälfte ist.
Und ich unterstelle mal, dass diese Schlagzeile, dies suggerieren will.
Besonders die Formulierung 'die meisten Deutschen' ist bewusst irreführend, da man als die Meisten spontan mehr als die Hälfte vermutet.

Es mag Zufall sein, oder auch nicht, dass in diesem Beitrag diese Differenzierung (relative und absolute Mehrheit) nicht erwähnt wird.
Um genau zu sein: Eine relative Mehrheit wäre für eine GroKO beim Scheitern von Jamaika, aber nicht eine absolute Mehrheit.

Genaugenommen heißt das:
WENIGER ALS DIE HÄLFTE, wollen eine GroKo beim Scheitern von Jamaika!

Trotzdem ist dies eine Mehrheit, wenn auch nur eine relative.

Man hätte also auch schreiben können:
"Mehr als die Hälfte wollen keine GroKO, wenn Jamaika scheitert!"
Aber die medial vorgegebene Agenda folgt wohl einem anderen Spin.

Manche mögen dies nicht wissen. Und ich denke, damit spielt diese Schlagzeile.

Denn absolut gesehen, wollen eine MINDERHEIT eine GroKo, falls die Jamaika-Verhandlungen (oder auch genannt eine Schwampel) scheitern.

Aber in unserem Schulsystem wird den wenigsten der Unterschied von einer relativen zu einer absoluten Mehrheit vermittelt. Vielmehr gilt es dort, die Schüler für den Arbeitsmarkt zuzurichten. Da spielen solcher feinen Unterschiede lediglich eine untergeordnete Rolle.

Wieviele von unseren beschulten Heranwachsenden würden unter einer 'Mehrheit' weniger als die Hälfte vermuten?

Dieses Beispiel zielt nicht mal auf 'Fake News'. Es zielt stattdessen auf Manipulation denen gegenüber, die über das Schulsystem nicht ausreichend gegen manipulative Suggestionen dieser Art ausreichend gerüstet sind.

Das kritisch hinterfragende wird weder in allgemeinen Schulen, noch in Berufsschulen, noch im Studium gefördert.
In unserem Bildungssystem geht es nur um Zurichtung auf die eigene Verwertbarkeit.

Und die 'Heute Show' und 'Die Anstalt' lässt uns darüber lachen.

Aber der Aufschrei, gegen unannehmbaren Verhältnissen bleibt leider aus.

Die Mehrheit findet die bestehenden Verhältnisse verbesserungswürdig.
Und das Aufbegehren gegen ökologischen Wahnsinn und der Reichtumsverteilung zu arm zu reich finden fast alle richtig.
Sind 'fast alle' die relative oder absolute Mehrheit?

Und wenn letzteres der Fall ist.
Was ändert das, in einer parlamentarischen Demokratie, in der die CDU die relative Mehrheit hat?
In der die SPD zu einer Hure der Machterhaltung verkommen ist, der ihr ureigenes Klientel mittlerweile scheißegal ist?

Auf die Mehrheiten sei geschissen! Ob absolut, oder relativ!
Bin ich antidemokratisch?
Vielleicht.

Ich nehme jedenfalls war, dass die Bevölkerung gegen ihre Interessen wählt.

Teile und herrsche!

Es scheint immer noch zu funktionieren.

Und gerade die 'Premium-Linken', bspw. Narrenschiffkaptain Charlie (wo ich unter "aussortierte Deppenblogs" als "Ausscheidungen eines Bildungsfernen" geführt werde) die so schlau sind und moralisch erhaben gegenüber anderen Linken, sind lediglich die Erfüllungsgehilfen einer neoliberalen indoktrinierten Spaltung.
Und ausgerechnet genau Jene, die mit dem Zeigefinger auf andere zeigen und die vermeintliche >linke< Moral hochhalten, unterbieten sämtliche Niveau-Standards.
Aber Hauptsache, man fühlt sich gut, in der eigenen Selbstgerechtigkeit und Filterblase.

So blöde und systemerhaltend möchte ich mal für 5 Minuten sein, nur um zu wissen, wie sich das anfühlt...

Sonntag, 22. Oktober 2017

Links gegen Links

 Abteilung: Am Arsch, die Waldfee

Man ist unter 'Linken' sicher schnell dabei, dass dies mal wieder die Beschäftigung mit mir selbst ist. Vielleicht Narzismus. Ich ziehe den Schluss, dass was hier in diesem Blog geschieht, auch im Größeren, ja Großen überall woanders auch geschieht.
Ich gebe zu, dass es mir nahe ging, dass man mich als nationalistisch, rassistisch und was auch immer filterblasengesteuerte Linksverteidiger mir vorwerfen wollen.
Alles, was jenseits der Aussage läuft, dass alle kommen sollen, die wollen, macht mich in gewissen Augen zum Rassisten und Nationalisten. Genau diese aber, folgen der Blendgranate von der Links-Ikone Merkel, dass wir das schaffen.
Wagenknecht, Lafontaine, ja und auch ich, machen sich Gedanken darüber, dass die Lasten der Migration auch gerecht verteilt werden. Denn momentan, übernehmen diese - wie gewohnt - die sozial Schwachen.
'Wir schaffen das' ist mittlerweile ein Dogma, welches Merkel in die Welt gesetzt hat, und die selbsternannten Linken ihr mittlerweile willfährig aus der Raute lecken.
Es ist dann mehr als unterkomplex, alle willkommen zu heißen. Im Namen des Sozialismus und der Humanität. Da wird dann gar nicht mehr die Frage gestellt (die Lafontaine - natürlich streng rechts und nationalistisch beantwortet), zu wessen Lasten denn 'Wir schaffen das' gemeint ist und umgesetzt wird.
Ich habe überhaupt kein Problem damit, jeden willkommen zu heißen.
Nur, ab diesen Punkt muss man dann schon mal weiterdenken.
Wer sorgt für die Integration?
Wer sorgt für die nötigen Sprach- und Alphabetisierungskurse?
Die Integration kostet Geld. Wer kommt dafür auf?
Wird dafür die Vermögenssteuer eingeführt?
Gibt es eine Reform der Erbschaftssteuer?
Eine Reform der Kapitalertragssteuer?

Ich finde es total lächerlich, und sowas von unterkomplex, alle Immigranten hereinzuwinken, ohne sich mit den Lasten der Finanzierung der Integration auseinander zu setzen.

Momentan tragen diese Lasten die Abgehängten, schlecht ausgebildeten.
Für die sind Flüchtlinge Konkurrenten auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt.
Nicht wenige davon werden die AfD gwählt haben.
Eine Auseinadersetzung dazu fehlt mir im Linksspektrum.
Alle AfD-Wähler für Rassisten zu halten greift dann doch zu kurz, aber reicht dann anscheinend für selbsternannt Intellektuelle, ihre Welt ohne Hinterfragung für schlüssig zu halten.
Mittlerweile mutet es anscheinend als nationalistisch an, die Frage der Lasten der Integration mit der sozialen Gerechtigkeit zu verbinden. Die Sorgen und Nöte der Abgehängten wird von den Selbstgerechten schlicht nicht beantwortet - stattdessen beklagen sie einen Zulauf zur AfD.
Gerade hier tut sich ein Solidaritätsanspruch mit den Abgehängten auf, der aber von den Salonlinken nicht wahrgenommen wird. Wer Marx in deren Augen nicht gelesen hat, ist es nicht Wert in den ersten Reihen der Revolution zu kämpfen. Eine Revolution die nie stattfinden wird, weil sie ausgrenzt, statt zu mobilisieren.

Ich freue mich über eine multikulturelle Gesellschaft. Vielfalt, religiös und kulturell begrüße ich.
Aber diese Zuwanderung drückt auch die Löhne (Angebot und Nachfrage) und treibt die Mieten für günstigen Wohnraum in die Höhe (Angebot und Nachfrage).
Dies sind schlicht ökonomische Gewissheiten.
Diese auszusprechen, kolllidiert aber anscheinend mit selbsternannten, über alle Fakten erhabenen Linken.
Die Aussage, das jeder willkommen ist, mag einem viel Beispruch in der linken Szene einbringen.
Ich habe bislang aber wenig Äußerungen wahrnehmen können, wer diese Kosten trägt.

Statt für eine Vermögensteuer, einer Gewinnertragsteuer, einer Reform der Erbschaftssteuer zu plädieren, wird nur mit der rassistischen Keule geschwungen.

Das ist wirklich arm. Das enttäuscht mich unsagbar.

Dieses selbstgerechte Gehabe der Salonlinken, die nur bis zum Tellerrand denken, kotzt mich mittlerweile wirklich an.

Es hat mich lange Zeit aufgeregt, dass ich als rechts beschimpft werde. Weil mir Merkels "Wir schaffen dass" nicht gereicht hatte.

Mittlerweile fühle ich mich in der Anfeindung meiner Person bestätigt.

Ich selbst weiß, wie links ich bin.
Ich selbst weiß, dass ich die Umverteilung von arm zu reich umkehren will.
Ich selbst weiß, dass ich Menschen nicht nach ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe, ihrer Religion einordne.

Ich bin mittlerweile über eure Anfeindungen erhaben.

Ich finde Euch einfach nur lächerlich und im großem Maße unterkomplex.

Ladet gerne Euren filterbasierten und tellerrandkonformen Bullshit bei mir ab.

Alles, was ihr an Anfeindungen und Unterstellungen zu bieten habt, wird hier freigeschaltet.

Diese ganze Scheiße, ist symptomatisch, warum sich die LINKE gerade selbst zerlegt.

Dummheit, Filterblasen und Unterkomplexizität sind nicht zwingend links, liebe Selbstgerechte.



Zitate:
"Der Duderich mit Katja Kipping und Sahra Wagenknecht an der Selektionsrampe?"

"Solange du unentwegt verdummend rechte Positionen vertrittst, bist du nicht Links gegen Links und wirst dementsprechend auch weiterhin angefeindet.
Deine Einstellung und die diesbezueglich staendigen Angriffe auf Linke zu diesem Thema findet man auch mannigfach auf rechten Seiten.
Wenn du das nicht erkennst bist du dazu zu dumm und wenn du dir dessen bewusst bist nicht Links.
Suchs dir aus."


" Fragt ein bildungsfernbedingt unbewusster Querfrontler?"

" Du blickst schon lange nicht mehr wo du stehst und wurdest auch schon von anderen gefragt, wie oft du dich denn uA. noch auf deiner eigenen Seite peinlich verlaecherlichen willst"


Mittwoch, 11. Oktober 2017

Phänomenolgie

Abteilung: "Du, ich fühle negative Schwingungen..."

Ach, DA ging es ja heiß her.
Nicht immer schön zu lesen, ... aber hat Quote gebracht.

Nein, ich bin nur ein wenig zynisch...

Eigentlich hat mich dieser Post über die Grenzen des eigentlichen Themas hinaus beschäftigt.
Es ist wirklich interessant, was für einen Hass einem manchmal entgegenschlägt. Nein, Hass hat man nicht mal verdient, nur den verkrüppelten Bruder davon: Die Verachtung.


Wenn ich angegriffen werde, dann antworte ich manchmal spontan aus meinen verletzten Gefühlen heraus. Meine Gefühle werden nicht dadurch verletzt, dass ein Kommentator (X) meine Gefühle (Y) verletzt.  Meine Gefühle werden dadurch verletzt, dass man mich so grundlegend missverstehen kann (oder will?).
Dass man mich für rechts halten kann.
Dass man mich für einen Rassisten hält.

Dass man mich überhaupt für einen schlechten Menschen hält.

"Heul doch, Duderich!"

Nein, ich will gar nicht heulen, denn ich sitze hier - den zeitlichen Abstand im Rücken - und betrachte die Situation nun aus einem anderen Blickwinkel.
Der neue, distanziertere, Blickwinkel ist das ganze Szenario ohne meine Person (und der damit einher gehenden Befindlichkeiten).

Natürlich vertrete ich im Folgendem weiterhin immer noch meine subjektive Meinung, aber meine Emotionen sind jetzt weitgehend raus, und dieser Umstand verschafftet mir einen klareren Blick. Mit Zug nach Oben zur Meta-Ebene.

Mich interessiert hier die Phänomenolgie.

Die Kommentare meines letzten Posts nahmen teilweise absurde Züge an (wer hier immer noch mitliest, hat auch das Zeug, sich durch die Kommentare zu kämpfen).
Ich will mich da ausdrücklich nicht ausnehmen.
Aber mittlerweile kann man anscheinend nicht einmal den Ehemann von Wagenknecht zitieren, ohne sich vermeintlich als Rassisten oder Rechten zu outen.
Sicher, La Fontaine ist eine kontroverse Figur.
Aber muss man dann direkt dem Anderen das Links-Sein absprechen, mir Rassismus vorwerfen, weil ich ihn zitiere?
Kann man mal kontrovers diskutieren, und dabei die Kirche im Dorf lassen?

Es gibt mittlerweile im Kielwasser dieses Blogs sogar Kommentatoren, die sich diebisch über Rechtschreibfehler von mir freuen.
Mittlerweile belustigt mich das. Es ist Teil eines Phänomens, welches ich nicht begreife/begreifen will.
 
Ich nehme das war, aber ich begreife es nicht. Kann in dem ganzen Grabengefechten unter den Linken keinen Sinn sehen. Jedenfalls nichts Konstruktives. Gestaltendes.
Auf das Trennende geschaut, statt auf das Verbindende. Wäre schöner andersrum...

Aber ich muss nicht alles verstehen.
Nicht alles verstehen zu wollen, entspannt. Kann ich nur empfehlen...




Nachgedanken:
@jakebaby:
Du bist ein Arschloch. Ich bin ein Arschloch.
Haben wir doch schon eine Gemeinsamkeit!
Lass uns um die Sache streiten, und nicht darum, wer die (metaphorisch gesprochen) dicksten Eier hat.
Wenn wir uns zufällig in einer Kneipe treffen würden, dann würden wir vermutlich erstmal zusammen einen saufen, und uns danach im Hinterhof auf die Fresse kloppen.
Lass uns doch einfach (wieder metamophorisch gesprochen) beim Saufen bleiben.

@Das Murmeltier:
Es wird mir langsam zu blöd, gegen Deine Vorurteile ankämpfen zu müssen.
Keine Grabenkämpfe mehr. Bitte. Schadet der linken Sache und entzweit, anstatt es Kräfte verbindet.
Lass auch Du uns in Zukunft in der Sache streiten.
Aber beiderseitig den Respekt bewahren. Denn das ist die Voraussetzung dafür, um in der Sache zu streiten.



Ich habe oft zu spontan und falsch reagiert. Mein Appell an Euch richtet sich auch an mich.

Ich würde mich gerne weiterhin mit Euch beiden austauschen.

Aber dabei sollte uns doch allen bewußt sein, dass uns folgendes Elementare verbindet:
- mehr Verteilungsgerechtigkeit!
- Menschen, egal welcher Hautfarbe, Abstammung, sexueller Ausrichtung, religiöser Zugehörigkeit, (... oder was sonst noch als 'trennend' aufgeführt werden könnte) sind GLEICH
- Krieg schafft keine Lösungen.
- Wir leben von/mit der Erde. Lasst sie uns so behandeln, und nicht, wie einen Schwamm, den man auswringt.

Ich gehe davon aus, dass ihr das auch so unterschreiben könntet. Und ich hoffe, dass ihr mir glauben könnt, dass o.g. Worte mit Herzblut geschrieben sind.

Dies würde uns (so meine Phantasie) eine Basis gegenseitigen Respekts verschaffen, die zukünftige Diskussionen sicher fruchtbarer machen würden...

Last, but not least:
@ der Doktor:
@Susannah Winter:
@ Art Vanderley:

Bitte weiterhin kommentieren!
Nicht nur ich profitiere davon!
:-)


Übrigens:
Schon vor fast fünf Jahren habe ich bereits ähnliche Gedanken verfasst.
Geändert hat sich diesbezüglich in diesem Zeitraum exakt nix...

Samstag, 30. September 2017

Links - oder Rechts - oder Querfront?

 Abteilung: Das wird man doch wohl noch sagen dürfen!

"Man dürfe "die Lasten der Zuwanderung über verschärfte Konkurrenz im Niedriglohnsektor, steigende Mieten in Stadtteilen mit preiswertem Wohnraum und zunehmende Schwierigkeiten in Schulen mit wachsendem Anteil von Schülern mit mangelnden Sprachkenntnissen nicht vor allem denen aufbürden, die ohnehin bereits die Verlierer der steigenden Ungleichheit bei Einkommen und Vermögen sind". Man solle eher, so Lafontaine, den Menschen in den Herkunftsländern helfen."
Quelle

Also, liebe Leser, kotzt euch mal aus!

Ist das links, rechts, oder beides (Querfront)?

Mittwoch, 27. September 2017

und Nahles so: "... ab morgen kriegen sie in die Fresse!"

Abteilung: Nahles macht den Kinski

Es gibt Momente, da wird Der Postillon von der Realität überholt.

Als ich diesen Artikel in der Süddeutschen Zeitung las, rieb ich mir irgendwann verwundert die Augen und schaute noch einmal nach, ob ich nicht doch gerade den Postillon lese.

Dort steht tatsächlich:

Tatsächlich machte Nahles deutlich, wie schnell sie auf Opposition und Angriff umschalten kann. Auf die Frage, wie sie sich nach der letzten gemeinsamen Kabinettssitzung mit den Kollegen von der Unionsfraktion fühle, sagte sie: "Ein bisschen wehmütig - und ab morgen kriegen sie in die Fresse!"
Über Ihre Ausdrucksweise kann man durchaus streiten. Diese neu gewonnene Streitbarkeit der Fraktionsvorsitzenden kann ich ihr aber nicht wirklich abnehmen.

Mal abwarten...


Nachtrag: Mittlerweile rauscht der Blätterwald. In der Google-Suchmaske beim Suchwort Nahles ist der erste Vorschlag "Andrea" und der Zweite, na? Richtig! "Fresse"

Inszenierter Tabubruch um Aufmerksamkeit zu generieren.
Und auch der Duderich fällt drauf rein... :-I